Filmstarts – Die 63. Internationalen Filmfestspiele von Cannes werden in diesem Jahr vom 12. bis 23. Mai statt finden. Heute haben die Organisatoren bereits angekündigt, dass dem amerikanischen Erfolgsregisseur
Tim Burton die Präsidentschaft der Jury übergeben wird. Somit nimmt er den Platz von
Isabelle Huppert ein, die im Vorjahr
Michael Haneke die Goldene Palme überreicht hat.
Burton gibt sich in einer ersten Reaktion äußerst enthusiastisch: "Wenn man an Cannes denkt, dann denkt man an Weltfilme. Da ich immer Filme wie Träume erlebt habe, werde ich nun einen Realität gewordenen Traum leben". Der 51-Jährige fühle sich bereit dem Festival-Rhythmus stand zu halten, da er es gewohnt sei, "48 Stunden lang Horrorfilme anzusehen".
Seine Karriere hat Burton in den Disney Studios begonnen bevor er 1985 mit "Pee Wee's Big Adventure" seinen ersten Spielfilm realisiert hat. Drei Jahre später gelang ihm mit der schrägen Horror-Komödie "Beetlejuice" der Durchbruch. Auch heute noch zeugen seine Animations- sowie Realfilme von außergewöhnlicher Fantasie und Skurrilität.
Johnny Depp, der im Laufe der Jahre zu seinem Fetisch-Schauspieler geworden ist, stand zum ersten Mal 1990 für "
Edward mit den Scherenhänden" vor Burtons Kamera. Mittlerweile haben sie gemeinsam bereits sieben Filme realisiert, darunter Kassenschlager wie "
Charlie und die Schokoladenfabrik" oder "
Sleepy Hollow". 1994 war ihr in schwarzweiß gedrehtes Drama "
Ed Wood" für die Goldene Palme in Cannes nominiert.
Die Namen von Burtons Jury-Mitglieder werden erst Mitte April bekannt gegeben. Zuvor wird sein heiß erwartetes Fantasy-Abenteuer "
Alice im Wunderland" am 4. März in den Kinos starten. Demnächst soll Burton auch die Animations-Komödie "Frankenweenie" und, erneut mit Johnny Depp in der Hauptrolle, das Horror-Drama "
Dark Shadows" realisieren.