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    St.-Pauli-Ersatzkeeper Philipp Heerwagen für möglichen Film über Torwartlegende Bert Trautmann im Gespräch
    Von Tobias Breitwieser — 06.12.2013 um 15:14
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    Philipp Heerwagen vom Zweitligisten FC St. Pauli könnte demnächst eine zusätzliche Karriere als Schauspieler starten. Der britische Filmemacher Reg Traviss ("Screwed - Krieg im Knast") plant einen Film über die deutsche Torwartlegende Bert Trautmann, der in den 50er Jahren für den englischen Club Manchester City über 500 Spiele bestritt, und Heerwagen ist für die Hauptrolle im Gespräch.

    Für einen möglichen Film über das Leben von Torwartlegende Bert Trautmann ist Zweitligatorhüter Philipp Heerwagen vom FC St. Pauli für die Rolle des vor allem in England berühmten Goalkeepers im Gespräch. Heerwagens Schwester Bernadette Heerwagen hat bereits mit Reg Traviss ("Screwed - Krieg im Knast"), der den Film realisieren will, zusammengearbeitet und ihren Bruder, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit Trautmann nicht abzusprechen ist, für die Rolle ins Gespräch gebracht. Dieser konnte bereits erste Schauspielluft schnuppern, als er eine kleine Rolle als Flughafenangestellter in einem Film von Traviss übernahm. Noch ist jedoch nicht sicher, ob der Film tatsächlich produziert wird.


    Bert Trautmann war während des Zweiten Weltkriegs Wehrmachtssoldat und kam 1945 als Kriegsgefangener nach England. Nach seiner Freilassung 1948 blieb er in England und ließ sich in der Nähe von Liverpool nieder, wo er in der Landwirtschaft arbeitete, und begann beim drittklassigen Club St. Helens Town als Torhüter zu spielen. Mit überragenden Leistungen trug er zum Aufstieg des Clubs bei und zog die Aufmerksamkeit größerer Vereine auf sich. 1949 wechselte Trautmann zu Manchester City in die erste englische Liga. Begleitet von heftigen Fanprotesten gegen die Verpflichtung des deutschen Fallschirmjägers, zeigte er schon bald seine Klasse, was ihm schnell die Akzeptanz von Fans und Medien einbrachte. Schon bald zählte man ihn zu den besten Torhütern der Liga.

    In England bis heute unvergessen ist das FA-Cup-Finale gegen Birmingham City im Jahr 1956, als sich Trautmann in der zweiten Halbzeit bei einer Abwehraktion eine schwere Halsverletzung zuzog, jedoch bis zum Abpfiff (damals durfte noch nicht gewechselt werden) auf dem Platz blieb und mit mehreren Paraden seiner Mannschaft den Titel sicherte. Bei den Untersuchungen nach dem Spiel stellte sich heraus, dass sich Trautmann einen Halswirbel gebrochen hatte und nur durch Glück mit dem Leben davon kam. Im selben Jahr wurde er zu Englands Fußballer des Jahres gewählt. Er bestritt zwischen 1949 und 1964 545 Spiele für Manchester City. Trautmann starb am 19. Juli 2013 im Alter von 89 Jahren.

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