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    "Star Wars 7: Das Erwachen der Macht": So findet George Lucas den Film, mit dem er nichts mehr zu tun hat
    Von Tobias Mayer — 05.12.2015 um 09:52
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    George Lucas ist der „Star Wars“-Erfinder, war bei „Das Erwachen der Macht“ jedoch nicht nennenswert involviert. In seinen Äußerungen schwang bisher etwas Enttäuschung darüber mit. Dennoch: „Star Wars 7“ gefällt ihm offenbar trotzdem.

    Walt Disney
    „Ich muss zur Hochzeit meiner erwachsenen Kinder. Meine Ex wird da sein, meine neue Frau auch, aber ich muss tief durchatmen, nett sein, es durchhalten und den Moment genießen, denn die Dinge sind, wie sie sind.“ So beschrieb George Lucas der Washington Post, wie es sich für ihn anfühlen wird, „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ zu schauen. Gesehen hatte er ihn da noch nicht – das ist nun wohl anders. Und wie Produzentin Kathleen Kennedy dem Hollywood Reporter verriet, „gefiel der Film ihm sehr”.

    Auf den anstehenden Premieren in Los Angeles und London wird Lucas über die roten Teppiche laufen – selbstverständlich war das nicht. Obwohl er „Star Wars“ erfand und damit für manche das Blockbusterkino gleich mit, fehlt sein Name auf dem Kinoposter zu „Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht“. Lucas machte selbst öffentlich, dass seine Konzepte für die Fortsetzung der Saga, die er Disney beim Kauf von Lucasfilm 2012 mit übergab, abgelehnt wurden. Auch von seiner Rolle als Berater, über die zunächst berichtet wurde, kann ihm nach keine Rede sein.

    Obwohl „Star Wars 7“ – deutscher Kinostart am 17. Dezember 2015 – also ein Film von J.J. Abrams und nicht von George Lucas ist, steht er in Kontinuität zu den früheren Filmen, inhaltlich wie visuell. Der Look erinnert stark an die Episoden IV bis VI, die Geschichte um die neuen Helden, Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley) und Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega), wird mit dem bekannten Hauptplot verwoben – und Han Solo (Harrison Ford), Leia (Carrie Fisher) und Luke Skywalker (Mark Hamill) sind ja auch wieder dabei. George Lucas durfte sich das, wie er selbst im Vorfeld betonte, zum ersten Mal in seinem Leben so anschauen wie alle anderen: Als normaler Zuschauer, der sich in eine weit, weit entfernte Galaxis entführen lässt.




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    Kommentare
    • BobRoss
      Die Produzentin des Films meint er hat ihm sehr gefallen. Seems legit :)
    • WhiteNightFalcon
      Indiana Jones lieferte er lediglich die Storyideen für die Filme. Die Drehbücher schrieben: Lawrence Kasdan - William & Gloria Huyck - Jeffrey Boam - David Koepp. Schätze er und Spielberg werden dann nur noch Verbesserungswünsche geäußert haben, die die Autoren umgesetzt haben. Nicht zuletzt deswegen zofften sich Lucas und Spielberg ja geraume Zeit wegen des Ufos in Teil 4. Lucas hat das Koepp als Idee mitgeliefert, Spielberg wollte das raus haben.Sein Einfluss auf das letztliche Ergebnis war bei Indy kleiner, als bei Star Wars. Schätze hätte er versucht, Spielberg in die Regie rein zu reden, wären die Fetzen geflogen und Spielberg hätte nach Teil 2 hingeschmissen.
    • Modell-101
      Würde gern wissen, wie Lucas` Konzept ausgesehen hat.
    • Deliah Christine
      Natürlich kann GL machen was und reagieren wie er will. Aber das gleiche Recht hat jeder Andere auch. Das schliesst Kritik mit ein.Um das mal klar zu stellen:Ich kritisiere Teile der Filme, weil ich damit unzufrieden bin.Ich kritisiere GLs Auftreten, weil ich es für unangemessen, unzuverlässig und charakterlich fragwürdig halte.Ich kritisiere GL NICHT dafür, dass er SW vermurkst hätte.Das sind unterschiedliche Themen.Du meinst, wenn die Frau mir einen luxuriösen Lebensstil ermöglichen würde, weil sie sich dafür Robins Frisur ansehen darf?Ich würde sagen, entweder passe ich das Angebot der Nachfrage an, oder akzeptiere die Unzufriedenheit der Frau.Gemessen an Robins aktueller Farbe wäre ich allerdings geneigt lila als Fortschritt zu akzeptieren. (Leider wahr.)
