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    Der Kriegsfilm-Check: Welche Filme sind für und welche gegen den Krieg
    Von Woon-Mo Sung — 25.02.2015 um 16:40
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    Während Clint Eastwoods Haltung gegenüber dem Krieg in „American Sniper“ angenehm ambivalent bleibt, gibt es natürlich etliche andere Beispiele, bei denen es viel deutlicher ist, ob sie für oder gegen den Krieg sind. Wir machen den Check!

    Studio Canal
    "Die durch die Hölle gehen"
    Regie: Michael Cimino


    Darum geht's: Die Freunde Michael (Robert de Niro), Steven (John Savage) und Nick (Christopher Walken) ziehen unter dem patriotischen Motto „Serving God And Country Proudly“ in den Vietnamkrieg, wo sie die Grausamkeiten des Konfliktes am eigenen Leib erfahren müssen. So werden sie in einem Gefangenenlager etwa zum russischen Roulette gezwungen…

    Pro oder Anti: Michael Cimino lässt sich extrem viel Zeit für die Einführung seiner drei Hauptfiguren und ihrer Lebensumstände in der Heimat, weshalb ihre Schicksale im Krieg dem Zuschauer besonders nahe gehen. Die Darstellung von Kriegshandlungen selbst nimmt von der dreistündigen Laufzeit hingegen nur einen vergleichsweise kleinen Teil in Anspruch, stattdessen wirken die erlebten Gräuel vor allem in der Psyche und dem Handeln der Figuren in ihrem bürgerlichen Heimkehrerleben nach. Selbst das eigene Zuhause verliert so seine Unschuld und der zuvor stolz gepflegte Patriotismus wird als tragischer Fehlglauben entlarvt. (Hier geht's zur Kritik)

    Ergebnis: Anti!




