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    Neuer Trailer zum Ringer-Drama "Foxcatcher" mit Steve Carell, Channing Tatum und Mark Ruffalo
    Von Alrik Seidel — 15.10.2014 um 08:15
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    Bennet Millers Drama "Foxcatcher" lief am 10. Oktober 2014 auf dem New York Film Festival. Passend dazu gibt es jetzt einen neuen Trailer zum Oscaranwärter. In den Hauptrollen sind Steve Carell, Channing Tatum und Mark Ruffalo zu sehen.

    Der neue Trailer zu "Foxcatcher" von Bennett Miller ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball") lässt erahnen, dass uns ein Sportler-Drama von hoher Intensität erwartet. Viele bisherige Kritiken sind sehr positiv, der Film wird als heißer Oscarkandidat 2015 gehandelt. Erzählt wird die wahre Geschichte der Ringer-Brüder Mark Schultz (Channing Tatum) und Dave (Mark Ruffalo). Mark gewinnt 1984 die olympische Goldmedaille und ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Um danach zurück zu alter Form zu finden, schließt er sich dem exzentrischen Trainer John du Pont (Steve Carell) und dessen Team Foxcatcher an. So hofft Mark, dem großen Schatten seines älteren Bruders Dave, selbst olympischer Goldmedaillengewinner, zu entkommen. Als Dave ebenfalls zur Gruppe stößt, läuft alles aus dem Ruder…

    "Foxcatcher" ist eine erneute Zusammenarbeit von Bennett Miller und Dan Futterman. Schon bei dem Drama "Capote" mit dem verstorbenen Philip Seymour Hoffman führte Miller Regie, während Futterman das Drehbuch schrieb. Unterstützung holte sich Futterman dieses Mal bei E. Max Frye ("Band of Brothers"), der das Skript zu "Foxcatcher" mitverfasste.

