Filmstarts –
John Jeffcoats Komödie "
Outsourced" über einen Amerikaner, der zur Leitung eines Call-Centers nach Indien versetzt wird, entpuppte sich 2006 als Kritikerliebling und kam mit zweijähriger Verspätung 2008 auch in die deutschen Kinos. Nun greift NBC die ursprüngliche Idee, den Stoff in einer Serie zu verarbeiten wieder auf. Schon nach dem Kinoerfolg hatte man diese Pläne und ließ die Autoren des Films John Jeffcoat und
George Wing gemeinsam mit Regisseur und Produzent
Ken Kwapis ("
Lizenz zum Heiraten", "
Er steht einfach nicht auf Dich") ein entsprechendes Konzept entwickeln. Die Serie wurde allerdings nicht für die Produktion eines Piloten aufgegriffen.
Dann wurde Comedy-Autor Robert Borden ("The Drew Carey Show") an Bord geholt und hat das Projekt entsprechend verändert, dass NBC nun die Produktion des Piloten in Auftrag gegeben hat. Ken Kwapis ist weiter als Chefproduzent an Bord. Der Stammregisseur der Comedy-Serie "The Office" wird auch weiterhin den Piloten inszenieren.
"Outsourced" liegt damit aktuell voll im US-TV-Trend verstärkt auf Serien mit teils indischem Cast. So hat zum Beispiel Fox gerade "Nirvana" in Auftrag gegeben. Die Comedy-Serie, von der man schon einmal 2004 einen Piloten drehte, sie dann aber nicht aufgriff, wird als eine Art "Alle lieben Raymond" mit indisch-stämmigen Figuren beschrieben. Zudem sind aktuell mehrere TV-Sender an einem US-Remake der britischen Serie "The Kumars at No. 42" über eine immigrierte indische Familie interessiert.
Dieser Indien-Boom im US-TV ist laut Auskunft von Brancheninsidern gegenüber
Deadline Hollywood auch auf den letztjährigen Oscar-Erfolg von "
Slumdog Millionär" zurückzuführen. Dieser habe das Interesse der US-Bevölkerung gegenüber indischer Kultur und indischen Filmen sehr stark erhöht.