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    Kommentare
    • sky_erosion
      Wenn man andere Themenkomplexe angreift, und da fallen deine beiden Beispiele, dann bedarf es nicht unbedingt eine gleichberechtigte Darstellung des Leidens. Beide Filme zeigen z.B. eher, dass das Sterben auf amerikanischer Seite keinem deinlichen Zweck dient, der jeden Tod zu einer Heldenfeier zelebriert (in welcher abstrakten Form auch immer, siehe halt Saving Private Ryan). Defoes Szene ist sogar die Antithese dazu, hier wird der Tod in seiner totslen Sinnlosigkeit stilisiert.Bei Ryan zeigt sich eine Darstellung des notwedigen Todes, da ein Gewinner bei der Aktion herauskommen muss, sei es die Mission, die Brücke oder der Krieg an sich. Das ist kein Statement gegen den Krieg, das ist nur eine Darstellung der Notwendigkeit des amerikanischen Sieges im zweiten Weltkrieg, und wenn der Gedanke richtig ist (die Notwendigkeit vorhanden), finde ich es trotzdem fragwürdig, dass mit einer überlegenden Kriegsdarstellung zu zelebrieren.
    • Fain5
      Also was ich an ihn so liebe ist, dass er die Leute dazu aufruft einfach mal ihr Hirn zu benutzen. Er hat zugegeben ne sehr zynische Weltanschauung aber man hat immer das Gefühl, dass er weiss wovon er spricht. Empfehlen kann ich auf jeden Fall "Saving the Planet" und "Religion"
    • Monty
      LOL....stimmt natürlich.Rambo und I.D betreffend
    • Venom
      Ich geb dir in allen Punkten recht. Liegt auch weniger an Stallone was ich kritisiere, sondern an der eindimensionalen Zeichnung der Gegenspieler. Den Bogen fand ich damals natürlich auch mega, überhaupt Rambo. Aber da war ich auch noch fast ein Kind und hab das wenig reflektiert. Da war man einfach froh wenn man die Rambo Teile mal gesehen hatte und fand natürlich jede Form von Action geil. Ich mein, ich kam aus Independence Day und war voll geflasht. Da kann ich heute auch nur noch den Kopf drüber schütteln. :)
    • Venom
      Kannte nur ihn noch nicht. Scheint aber genau mein Geschmack zu sein. Werd mir nachher mal noch n bissl was von ihm reinziehen.
    • Jimmy V.
      Hm. Nee. Die Filme sind mir eben auch zu sehr Anti. Die Figuren sind da zwar so motiviert. Aber ich - wie soll ich sagen? Mir schwebt eher ein Achilles vor. Und jetzt mal alle kurz an Brad Pitt in "Troja" denken, ohne zu viel an den Film selbst zu denken! :D
    • Fain5
      JA aber bis auf ein paar Szenen haben andere Meisterwerke wie Full MEtal Jacket oder Platoon auch nichts über das Leiden der andere gezeigt. Also sind diese genauso parteiisch.
    • Fain5
      Kein Ding. Du kanntest ihn noch nicht oder dieses Programm? Es lohnt sich nämlich mehr von ihm zu sehen ;)
    • Monty
      Im Umkehrschluss ist was positives bei rausgekommen, hast recht :)
    • Monty
      Ich lese ja nicht jeden Artikel/ Special ;)
    • Monty
      Grade der Zusammenbruch war die stärkste Szene im Film. Wer heute Soldaten als Helden oder Mörder bezeichnet sollte sich diese Szene angucken. Das sind auch nur arme Schweine (wir müssen jetzt nicht über die Motivation diskutieren warum man Soldat wird). Auf diese Schrecken kann man sich nicht vorbereiten, egal wie gut die Ausbildung ist. Mein Großvater, R.I.P, hat auch nie über den Krieg sprechen können. Ich hab nie einen Mörder in ihm gesehen!Es ist immer einfacher (nicht auf dich bezogen, sondern generell) sich vom Sofa aus ein Urteil zu erlauben.Zu den Fortsetzungen: Ich finde Stallone hat das gut rüber gebracht und der Figur etwas melanchonisches verliehen. Er war sich seiner Fähigkeiten und der Schrecken des Krieges bewusst. Er war nicht dieser draufgängerischer, heroischer Soldat. Eher empfand ich ihn als innerlich gebrochenen Mann, der nur noch funktioniert hat. Genau das soll ein Soldat.Der Bogen war schon geil, fand ich :D
    • sky_erosion
      Taschenspielertrick, um es mal böse zu formulieren. Eine Szene exemplarisch zu zeigen, macht für mich keine ambivalente Darstellung. Ehrlich gesagt finde ich das sogar erbärmlich, wenn man sich durch sowas noch versucht raus zu retten. Fury hat ein ähnliches Beispiel. Wenn es Spielberg darum ging, mit seinem Film der Frage nach dem relativen Wert eines menschlichen Lebens und der Schuld solcher, die durch die Aufopferung anderer profitieren (bezogen auf eine Kriegssituation), hat er für mein Empfinden nicht den richtigen Ton getroffen, weil seine Darstellung zu einseitig ist. Die Brutalität und Unmenschlichkeit des Krieges nahezubringen, ja, das hat er gut gemacht in der Anfangsszene, sobald aber Helden auftreten, verkommt es zu einem reinem Kriegsactioner, in dem es darum geht noch so viele Gegner wie möglich zu töten, bevor man selber abkratzt, und so kam mir das Ende vor.
    • Venom
      Super Beispiel!
    • Venom
      Kannte ich noch gar nicht. Richtig gut. Vielen Dank dafür!
    • Fain5
      Starship Troopers.
    • Jimmy V.
      Das ist auf jeden Fall so ein Wunsch. "Defiance" ist auch nicht das, was ich meine. Das ist auch nur Widerstand und bla. Ich will Soldaten sehen, die es geil finden in den Krieg zu ziehen und hoffen durch Kampf intensive Erfahrungen und Ehre zu gewinnen - im positiven Sinne. Das würde wahrscheinlich auch viel mehr zum Nachdenken anregen als der moralische Zeigefinger.
    • Fain5
      Ach billiges Imitat. Der hier ist und bleibt der König https://www.youtube.com/watch?...
    • Fain5
      Hm da fällt mir spontan Defiance ein, da werden die Leute ja auch in diesen Krieg geworfen und es gibt die, die einfach nur überleben wollen und die, die auf Teufel komm raus die Nazis töten wollen. Ansonsten ist das schon ein sehr spezieller Wunsch^^
    • Jimmy V.
      Was ich meine, ist vielleicht eher ein Historienfilm, weil das besser in eine andere Epoche passt. Was ich mir wünsche, ist ein Film, wo wir einmal davon wegkommen die handelnden Figuren entweder als tumbe, patriotische Kampfmaschinen (pro), oder aber als gebeutelte, posttraumatisch gestörte, ausgegrenzte Leidende (anti) zu sehen. Ich will viel mehr einen Film sehen, der in keiner dieser beiden Richtungen moralisierend ist, sondern sich mehr mit Aggression, dem Verlangen nach Kämpfen, "seine Bestie rauslassen", den Adrenalinkick, Ehre gewinnen usw. usf. beschäftigt. Eine ganz andere Denkweise also.Die Figuren können diesen Krieg ja befürworten. Oder auch nicht. Es soll nur weder gesülzt werden: "Oh, wir müssen tun, was ein Mann tun muss!" oder "Der Krieg ist so schrecklich!" - sondern mehr im Sinne was: "Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt!"Völlig egal, ob das realistisch ist oder nicht: Es wäre mal was anderes!
    • Fain5
      Dich überkommt erst jetzt das Gefühl? Nach gefühlten 1000 Specials zu 50 Shades of Scheissdreck kommt jetzt, nachdem die Kritik von American Sniper so hohe Wellen geschlagen und für reichlicht Klicks gesorgt hat, so ein lieblos dahingeschludertes Special. Surprise surprise :D
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