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    Studie: Frauen haben in Hollywood-Filmen wenig zu melden

    Eine Studie hat sich mit den Rollen von Frauen in Hollywoodfilmen 2014 beschäftigt. Weibliche Parts stehen demnach im Vergleich zu männlichen Rollen deutlich seltener im Zentrum, Frauen spielen häufig Mütter oder Freundinnen.

    Universal Pictures International

    Das "schöne Geschlecht" hat es trotz Vertreterinnen wie Angelina JolieJennifer Lawrence und Scarlett Johansson im Film noch immer schwer, so eine Studie des "Center for the Study of Women in Television and Film" in San Diego (via Variety). Die Wissenschaftler haben die Rollen von Frauen in den Film-Blockbustern von 2014 genauer unter die Lupe genommen. Demnach sind gerade einmal 12 Prozent der Protagonisten weiblich, der Wert hat sich in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert. Und sehr häufig werden Frauen in Hollywood-Filmen durch ihre Funktion definiert, etwa als Freundin, Mutter oder Ehefrau.

    Doch nicht nur in Bezug auf Hauptrollen sind die Studienergebnisse von Interesse. Zentrale Nebenrollen werden nur zu 29 Prozent von Frauen gemimt, lediglich 30 Prozent der Sprechrollen von Darstellerinnen.

    Die Ergebnisse werden auch mit Befunden zu Männerrollen verglichen: 85 Prozent der Männer haben im Film einen identifizierbaren Job, 75 Prozent der Frauen. 59 Prozent der Männer werden im Arbeitsleben gezeigt, 41 Prozent der Frauen. Dies passt mit einem weiteren interessanten Ergebnis zusammen: So sind Frauen im Film deutlich jünger als Männer, die Damen sind größtenteils in ihren 20ern und 30ern und nur zu gerade einmal 30 Prozent über 40 Jahre alt, während dieser Anteil bei Männern bei 53 Prozent liegt.

    Je älter Menschen werden, desto mehr wächst ihr Einfluss in persönlichen und professionellen Bereichen. "Wenn wir Frauen in Filmen jung halten, halten wir sie machtlos", zitiert Variety die Autorin der Studie, Dr. Martha Lauzen. Für diese These finden sich zahlreiche Beispiele: Frauen werden in Hollywood auf ihr Aussehen reduziert (siehe Megan Fox in "Transformers"), während beruflich erfolgreiche Frauen unsympathisch oder karikativ präsentiert werden, z. B. Jennifer Aniston in "Kill the Boss".

    In einer anderen Untersuchung hatten Forscher der Universität von San Diego festgestellt, dass Frauen auch hinter der Kamera deutlich in der Minderheit sind. Die neue Studie legt nun einen Zusammenhang nahe: Bei Filmen mit einer Regisseurin oder Drehbuchautorin haben Frauen in 37 Prozent der Fälle Sprechrollen – stammen die Filme von Männern, beträgt der Wert bloß 28 Prozent.

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