    • Cinergie
      Ich finde nicht, dass die Drehbücher grundsätzlich das Problem sind, vielmehr, dass er Drehbuch UND Regie unter einen Hut bringen wollte. Bei Episode 3 klappte es hingegen ganz gut, dramaturgisch ist das sowieso einer der besten Star Wars-Filme, meiner Meinung nach (vorallem nach Order 66).Auch ein weiteres Indiz, dass nicht grundsätzlich das Drehbuchschreiben George Lucas Problem ist, sind die Indiana Jones-Filme, da steuerte er ja die Drehbücher bei (mit Unterstützung). Wie Du richtig schreibst, ist sowohl Star Wars als auch Indiana Jones sein Baby und man muss nicht alles gut finden und darf auch konstruktiv kritisieren, aber schlussendlich ist es seine Idee und der kann damit anstellen, was er will. Baut er Mist, gehen die Leute nicht ins Kino aber zu verlangen, dass er die Finger davon lassen soll, wie es einige Hardcore-Fans tun, ist schon reichlich arrogant. Das wäre wie wenn man einem Van Gogh verboten hätte seine Bilder zu malen und an seiner statt einen anderen Maler engagiert hätte um seine Werke zu vollenden bzw. sie nach dem Gusto der Käufer zu malen oder man zwingt einen Schriftsteller das Buch so zu schreiben, wie man es selbst für richtig hält...das hatten wir ja schon mal in Misery (Stephen King)...ist nicht so gut ausgegangen ;-).
    • Cinergie
      Du hast schon recht, gerade die Episode 1 ist vorallem was die Dialoge und der infantile Humor angeht eine Katastrophe. Ich kann aber soweit darüber hinweg sehen, als dass ich die Geschichte um Anakin und Obi Wan sehr spannend finde und da schlucke ich einen Jar Jar Binks und peinlichen Dialoge zwischen Anakin und Amidala. In Episode 2 hat er diesen unnötigen Humor auf ein Minimum heruntergefahren dafür ist der CGI-Einsatz (vorallem in der Arena) furchtbar. Episode 3 finde ich dann wieder ganz stark, nach VI und III die stärkste Episode, finde ich!
    • Modell-101
      Hahahaha
    • WhiteNightFalcon
      Mit den Drehbüchern liegst du falsch. Genau die sind nämlich das Manko.Bei der ersten Trilogie nahm Lucas den Rat an, die Drehbücher von kompetenten Leuten überarbeiten zu lassen, wie Lawrence Kasdan. Wie Episode 4 bis 6 aussehen würde, haben die Episoden 1 bis 3 gezeigt, hätte Lucas schon dort die Scripte ganz allein geschrieben. Wäre nicht Qui Gon eine so interessante Figur und das Ende, wäre Episode 1 ein Kindergeburtstag. Episode 2 und 3 mag ich zwar, aber frage mich, wie gut hätten die wirklich werden können, hätte Lucas die Drehbücher nochmal überarbeiten lassen.Das er mehr kritisiert als gelobt wird von den Fans hat in den unliebsamen Änderungen der Episoden 4 bis 6 seinen Ursprung. Aber wie unten Deliah geschrieben finde ich, das die Leute dabei vergessen, dass Lucas als Urheber des Franchise halt ändern kann/konnte, was ihm beliebt.
    • WhiteNightFalcon
      Origins Methode?? Du weisst schon das Origins ein Prequel wäre???Star Wars 7 ist demnach KEINE Origins-Story.
    • WhiteNightFalcon
      Bei Episode 2 und 3 gehe ich mit dir Konform.Aber Lucas Verhalten in Punkto Kritik muss man irgendwo akzeptieren. Der Shitstorm fing 97 mit den Änderungen in der Originaltrilogie an. Für mich vergessen zu viele Fans, dass Star Wars SEIN Baby ist, mit dem er machen kann/konnte, was er will. Hätte er Luke und Han plötzlich ne homosexuelle Beziehung angedichtet - um jetzt mal was Radikales aus der Luft zu greifen - wäre das seine Entscheidung gewesen. Denk dich einfach mal in dich selbst rein. Würde ne andere Frau sagen, du sollst deiner Tochter die Haare Lila färben, würdest du dich auch angegriffen fühlen.
    • Deliah Christine
      In den Verträgen wird schon eine Klausel festgeschrieben sein wie lange er sich nicht wie und worüber äussern darf.
