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Remake des Sci-Fi-Klassikers "Flucht ins 23. Jahrhundert" soll wie "Die Tribute von Panem" werden
Von Annemarie Havran — 19.11.2015 um 10:31
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Drehbuchautor und Produzent Simon Kinberg und Warner sehen in der Neuauflage des Sci-Fi-Klassikers „Logan’s Run“ a.k.a. „Flucht ins 23. Jahrhundert“ das Potenzial, ein Franchise im Stile von „Die Tribute von Panem“ zu schaffen.

Remakes sind in Hollywood beliebt wie eh und je, doch mit der Neuauflage von Michael Andersons Sci-Fi-Abenteuer „Flucht ins 23. Jahrhundert“, der im Original „Logan’s Run“ heißt, tut man sich schwer. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Projekt auf den Weg zu bringen, ist nun mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“-Produzent Simon Kinberg ein neuer Mann am Steuer. Er übernimmt die Aufgaben des Drehbuchautors und Produzenten und hat auch schon ganz konkrete Vorstellungen, in welche Richtung er das Remake führen will: in die sehr erfolgreiche von „Die Tribute von Panem“.

In einem Interview mit Collider sprach Kinberg darüber, dass das Projekt bei Warner inzwischen höchste Priorität genieße und man derzeit nach einem Regisseur suche. Das Studio habe in dem Stoff gigantisches Potenzial in der Größenordnung von „Die Tribute von Panem“ entdeckt. „Das wird vielleicht Warners ‚Hunger Games‘, ein Franchise über jüngere Leute für ein jüngeres Publikum mit einer großen Idee dahinter“, erläutert Kinberg. „‚Logan’s Run‘ ist der Großvater von ‚Maze Runner‘ und ‚Hunger Games‘ und vielen von diesen Filmen und Büchern. Also ja, sie sehen es als ein potenziell sehr großes Franchise.“

Sowohl den dystopischen Gedanken als auch eine Romanvorlage hat dieser „Großvater“ tatsächlich mit Franchises wie „Die Tribute von Panem“ und „Maze Runner“ gemein. „Flucht ins 23. Jahrhundert“ von Michael Anderson („Die Mars-Chroniken“) basiert auf dem Roman „Logan’s Run“ von William F. Nolan und George Clayton Johnson. Darin leben die Menschen im 23. Jahrhundert in Städten unter der Erde und erhalten sich den Wohlstand ihrer Gesellschaft, indem sie die Existenz eines Menschen auf 30 Jahre begrenzen. In einer feierlichen Zeremonie werden die Bewohner, die ihren 30. Geburtstag erreicht haben, „erneuert“ – sie werden getötet. Nur wenige hinterfragen das System und werden dafür gejagt. Logan 5 wird vom Jäger zum Gejagten, als auch er Fragen zu stellen beginnt. Er will an der Erdoberfläche nach natürlich gealterten Menschen suchen.

In dem Remake wolle man viele Elemente des Originals beibehalten, aber auch eine „Neuinterpretation“ wagen, so Kinberg. Bevor man an mögliche Fortsetzungen denke, stünde auch erst einmal dieser eine Film im Vordergrund, den man so gut wie möglich machen wolle. Sequels habe man im Hinterkopf, aber der Fokus sei klar, so Kinberg: „Wir konzentrieren uns darauf, einen großartigen Film zu machen, den die Zuschauer lieben werden. Und wenn sie ihn lieben, wollen wir vorbereitet sein, vielleicht weitere Filme zu machen und die Geschichte der Figuren fortzuführen.“

Zu einem früheren Zeitpunkt waren u. a. Nicolas Winding Refn als Regisseur und Ryan Gosling als Hauptdarsteller für das Projekt im Gespräch. Wenn Warner nun stattdessen an Land zieht, bleibt abzuwarten.




