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Debatte um blutige Gewalt in "Kick-Ass 2": Jim Carrey kritisiert das Niveau der Gewalt, Mark Millar kontert
Von Maren Koetsier — 24.06.2013 um 04:36
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Nach "Kick-Ass" war klar, dass die Gewaltdarstellung in der Fortsetzung nicht weniger brutal ausfallen wird. Schauspieler Jim Carrey kritisierte das Niveau der Gewalt in "Kick-Ass 2", in dem er als Fan des ersten Teils nur zu gerne eine der Hauptrollen angenommen hat, nun scharf und rief damit Comic-Autor und Produzent Mark Millar auf den Plan, der nun ausgiebig konterte und die blutige Darstellung rechtfertigte.

Jim Carrey, seines Zeichens ein großer Fan von "Kick-Ass", ergatterte die Rolle des Colonel Stars and Stripes in der Fortsetzung – doch nun - einige Zeit nach dem Dreh - scheint der Schauspieler seine Meinung geändert zu haben. Auf Twitter verkündete er: "Ich habe 'Kick-Ass 2' einen Monat vor [dem Amoklauf in] Sandy Hook gemacht und nun kann ich das Niveau der Gewalt nicht mit gutem Gewissen unterstützen", schrieb er und ergänzte mit einem zweiten Beitrag: "Ich entschuldige mich bei anderen, die beim Film involviert sind. Ich schäme mich nicht deswegen, aber die jüngsten Ereignisse haben eine Veränderung in meinem Herzen verursacht."

Comic-Autor und Ausführender Produzent Mark Millar meldete sich daraufhin zu Wort und gab sich überrascht über den Sinneswandel von Carrey: "Ich bin verblüfft über die plötzliche Ankündigung, da in dem Film nicht mehr zu sehen ist, als vor 18 Monaten schon im Drehbuch stand", schrieb der Autor auf seinem Blog. Der Body-Count (also die Zahl der Getöteten) sei hoch, aber das sei bei einem Film wie "Kick-Ass 2" ja zu erwarten. Die Fortsetzung zum Film, der die elfjährige Killermaschine Hit-Girl hervorgebracht habe, werde immer etwas Blut auf dem Boden zeigen und genau das sollte eigentlich keinen Schock für jemanden darstellen, der den ersten Teil so gemocht hat. Es sei Fiktion und wie andere Regisseure (er nennt u.a. Quentin Tarantino, Clint Eastwood, Oliver Stone und Chan-Wook Park) es ebenfalls handhaben, werde in "Kick-Ass" der für Blockbuster typische blutarme Body-Count vermieden und der Fokus anstatt dessen auf die Konsequenzen der Gewalt gelegt. Er wolle seine Art des Geschichtenerzählens nicht durch die eingeschränkte Nutzung von Waffen in Actionfilmen sabotieren lassen.

Jeff Wadlows "Kick-Ass 2" ist schon abgedreht und auch die Post-Produktion ist bereits abgeschlossen. Aussteigen kann Carrey also nach seinem Sinneswandel nicht mehr, er könnte allerdings nicht für den Film werben, was Universal sicher nicht willkommen heißen würde, schließlich ist sein Name der größte auf der Besetzungsliste.

Für einen Eindruck des Actioners hier noch einmal ein Trailer:

Von der Gewalt im Film könnt ihr euch ab dem 15. August 2013 selbst ein Bild machen, dann startet die Action-Fortsetzung mit Aaron Taylor-Johnson, Christopher Mintz-Plasse und Chloe Grace Moretz in den deutschen Kinos. Wie steht ihr zur filmischen Darstellung von Gewalt?

