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"The Revenant": Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio kommentiert schwierige Drehbedingungen
Von Tim-Philipp Hödl — 20.10.2015 um 12:10
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Alejandro González Iñárritu verfolgt mit „The Revenant“ große Ambitionen, die im Laufe der Produktion einige Schwierigkeiten mit sich brachten. Nun äußert sich Leonardo DiCaprio zu den Drehbedingungen: Er glaubt, dass der Film die Mühe wert war.

Twentieth Century Fox France
Die Dreharbeiten zu „The Revenant“ verliefen so unkonventionell wie ambitioniert. Alejandro González Iñárritu verzichtete etwa auf künstliches Licht und bestand darauf, die Szenen in chronologischer Reihenfolge abzufilmen. Ende Juli 2015 berichteten wir über die Probleme, die sich aus den Vorgaben des „Birdman“-Regisseurs ergaben. So verließen mehrere Mitarbeiter das Projekt, das zudem das ursprünglich angesetzte Budget sprengt. Und auch die Drehorte - unter anderem im winterlichen Kanada - dürften den Beteiligten einiges abverlangt haben.

Im Interview mit Yahoo! Movies verriet Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio jedoch, dass er gewusst habe, worauf er sich einlässt. Der Film habe schon für einige Zeit im Raum gestanden, doch niemand sei verrückt genug gewesen, sich der Sache anzunehmen. Grund dafür soll der logistische Aufwand sowie die große Arbeit gewesen sein, die nötig waren, um das Ziel, das sich Iñárritu und Kameramann Emmanuel Lubezki gesteckt haben, zu erreichen. DiCaprio könne 30 oder 40 Szenen benennen, die zu den schwierigsten seiner Karriere zählen: „Ob ich nun durch eiskalte Flüsse watete, in Tierkadavern schlief oder was ich am Set gegessen habe [rohe Bisonleber].“

Im weiteren Verlauf sprach Yahoo! Movies auch explizit Berichte über die großen Probleme während der Dreharbeiten an und wollte wissen, ob DiCaprio jemals das Gefühl gehabt habe, die Produktion laufe aus dem Ruder. Aber der Schauspieler zeigte sich von Ansprüchen des Filmemachers Iñárritu überzeugt: „Du musst es so sehen, was wir machen wollten, war so unheimlich ambitioniert und [Iñárritu] ist aufmerksam und weiß ganz genau, was er auf die Leinwand bringen möchte, und er wird nicht weniger als genau das akzeptierten.“ Er fügte aber auch an, dass er nicht darin eingeweiht worden sei, wie genau verfahren wurde, falls es Unstimmigkeiten mit Mitarbeitern gab. Doch die meisten Menschen haben seiner Ansicht nach enorme Arbeit verrichtet, die man würdigen solle: „Denn jeder, den ich gesehen habe, hat sein Herz und seine Seele für diese Vision gegeben.“

All diese Mühen dürften DiCaprio zufolge zudem nicht verschwendet gewesen sein, denn er lobt „The Revenant“ schon jetzt in den höchsten Tönen: „Es wird eine der einzigartigsten Kinoerfahrungen, die Zuschauer in der heutigen Zeit machen werden.“

The Revenant – Der Rückkehrer“ startet hierzulande am 14. Januar 2016. Im Mittelpunkt des Western-Thrillers steht Abenteurer und Forscher Hugh Glass (Leonardo DiCaprio), der nach einer Bärenattacke von seinen Begleitern und seinem Vertrauten John Fitzgerald (Tom Hardy) zum Sterben zurückgelassen wird. Als er wider Erwarten überlebt, sinnt er auf Rache.




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Kommentare
  • FAm Dusk Till Dawn
    „Es wird eine der einzigartigsten Kinoerfahrungen, die Zuschauer in der heutigen Zeit machen werden.“Zweifelsohne!
  • HarveyWhite
    Letzt nochmal alle Filme von Inarritu angesehen - der Kerl hat es zweifelsohne drauf. Der Trailer sieht genial aus und DiCaprio am Board... einfach herrlich. Ich freu mich riesig.
  • Deathworld
    Wird sicher ein harter brutaler Film. Freue mich sehr darauf (besonders auf Hardy)
  • niman7
    Ich habe den Text mehrmals durchgelesen, aber hat er jetzt wirklich in einem Tierkadaver geschlafen und rohe Leber gegessen? Ich dachte er ist Vegetarier :D
  • Jannek
    Marketing! Wär doch auch schön doof, wenn er vor der Premiere sagen würde "Das wird eine der beliebigsten und austauschbarsten Kinoferahrungen, die Zuschauer in der heutigen Zeit machen werden." ;-)
  • FAm Dusk Till Dawn
    Iñárritu braucht kein Marketing ;-) Alles andere hat LucaBrasi schön auf den Punkt gebracht.
  • Jimmy V.
    Ich freue mich auch auf den Film, doch "Biutiful" finde ich immer noch hart überbewertet. "Birdman" war dann wieder besser. Hoffe, das Teil hier rockt. Ich erwarte mir einen düsteren Western.
  • Edward;
    Bei "Biutiful" ging es mir auch so. Der Film ist religiös verkitscht. Die Filme von Inarritu sind dennoch erstaunlich. Nach dem leichtfüßigen und brillianten Birdman bin ich gespannt wie es weitergeht.
  • Edward;
    Ist ja wie im Dschungelcamp^^ Ich kann mir auch nicht so richtig vorstellen, dass DiCap das wirklich machen musste. Da hätte man doch auch tricksen können? Andererseits scheint Inarritu unter Realismuswahn gelitten zu haben.
  • HarveyWhite
    Nach Birdman ist Babel mein persönliche Favorit. Obwohl Amores Perros auch schon super war, auch wenn Inarritu immer etwas ''zu viel von Allen'' reinpackt.
  • niman7
    Ich glaubs auch nicht. Dafür sehen seine Filme eben brillant aus :D
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