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Kommentare
  • Modell-101
    Habe den Film noch gar nicht gesehen. Plot klingt hanebüchen, aber mal was anderes.
  • Cinergie
    Naja, das haben solche futuristischen Geschichten manchmal an sich, es geht ja oft auch um gesellschaftskritische Elemente und teilweise wirkt es dann etwas konstruiert.Trotzdem, klingt spannend, ich kenne das Original auch nicht, muss ich mal nachholen!
  • Mr Heisenberg
    Und damit ist das Remake uninteressant. Auf Tennie Schmotzette hab ich keine Lust, davon gabs eh schon viel zu viel ueber die letzten Jahre.
  • Cinergie
    Ok, danke für die Infos! Es gibt zeitlose Klassiker, das scheint einer zu sein. Ein Remake ist sicher keine verkehrte Sache aber wie Du richtig schreibst, dann bitte keine Jugendfilm-Adaption!
  • siggibaby
    Dieser Film ist für mich einer der zeitlosen Klassiker, der allerdings nicht so gut gealtert ist. Enteckt habe ich sie im Fernsehen, wie all die anderen Klassiker wie: The Fog, Carrie, The Flash, Das Schwarze Loch, Die Zeitmaschine oder Logan´s Run. Sentimental kitschig aber gut. Die neuzeitlichen Remakes von Carrie, The Fog und Zeitmaschine überzeugten dagegen überhaupt nicht. Daher hege ich wenig Hoffnung, dass es mit Logan´s Run diesmal besser wird. Wenn wir ehrlich sind, sind alle bisherigen Remakes für die Tonne. Der einzige Remake, der ein riesen Erfolg beim Kinopublikum hatte, war Jurassic World, der allerdings eine 1 zu 1 Kopie von Jurassic Park war. Die Zuschauer haben es aber nicht bemerkt. So leicht lassen sich die Zuschauer täuschen. Eigentlich ein Betrug und Verarschung der Zuschauer. Solange die Zuschauer es schlucken, wird weiter recycelt. Der einzig gelungene Remake, der mir gerade einfällt, ist für mich persönlich: Departed - Unter Feinden.
  • Deliah Christine
    Romanvorlage naja ... Das ist in C-Klasse Groschenroman und dem Film um Klassen unterlegen. Inhaltlich haben beide auch nur das Grundgerüst gemein.Im Roman leben die Menschen in einer weltumspannenden Stadt und die Zuflucht liegt auf dem Mond.Die Geschichte erzählt nicht von Logans heldenhaftem Weg die Menschen zu befreien, sondern von seinem Kampf gegen Francis und die Läufer, um das System zu retten.Sichtweise, Held und Antagonist wurden im Film komplett gespiegelt dargestellt, wodurch viel Düsterkeit verloren ging.Ursprünglch sollte der Film den schlechten Versuch den Stil von "Barbarella" mit Jane Fonda zu kopien darstellen, indem SciFi mit nackter Haut kombiniert werden sollte. Sämtliche Kostüme sollten nur aufgemalt sein. Allein weil das Body Painting schon wegen des Zeitaufwandes zu kostenintensiv geworden wäre gabs dann doch Kostüme, auch wenn Jessicas (Jenny Agutter) ziemlich durchsichtig blieb. Aber da sie bei der Zeigefreudigkeit die Eva Green ihrer Zeit war, war das fast schon zu erwarten.Wir sind damals nur knapp einem typischen 70er Jahre Soft-Sexfilm entgangen, denn auch der Liebestunnel wurde gegenüber der Romanvorlage, die fast schon dem Voyeurismus eines pornografischen Werkes entsprach, stark zensiert.Das so ein Kult-Klassiker draus wurde war mehr oder weniger ein Zufallsprodukt.Als Jugendfilm ist der Stoff komplett ungeeignet. Aber ein Remake, welches näher an der Vorlage liegt und vor Allem die völlig verdrehte Sichtweise, in der der Systemschützer der Held ist, widerspiegelt könnte ein sehr aussergewöhnlicher Film werden.Wenn das gelingt ist ein Vergleich mit Panem durchaus legitim.
  • greek freak
    Das Original ist,wie schon gesagt,eine ziemlich düstere Sci-Fi Utopie.Aus heutiger Sicht sind die Effekte zwar etwas veraltert aber immer noch sehenswert.Allein schon wegen Sir Peter Ustinov,zu empfehlen.In den 70ern waren ja düstere Sci-Fi Filme im Trend.Heutzutage wird alles auf Teenie-Schmonzette getrimmt,siehe Hunger Games oder Divergent,Alias Hunger Games für Arme,ohne J.Lawrence,wie es die Kollegen von Screen Junkies so treffend nannten.
  • Edward;
    Dass die Studios auch immer die ganzen Hochintelligenten beschäftigen, die in der Lage sind solche "gigantischen Potenziale" zu entdecken. Famos!
  • Thomas S.
    Die Zuschauer haben es bemerkt. Sie wollten es aber trotzdem sehen weil es einfach ein guter Film ist der grandiose Unterhaltung bietet und genau das erwarte ich von einem Film.
  • Knarfe1000
    "Grandiose Unterhaltung" LOL
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