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    "Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt" ist laut Forbes der größte Flop des Jahres
    Von Björn Becher — 29.11.2013 um 05:02
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    Das renommierte US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes hat die größten Kinokassen-Flops des Jahres 2013 ermittelt. An der Spitze steht in der Rangliste der Wirtschaftsexperten "Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt“ mit Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl. Auch Altstars wie Sylvester Stallone und Harrison Ford erlitten in diesem Jahr mit ihren Filmen Bruchlandungen.

    "Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt" ist laut Forbes der größte Flop des Jahres. Der Film habe bei einem Budget von 28 Millionen Dollar weltweit nur 6 Millionen Dollar eingespielt, das sei gerade mal eine Refinanzierungsrate von 21 %. Auch wenn die Einnahmen von Forbes wohl etwas zu niedrig angegeben werden (boxofficemojo.com listet weltweite Einnahmen von 8,5 Millionen Dollar) lief der Film über die Geschichte der Enthüllungsplattform WikiLeaks damit so enttäuschend wie kein anderer – zumal das Budget nur die Produktionskosten und nicht die Ausgaben für die Werbekampagne umfasst und die Einnahmen zur ca. der Hälfte auch an die jeweiligen Kinos gingen. Mit angesagten Jungschauspielern wie Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl und einem brandaktuellen Thema hätten man eigentlich mehr Aufmerksamkeit erwarten können, doch neben den eher mittelmäßigen Kritiken könnte gerade die Aktualität zum Flop beigetragen haben. Regisseur Bill Condon sagte dazu in einem Interview mit EntertainmentWeekly, es habe vielleicht einfach kein Publikum für das Thema  mehr gegeben, weil es in den Nachrichten so überstrapaziert worden sei. Er glaube zudem mittlerweile, dass die Person Julian Assange einfach nicht mit Abendunterhaltung in Einklang zu bringen sei.

    In Deutschland wollten übrigens bislang nach Angaben von media control® GfK International GmbH nur gut 84.000 Zuschauer "Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt" sehen.

    Weitere Flops, die die Wirtschaftsexperten von Forbes als "2013’s Biggest Turkeys" listeten, sind Walter Hills "Shootout - Keine Gnade" mit Sylvester Stallone (Refinanzierungsrate von 36 %), der Thriller "Paranoia - Riskantes Spiel" mit Harrison und Gary Oldman (39 %), "Parker" mit Jason Statham und Jennifer Lopez (49 %) und "Broken City" mit Mark Wahlberg und Russell Crowe (54 %).

    Nicht in der Liste vertreten ist übrigens der Disney-Flop "Lone Ranger". Der 215 Millionen Dollar teure Western mit Johnny Depp spielte weltweit "immerhin" 260 Millionen Dollar ein und die Forbes-Redakteure nahmen in ihre Liste nur Filme auf, deren Einnahmen unter dem Budget blieben. Finanziell war "Lone Ranger" für Disney natürlich trotzdem ein Minusgeschäft, denn auch hier umfasst das Budget nur die Produktionskosten und nicht die Werbeausgaben und auch bei den Einnahmen wanderte nur ein Teil in die Kassen des Mäusekonzerns.

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    Kommentare
    • herooftheday
      Das Thema ist sehr wohl spannend. Wir reden hier von realen Begebenheiten. Wenn du dich vor Geheimdiensten, welche dir ans Leder wollen und dich am liebsten wegen Verrat in den tiefsten Bunker stecken wollen, denn du dir je vorstelle kannst und du dich deswegen auf der Flucht befindest und dich u.a. monatelang in einer Botschaft verstecken musst.......also "unspannend" wäre dein Leben sicher nicht ;-) WO ich dir allerdings Recht geben, ist die Tatsache, dass der Film etwas übereilt und zur falschen Zeit erscheint. Technisch betrachtet aber, ist es Aufgabe der Produzenten und Drehbuchschreiber daraus eine spannende Darstellung zu machen. Und das ist wohl allem Anschein nach in die Hose gegangen. Das hat nichts damit zu tun, ob man das Thema als Kinofilm hätte umsetzen müssen als viel mehr das man es RICHTIG umsetzt. Und Denkmal für Assange..na ja...wenn man den Film gesehen hat, kommt einem das nicht wirklich so vor.. Assange hatte sich ja schon vom Projekt zurück gezogen, zum einem weil er nicht mehr Geld bekommen hatte als er sich gewünscht hatte zum anderen, weil er eben nicht nur als der strahlende Held gezeigt wird, sondern durchaus seine sehr exzentrischen Ticks und Parnoia zum Vorschein kommt (würde ich mich allerdings so bedroht fühlen....hätte ich sicher selbst genug "Ticks").
    • FilmFan 1.0
      Zugleich auch einer der überflüssigsten Filme des Jahres 2013! Cumberbatch als Julian Assange ist eine totale Fehlbesetzung. Medial wurde das Thema, Dank Edward Snowden, dieses Jahr total ausgeschlachtet. Fragt sich nur, wer könnte Snowden verkörpern . . .
    • Markus D.
      Paranoia, Shootout und Broken City waren auch wirklich langweilige Filme die sich nicht gelohnt haben und auch nicht annähernd Spaß gemacht haben. Wikileaks habe ich nicht gesehen (und habe ich auch nicht vor).Allerdings ist Parker schon eher eine Enttäuschung, ist es doch ein ziemlich guter Statham Film, der weit mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
    • Eugen Gense
      Shootout....Shootout.....war das der mit dem japaner aus der Fast&furios reihe? Dieser miese sich viel zu ernst nehmende kackfilm?
    • Stepp W.
      Definitiv besser als Potc 4 und schlecht fand ich Lone Ranger bei weitem nicht, aber das Budget war für einen solchen Film unangemessen und übertrieben.
    • Georg ?bele
      Gerade bei "Shootout" und "Broken City" finde ich es schade, dass die so schlecht ankamen, da es beileibe keine schlechten Filme sind und insbesondere "Shootout" Spass macht und mich bestens unterhalten hat.
    • Stepp W.
      Das der Film vielleicht einfach nur schlecht ist und die ganze Werbekampagne Mist war, ist wohl eher ausschlaggebend dafür, als das das Publikum vom Thema "übersättigt" war.Da ist einfach die Rechnung der Produzenten nicht aufgegangen:aktuelle Thematik schnell verfilmen mit bekannten Schauspielern und dann absahnen... Ich hab auch nicht verstanden, wieso das verfilmt werden musste. So, spannend und interessant ist das Thema als Film nun wirklich nicht und um Assange ein Denkmal zu setzen, hätte man eher 10 Jahre warten sollen.
    • niman7
      Der Film lief bei uns auch nur einige Tage. Das Thema ist einfach zu trocken.So einen Film kann man sich zuhause mal anschauen.Vielleicht verkauft er sich ja gut auf Blu Ray.
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