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Kommentare
  • niman7
    Also Kick-Ass war schon extrem brutal. Vor allem gerade mal FSK 16! Ich frag mich jedes mal, wie die es geschafft haben, einen kleinen Mädchen beizubringen mit einem Messer durchs Set zu laufen und einfach mal 10 Erwachsenen abzuschlachten. Ich fand den Film grandios. Aber sowas bleibt sicher bei solch einen kleinen Mädchen hängen.
  • UGotCaged
    Wieso machen die sich Sorgen? Bessere Publicity geht doch kaum.
  • FilmFan 1.0
    Es ist fraglich, ob Carrey sich überhaupt -- noch -- diese Gedanken machen kann/darf. Er zieht schon lange nicht mehr wie vor zehn oder 15 Jahren. Die Flops der letzten Jahre zeigen, Carrey braucht einen Hit (oder in diesem Fall das "Hit-Girl")!
  • Sartopher S.
    @niman,kick ass war so abgedreht,so überzeichnet,das man solch gewalt locker ab 16 durchgehen lassen kann. jeden anderen film der sich ernst nimmt und solch plakative gewalt zelebriert hätte ich auch ab 18 frei gegeben. is aber wurscht,ich freue mich riesig auf teil 2,hoffentlich ist auch der soundtrack wieder monstermäßig fett.
  • Da HouseCat
    immer dieses moral geheuchel ala "es hat was in meinem herz verändert". die tun immer so, als würden sie direkt davon betroffen sein.
  • Eikanthor H.
    Ja, nervt auch völlig...und dann sollen Filme immer so weichgespült sein, dann es jeden Fan nur abnervt, so wie bei Wolverine (warum auch immer der PG13 geworden ist...) das Gerangel um Deadpool (das muss ein 18er werden) und jetzt auch bei World War Z, der kindgerecht gemacht wurde...und das hat dann damit zu tun, dass man Gewalttaten verhindert? Offensichtlich nicht...und verursachen werden das die harten Streifen auch nicht...
  • B G.
    hat man ja beim remake von total recall gemerkt wie scheiße ein film wird wenn man die gewaltschraube unter dem hält was nötig gewesen wäre...
  • Max H.
    Der Trend geht zum Verlust der Sensibilisierung von Gewalt in Filmen, das ist wohl klar. Anderseits sollte sich auch jeder, der die Brutalität anprangert, aus einem ab 18er raushalten, weil er ja dann abschätzen kann was ihn erwartet. Sich nachher zu beschweren, als Zuschauer oder auch Jim Carrey, ist nicht nachvollziehbar und geradezu dämlich. @Sartopher S.: Dieses völlig hirnrissige Argument, es wäre Überzeichnung und künstlerische Kreativität und deswegen ab 16, kann ich absolut nicht nachvollziehen. 16 - jährige Jugendliche befinden sich ja wohl mitten in ihrer Aufnahmphase an verschiedenen Eindrücken und Moralvorstellungen. Und es gibt halt solche, die damit umgehen können und andere wieder nicht. Das euch das allen gefällt und mir ja eigentlich auch ist nicht das Problem, das sollte man nicht verkennen, man muss auch immer sehen, wo diese Altergrenze beginnt und in diesem Fall ist das fraglich.
  • scorch
    also wenn er es ernst meint, dass ist es selten dämlich von ihm, man könnte ja meinen, er lebt hinterm mond. jedoch sieht das für mich nach publicity aus..die sogar funktionieren könnte.
  • UGotCaged
    @B G. Ähm ja.. Total Recall-Remake ist scheiße.. aber wegen der fehlenden Gewalt? Also ich weiß nicht :D
  • Sven - Deathcore
    Was die alle für Müll labern. Gewalt in Filmen und Videospielen ist NIE und ich meine damit NIEMALS die Ursache für so hängengebliebene Psychopaten, die dann meinen sie müssten ihr Aufmerksamkeitsdefizit damit kompensieren, indem sie ein Massaker veranstalten.Ausserdem wusste er, was in dem Film passiert, als er zusagte und Amokläufe gab es schon Jahrzehnte vorher.Der wil nur Aufmerksamkeit, weil er merkt, das er langsam seinen Zenit überschritten hat. Wer der Meinung ist, das Videospiele und Filme für Amokläufe verantwortlich sind, sollte sich sein Gehirn amputieren lassen, weil zum Denken ist das Gehirn dann anscheinend schon lange nicht mehr fähig. PS: Kick Ass 2 wird der Hammer.
