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"Wayward Pines": Das halten wir von M. Night Shyamalans Pilot-Episode
Von Carsten Baumgardt — 28.04.2015 um 12:10
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FILMSTARTS macht den Serien-Check: Wie gut ist die im Vorfeld hoch gehandelte und von Kinostar M. Night Shyamalan mitproduzierte Mystery-Serie „Wayward Pines“?


Wayward Pines“: Das halten wir von M. Night Shyamalans Pilot-Episode


Es kam unerwartet, war brutal und der Schock saß dementsprechend tief: David Lynch kündigte im April 2015 an, an der Weiterführung seiner Kultserie „Twin Peaks“ nach kreativen Differenzen nicht mehr mitwirken zu wollen. Für alle, die jetzt gar keine Lust mehr auf die späte Fortsetzung der Mystery-Serie haben, hat Chad Hodge die Antwort. Seine zehnteilige TV-Verfilmung der „Wayward Pines“-Roman-Trilogie von Blake Crouch lehnt sich stilistisch deutlich an „Twin Peaks“ an – gemischt mit einer Brise „Die Truman Show“. Wir haben die von M. Night Shyamalan in Szene gesetzte Pilot-Folge schon gesehen… und freuen uns auf weitere.

Die Welt in dem idyllischen Kaff Wayward Pines, Idaho wirkt seltsam fremd. Als der Secret-Service-Agent Ethan Burke (Matt Dillon) nach einem Autounfall verletzt und verwirrt im örtlichen Krankenhaus aufwacht, versteht er nicht, was um ihn herum geschieht: Die Ärzte halten ihn unter Verschluss, besonders Schwester Pam (Melissa Leo) scheint mehr daran gelegen, ihn zu drangsalieren als ihm zu helfen. Seine Bemühungen, mit seiner Familie oder seinem Arbeitgeber in Seattle zu kommunizieren, schlagen kurioserweise fehl. Burke war in Wayward Pines mit einem Partner auf der Suche nach seiner verschwundenen Kollegin Kate Hewson (Carla Gugino), mit der er auch eine Affäre hatte.

Während sich sämtliche Bewohner von Wayward Pines rätselhaft desinteressiert zeigen und ihn als verrückt abtun, beweist ihm nur die Barfrau Beverly (Juliette Lewis), dass er trotz einer Gehirnerschütterung noch klar denken kann. In einem Klima wie in einer Sektengemeinde versucht Burke sich freizuschwimmen. Auch der relaxte Sheriff Arnold Pope (Terrence Howard) ist keine große Hilfe. Als Burke seinen vermissten Kollegen grausam zugerichtet auffindet, wendet sich das Blatt. Wenig später entdeckt er tatsächlich seine gesuchte Partnerin Hewson – allerdings um mehr als zehn Jahre gealtert und voll in das Leben von Wayward Pines integriert…

Sky
Charlie Tarhan und Shannyn Sossamon in "Wayward Pines"

Die erste Folge der Mystery-Serie inszenierte mit M. Night Shyamalan ein echter Kinostar: Der „The Sixth Sense“-Regisseur ist auch ausführender Produzent von „The Wayward Pines“. Die Besetzung mit Leinwand-Schauspielern wie Matt Dillon, Carla Gugino, Toby Jones, Shannyn Sossamon, Juliette Lewis, Melissa Leo und Terrence Howard ist erstklassig. Der Auftakt erfüllt die geweckten Erwartungen als originelle Mischung aus „Twin Peaks“, „Die Truman Show“ und „Eureka“. Der Zuschauer ist zunächst genauso orientierungslos wie der Hauptcharakter Ethan Burke. Bereits am Ende der ersten Episode serviert Wendungsspezialist Shyamalan dabei eine kuriose Erkenntnis, die dem Publikum etwas zu Nachdenken gibt und das Terrain klar absteckt – für die genauen Hintergründe bleiben derweil noch neun weitere Folgen. Der Ton ist ernsthaft, aber um einen flapsigen Spruch ist das Personal dennoch nie verlegen. Primär geht es zunächst darum, sich Orientierung zu verschaffen. Das Spannungsfeld, das Shyamalan hier etabliert, macht jedenfalls Appetit auf mehr.

Fazit: Regisseur M. Night Shyamalan hat mit der ersten Episode der Mystery-Serie „The Wayward Pines“ erfolgreich den Köder ausgelegt. Ob Chad Hodges Bestseller-TV-Verfilmung nach dem starken Piloten auch eine großartige Serie wird, muss sich aber noch zeigen.

„Wayward Pines“ ist ab dem 14. Mai 2015 (jeweils ab 21.00 Uhr) auf dem Sky-Sender Fox zu sehen.



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Kommentare
  • Jimmy V.
    Ich hab's nur überflogen. Pilotfilme werden immer als Richtmaß herangenommen, auch für die Produzenten. Doch seien wir mal ehrlich: Wirklich was daraus ableiten für die restliche Qualität kann man daraus nicht!
  • Ronald Schubert
    Ich bin nun am Ende der ersten Staffel und ziemlich enttäuscht. Die Spannung wird künstlich hochgehalten, aber nicht etwa durch ein gutes Drehbuch oder gar ein gutes Schauspiel durch Matt Dillon, sondern nur durch eine Art Monster, die als Bedrohung für die Stadt verkauft werden. Es erinnert mit einer radikalen Jugend, denen man einredet, "Auserwählte" einer neuen Zeit zu sein. Wirklich gute Spannung, wie sie durch gelungene Drehbücher gemacht wird, will da einfach nicht aufkommen!
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