Filmstarts - Bereit für eine Extra-Portion Avatar? Dem
Hollywood Reporter zu Folge liebäugeln
James Cameron ("
Terminator", "
Titanic") und Fox mit dem Gedanken, "
Avatar - Aufbruch nach Pandora" noch Ende diesen Sommers erneut in die Kinos zu bringen. Bei dem Re-Release würde es sich um eine längere Fassung mit zusätzlichen Szenen handeln, die aufgrund des einzuhaltenden Erscheinungsdatum vom 18. Dezember 2009 der Schere zum Opfer fielen.
Es scheint ganz so, als ob Cameron und sein Studio den Hals nicht voll genug bekommen würde. Mit einem weltweiten Rekord-Einspielergebnis von nun mehr als 2,6 Mrd. Dollar (!) haben sie wohl noch lange nicht genug und wollen dies Geldkuh bis zum letzten Tropfen melken. Der Anstoß für eine erneute Veröffentlichung kam wohl durch die Produzenten, die durch die "verloren gegangenen" IMAX-3D-Vorstellungen, die an Disneys "
Alice im Wunderland" abgetreten werden mussten, zu viel Geld schwinden sahen.
Wieviel zusätzliche Szenen ihren Weg in den Director's Cut finden würden, ist noch nicht klar. IMAX-Geschäftsführer Richard Gelfond sprach am gestrigen Tag wohl von einer zusätzlichen Länge von 40 Minuten, die Cameron noch draufpacken könnte. Zu einem früheren Zeitpunkt verriet der Regisseur selbst, dass es noch Extra-Szenen zwischen 10 und 12 Minuten gäbe, die in die ursprüngliche Fassung miteingebunden werden könnten. Dabei handle es sich um zwei Szenen. In der einen müsse sich Jake Sullys Avatar erneut vor dem Volk der Na'vi beweisen, in der anderen geht es um ein Fest der Ureinwohner, bei dem der größte Krieger des Stammes Tsu'tey betrunken wird.
Die maximale Länge eines Films in analogen IMAX-Kinos beträgt 170 Minuten. Eine Zahl, die Cameron selbstverständlich kennt, daher also seine ursprüngliche Fassung. Aufgrund dieser Tatsache scheint die 10-12-Minuten-Fassung wahrscheinlicher, da "Avatar" mit einer Laufzeit von 160 Minuten so immer noch die IMAX-Vorstellungen für sich beanspruchen könnte.
Auch wenn uns Cameron und Fox mit ihrem Film in eine atemberaubende Welt entführt haben, die man so noch nie zuvor auf der Leinwand bewundern konnte, geht der Zauber mit solchen Vorhaben doch ein wenig verloren und führt nur vor Augen, dass Hollywood ein knallhartes Geschäft ist, bei dem es nicht um blaue Männchen, sondern tiefschwarze Zahlen geht.