    • Deliah Christine
      Vermutlich liegt es daran, wie er mit der Kritik nach Ep 1 umgegangen ist.Wenn man vorher Lob, Annerkennung und Vorschuss-Lorbeeren annimmt, sich über durchaus berechtigte Kritik aber wie beleidigt beklagt, kann man mitunter nicht mehr erwarten, dass einem noch Wohlwollen entgegengebracht wird.Für einige Fans mag es auch wie ein Schlag ins Gesicht gewirkt haben, wie GL sich (nicht nur) über ihre Kritik äussert(e). Da entsteht irgendwann auch Antiphatie.Von den qualitativen Unterschieden will ich jetzt nicht anfangen. Die Diskussionen kennst Du auch.Persönlich finde ich auch nur Ep 1 richtig schlimm. 2 und 3 zeigten dann schon wieder eine Entwicklung in die richtige Richtung, blieben für mich aber nach dem Prinzip "zu viel gewollt" schwächer als die OT in ihrer minimalistischeren Ur-Fassung. Die vermittelt mir am Ehesten den Eindruck der Konzentration auf das Wesentliche, wodurch viel überladener Klimbim weg blieb.
    • siggibaby
      Ich bin ganz deiner Meinung. Allerdings waren für mich die Prequels im ganzen großes Kino. Über die Schwächen kann man streiten, man sollte aber darüber hinwegsehen. Mit Indiana Jones hat er uns ein weiteres großes Kino geschenkt. Damals war Lucas so ausgelaugt wegen Star Wars, dass er es nicht selber drehen wollte. Ansonsten ist es von Kopf bis Fuß sein Baby. Ich sage es nochmal: Sehr bald wird man Lucas zu schätzen wissen und seine Prequels mit ganz anderen Augen sehen, nachdem man Star Wars 7 gesehen hat. Eine negative Meinung über Star Wars 7 wird er dennoch nicht äußern. Würde er das kurz vor der Veröffentlichung tun, würde es wie eine Bombe einschlagen und Star Wars 7 negativ beeinflussen. Das wird Disney mit aller Macht versuchen zu verhindern. Man wird auf ihn von allen Seiten einreden, bloß nichts negatives zu sagen. Ein anderes Druckmittel haben sie gegen Lucas nämlich nicht. Und kaufen kann man ihn auch nicht, da er Geld nicht mehr nötig hat. Ich denke, sie werden schleimen um ihn mundtot zu machen, bis der Film durch ist.
    • Deliah Christine
      Nein, aber ich hätte erwartet, dass wir hier etwas mehr zu dieser Headline bekommen, als Hörensagen durch Dritte.
    • Cinergie
      Du meinst "Much ado about nothing"?
    • Cinergie
      Man darf Lucas für seine Regiearbeit gerade bei den Episoden I und II sicher kritiseren (III ist für mich wieder ganz grosses Kino) aber wir sollten uns bei aller Kritik immer bewusst sein, dass er für uns mit Star Wars (und beim ersten Film führte er Regie) eine grossartige Franchise kreiert hat. Zudem darf man wohl sagen, dass er auch der Erfinder von Indiana Jones ist und auch die Drehbücher geschrieben hat. Ja, Lucas hat einiges verbockt aber ich verzeihe ihm alles, weil diese beiden Franchises einfach nur grandios sind!Ich verstehe nicht immer ganz, weshalb George Lucas mehr kritisiert als gelobt wird, dabei hat er wirklich auch Grossartiges geleistet!
    • Deliah Christine
      Jetzt mache ich mir Sorgen. GL gefiel auch die PT. ;)
    • siggibaby
      Es wäre wichtig seine ehrliche Meinung von ihm selbst zu hören. Bedenken sollte man, dass er angepisst ist, weil man seine Vorlagen nicht benutz hat. Daher ist es umso wichtiger zu wissen was er denkt. Er könnte wahrlich frei von der Leber sagen was er will. Er ist finanziell unabhängig und muss auf Disney keine Rücksicht nehmen. Er wird aber nichts negatives sagen, weil man ihn bestimmt in die PR-Maschinerie mit eingelullt hat.
    • WhiteNightFalcon
      Gehe mal davon aus, hätten wir einen Bericht, in dem Lucas sich geäußert hat und nicht nur zitiert wurde von einer dritten Person, würden viele denken:"Mensch George lern loszulassen."Trotzdem finde ich die zitierte Aussage interessant. Klingt für mich danach, als hätte er sehr oft bei sich gedacht: 'Hoffentlich versauen die es nicht. Hab ich die richtige Entscheidung getroffen?'Wenn wir von ihm selbst hören, ob/das ihm der Film gefallen hat, kann man davon ausgehen, dass alles gut ist und er sein mit Disney 'verheiratetes Kind' nun wirklich langsam los lässt. Dann müssen Reporter nur noch lernen, ihm nicht dauernd irgendwelche Fragen zu stellen, sondern Kathleen Kennedy.
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