Filmstarts – Die chinesische Regierung hat Angst vor James Camerons "
Avatar - Aufbruch nach Pandora". Wie die britische Zeitung
Guardian auf Ihrer Internetseite berichtet, schränkt man die Aufführungen des Films nun stark ein. Aktuell werden die chinesischen Kinobesitzer aufgefordert, den Film doch bitte aus ihrem Programm zu nehmen. Ab dem 23. Januar wird dann eine weitere Maßnahme eingesetzt: Der Film darf nur noch in 3D-Kinos laufen. Das kommt einem Aufführungsverbot sehr nahe, da es bislang sehr wenige 3D-Kinos in Chinas gibt.
Die Restriktionen gegenüber "Avatar" haben wohl mehrere Gründe. Wie diverse Blogger spekulieren, könnte die Regierung die Sorge haben, dass das große chinesische Epos des Jahres, ein "
Confucius"-Biopic mit
Chow Yun-Fat in der Rolle des berühmten Philosophen, untergehen könnte, weil "Avatar" die Spielstätten belagert und die Zuschauer anzieht. "Confucius" wird am 28. Januar in China anlaufen. Zudem wird spekuliert, dass der chinesischen Regierung die Message des Films nicht gefallen dürfte. Dass sich die Na’vi im Film gegen die ihre Wälder zerstörende Industrie zur Wehr setzen müssen, weist nämlich einige Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in China auf. Doch werden für größere Bauprojekte immer wieder ganze Wälder und Dörfer dem Erdboden gleich gemacht und die Bewohner dazu – oft gegen ihren Willen – in andere Gegenden umgesiedelt.
Aktuell ist "Avatar" auf dem Weg auch in China sämtliche Besucherrekorde zu brechen. Der Film hat bereits über 75 Millionen Dollar eingespielt.