Filmstarts – Es ist amtlich: Miramax schließt seine Pforten. Das weltberühmte Indie-Studio hat seine Büros in New York und Los Angeles geschlossen und ist der sich ständig verändernden Filmwelt nach 31 Jahren im Geschäft zum Opfer gefallen. Miramax stand schon längere Zeit oft kurz vor dem Aus, doch nun hat es für die Disney-Tochterfirma nicht mehr gereicht. Das Studio wurde 1979 von Bob und
Harvey Weinstein gegründet, die beiden Patriarchen verließen die Firma 2005 im Streit. Disney hatte Miramax 1993 für 70 Millionen Dollar gekauft.
Miramax brachte Filme wie "
Pulp Fiction“ "
Das Piano", "
Chicago", "
Der englische Patient", "
Shakespeare In Love", "
Reservoir Dogs" oder "
Der talentierte Mr. Ripley" hervor. In den 2000ern ging es mit dem Studio bergab, Hits wie "
No Country For Old Men" oder "
Die Queen" waren nur noch selten im Programm zu finden. "Ich betrachte die Schließung mit Wehmut. Ich weiß, dass die Filme, die von mir und meinem Bruder Bob gemacht wurden genauso wie die fantastischen Werke, die unter der Führung von Daniel Battsek entstanden sind, weiterleben werden", sagte Harvey Weinstein.
Die noch nicht veröffentlichten Filme wie "
Last Night", "
The Debt" und "
The Tempest" wandern erstmal in die Archive, möglicherweise springt später noch ein kleiner Kinostart heraus.