  • sander90
    Ist einfach nur ein Marketing-Stunt, um sich durch solche Meldungen nochmal ins Gedächtnis zu rufen.
  • Bunbary
    Ich freu mich immer über drastischere Gewalt in Actionfilmen. Ich hasse es wie die Pest wenn man auf Kilometer sieht dass ein PG-Rating angepeilt wurde und das ganze auch tatsächlich nicht mal mehr realistisch ist und unschön geschnitten. KickAss 2 kann ruhig so blutig sein wie möglich. Übrigens fand' ich das Total Recall Remake verdammt gut und es hat mir sogar besser gefallen als das Original, zumindest im Director's Cut weil's Inhaltlich einfach mehr hergemacht hat. Ein höheres Gewaltlevel hätte dem Film aber durchaus gut getan, da kann ich zustimmen
  • Da HouseCat
    früher hatte usa keinen pg quatsch,oder? da waren die filme noch schön brutal. ich brauche keine brutalität in film oder spiel, aber wenn man eine düstere und erwachsene geschichte erzählt, dann gehört das dazu. sin city gewalt top und passend, sinnlose gewalt, die nicht zur atmosphäre beiträgt, brauch ich nicht. und die gewalt bei kick ass ist genau richtig gewesen und machte den film so absurd. btw: ich find den pg wahn schon schlimm, aber cgi gewalt fast genauso. sieht einfach mies aus. wie gut noch die effekte bei robocop, total recall oder stirb langsam 2.
  • Jimmy V.
    Also ich weiß ja nicht: Kann's sein, dass diese Nachricht viel heißer gemacht wird als sie letztlich ist? Carrey sagt ja er schäme sich nicht. Ansonsten halte ich das aber auch für Quarks und sogar ein wenig Heuchelei. Denn wieder, wie bei Aurora: Jetzt gab es ein Unglück und das sorgt dafür eine Position zu ändern, und das bei einer Sache, die Carrey ja von Anfang an hätte klar sein sollen, wenn er Teil 1 so sehr mochte. Vielleicht hat er ja WIRKLICH sein Verhältnis zur Gewalt vollständig überdacht. Aber das wird sich erst bei seinen nächsten Rollen beweisen.@Sven: Deine Verteidigung in allen Ehren, als ich jünger war, habe ich ähnlich so gedacht. Aber diese Diskussion halte ich für bedeutend komplizierter als simpel "Ja" oder "Nein" zu bringen. Mögen Spiele & Filme nicht Auslöser für so etwas sein, so können sie doch gewiss einen Antrieb darstellen. Denn letztlich waren Menschen aller Gegenden schon immer Gewalt näher oder ferner. Diese Medien bieten in der Ferne aber eine Nähe an, die Gewalt verharmlosen kann - kann, wohlgemerkt. Jede Gewalt kann ironisch reflektiert werden. Allerdings, mal Hand aufs Herz: Welche von den Kiddies zwischen 11 bis 18 (und darüber hinaus) tun das? Wer von denen eben geilt sich bei "Sin City" nicht an der Ästhetik der Gewalt auf und begreift das nicht als irgendeine Kritik? (Und da finden sich sicher noch andere Beispiele...)
  • FrancisMcJoe
    Carreys generelle Gun-Control-Masche hat den Eindruck von Verzweiflung erweckt, finde ich. Zumal er einen bestimmten Faktor bei solchen schrecklichen Taten nicht bedenkt, nämlich den mentalen Zustand des Täters. In diesem News-Artikel fehlt bei Millars Statement noch ein Punkt, nämlich was Carrey an seiner Figur im Film erst so gereizt habe: [SPOILER]Ironically, Jim's character in Kick-Ass 2 is a Born-Again Christian and the big deal we made of the fact that he refuses to fire a gun is something he told us attracted him to the role in the first place.[/SPOILER] Riecht mir wirklich nach einem Schrei um Aufmerksamkeit, er schwärzt das völlig falsche Medium an. Aber wie andere hier ja schon meinten, wird das dem Film wahrscheinlich nicht schaden :)
  • niman7
    Wenn die Amis mal ihre Waffengesetze ändern würden, würden auch nicht soviele Amokläufe passieren. Selbstschuld!
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