    Neben den bereits genannten Herren Carell, Tatum und Ruffalo sind noch Sienna Miller ("G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra"), Vanessa Redgrave ("Wiedersehen in Howards End") und Anthony Michael Hall ("The Dark Knight") zu sehen. Deutscher Kinostart von "Foxcatcher" ist der 29. Januar 2015.
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    Kommentare
    • DerPjoern
      Du investierst ja ne Menge Zeit um deinen Standpunkt darzulegen. Dann will ich mal als abschließenden Kommentar sagen, dass dein Beitrag zu Beginn deutlich weniger reflektiert und nachvollziehbar wirkte, als jetzt. Hoffe du wirst bei deinen Befürchtungen bzgl. des Films enttäuscht.
    • AbnerRavenwood
      Deine Einschätzung ist nicht ganz richtig. Ich kritisiere nicht nur die Oscars, sondern auch Filme, die sich bei der Jury anbiedern, damit oft Erfolg haben uns sich dann mit dem Prädikat "oscarnominiert" oder "mit dem Oscar ausgezeichnet" schmücken. Ich kritisiere die immer gleichen und durchschaubaren Mechanismen, die bei der Academy, aber auch bei den Filmemachern greifen. Wenn das bei diesem Film ganz anders ist, nehme ich alles wieder zurück, aber Wahrscheinlichkeit und eine auf Beobachtungen basierende realistische Einschätzung lassen mich nicht daran glauben. Wenn du aus meinem Kommentar schließt, man dürfe in Hollywood in bestimmten Genre keine Filme mehr drehen, dann hast du meine "Logik" nicht verstanden. Was haben Beispiele von negativen oder durchschnittlichen Filmen mit dem Genre an sich zutun? Ich kann auch ein Biopic, Historienfilm oder Drama drehen, ohne mit beiden Augen auf Preise zu schielen. Wenn Filmemacher Klischees und erprobte Dramaturgien benutzen, und damit bei einer Jury auf Resonanz treffen, die erprobte Muster bei ihrer Auswahl anwendet, dann finde ich das einfach ermüdend. Es zeugt nicht gerade von einem kreativen und innovativem Umfeld, sondern eher von einer Fließband-Industrie. Und es ist nichts anderes als eine Industrie. Filme und Oscars befruchten sich gegenseitig; eine Dynamik, bei der die Kunst auf der Strecke bleibt. Es gibt etliche Filme, die von Genie zeugen, die sich bei niemandem anbiedern, eine klare, selbstbewusste, visionäre Handschrift besitzen, die als Klassiker gelten, und von der Academy ignoriert wurden. Warum? Weil sie konservativ ist, weil sie sich nichts traut, weil sie Filme mag, die sie sofort und ohne große Anstrengung als "gut" erkennt. Und es gibt etliche Filme, die nette Durchschnittsware sind, aber mit Oscars überhäuft wurden. Man kann natürlich seinen Spaß an ihnen haben (ich propagiere kein elitäres Avantgarde-Kino), aber man kann eben auch eine kritische Haltung zur generellen Einstellung bestimmter Regisseure und Preisjurys haben.
    • DerPjoern
      Dein Statement hat also nur den Zweck gehabt die Oscars zu kritisieren, unabhängig davon ob der Trailer/Artikel/Film irgendetwas damit zu tun hat. Meiner Meinung nach ein typischer Fall von "im falschen Forum gelandet." Auch wenn du mit Tendenzen vielleicht Recht hast, ist der Bezug zu dem Film unsinnig, weil du ihn nicht kennst. Ich kenne ihn auch nicht, aber Fast-Food-Kino ist sicherlich etwas ganz anderes. Nach deiner Logik nach zu urteilen, dürfte man in Hollywood nichts Historisches, keine Biografien, keine Filme mit genre-unüblichen Schauspielern, keine Sportdramen (Liste beliebig fortsetzbar) drehen ohne sich dem Vorwurf auszusetzen dies nur für die Academy zu tun, unabhängig von der Qualität des Films.
    • AbnerRavenwood
      1) Das weiß ich, deshalb habe ich auch geschrieben, dass sie „garantiert kommt“, im Sinne von: ich bin sicher, dass sie kommt. 2) Das nennt man „Sarkasmus“. Und zumindest die US-Kritiken werden das schreiben, um ein Moment für Carrell zu kreieren. 3) Ich beziehe mich dabei auf gekünstelt-melodramatische Darstellungen aus einem Standardrepertoire. Ja, ich habe diesen Film noch nicht gesehen, es gibt andererseits aber genügend Beispiele, dass so etwas bei den Oscars immer zieht. Weinen, Schreien und irre in die Gegend gucken gehören beispielsweise dazu. Bei Frauen reichen gerne auch schon Nacktszenen. Wofür man sonst ausgezeichnet werden soll? Vielleicht mal zur Abwechslung für eine zurückhaltende und subtile Leistung, die zwar nicht nach Auszeichnungen schreit, dafür aber der Rollegerecht wird. Die Academy scheint dagegen Leistungen quantifizieren zu wollen. Wahrscheinlich berechnet in Zukunft eine Software, was nominiert wird und was nicht (= Sarkasmus).4) Brad Pitt, Moneyball; Joe Pesci, Raging Bull; Christian Bale, The Fighter; Clint Eastwood, Million Dollar Baby; Burt Young, Rocky. Nicht alle wurden ausgezeichnet, aber ich sprach ja von Nominierungen. 5) Damit meine ich generell die Wandlung von Mimen, die zuvor eher für seichte Unterhaltung (wozu die Academy in der Regel auch Komödien zählt) bekannt waren und dann auffallend oft die gleichen Mittel benutzen, um ENDLICH für einen Oscarnominiert zu werden bzw. endlich einen zu bekommen. Zu diesen Mitteln gehören: zunehmen, abmagern, einen an irgendeiner Krankheit leidenden Charakter spielen, ein Biopic drehen, einen Homo-, Bi- bzw. Transsexuellen spielen, oder sich ebenetwas ins Gesicht pappen. Beispiele: Matthew McConaughey, Nicole Kidman, Charlize Theron, Christian Bale. Dabei will ich gar nicht sagen, dass einzelne Leistungen schlecht oder nicht preiswürdig waren, sondern dass dieselben Mechanismen immerwieder greifen und die Academy entweder konditioniert oder einfach nur stinkfaul in ihrer Auswahl oder beides ist.6) Es sind nicht die Kritiken, die ich nicht ernst nehme, sondern die Oscars. Einen Film muss man erst sehen, schon klar. Aber wer ist denn wirklich so naiv und glaubt, dass hier ein Meisterwerk entsteht. Es ist ein amerikanischer Sportfilm vom „Moneyball“-Regisseur. Die Moral ist vorprogrammiert. Die Dramatik ist vorprogrammiert. Die Kampagne, die Steve Carrell in den Mittelpunkt stellt, zielt auf die Oscars ab. Mag sein, dass der Film für sich genommen funktioniert, aber er ist eben Fastfood-Kino, nach bewehrten Mitteln fabriziert und mundgerecht serviert für die Preisverleihungsindustrie.
    • DerPjoern
      Du scheinst ziemlich viel nicht verstanden zu haben. 1) Die Oscar-Nominierungen stehen noch aus. 2) Wenn die Kritiken schreiben, dass die Darstellung oscarwürdig ist, dann nicht weil "er irgendwas im Gesicht kleben hat." 3) Gestik, Mimik und Prosodie sind natürlich Teilaspekte der schauspielerischen Leistung. Wofür soll er den sonst ausgezeichnet werden? Für schicke Kleidung oder nettes Aussehen? 4) Wieso ist die Darstellung eines (Sport)managers eine typische Oscarrolle. Wann hat denn bitte das letzte Mal jemand den Oscar für so eine Rolle bekommen. 5) Seit wann steht "die Wandlung eines Komikers" bei Oscarnominierungen besonders hoch im Kurs. Das Gegenteil ist eher der Fall. Frag mal Jim Carrey! 6) Man muss den Film erst gesehen haben, um von Kritiken zu schließen, dass man diese nicht ernst nehmen kann.
    • Barbaros
      Was meinst du denn jetzt damit?Hast du den Film überhaupt gesehen?
    • AbnerRavenwood
      Wie kann man die Oscars eigentlich ernstnehmen, wenn es für einen Schauspieler reicht, sich was ins Gesicht zu kleben und melodramatisch zu gucken/sprechen/gestikulieren, um nominiert zu werden? Und die Nominierung als Bester Nebendarsteller kommt garantiert. Ist ja die Manager-Rolle in einem Sportfilm. Und die "Wandlung" eines Komikers.
    • ShAd_1337
      wann kommt die kritik?
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