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    Kinojahr 2015: Die Top 10 Listen der FILMSTARTS-Redakteure
    Von David Herger, Julius Vietzen, Christoph Petersen — 29.12.2015 um 07:05
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    FILMSTARTS blickt auf das Filmjahr 2015 zurück – unsere Redakteure präsentieren euch ihre favorisierten Filme und größten Enttäuschungen (jeweils deutsche Kinostarts 2015) sowie ihre Geheimtipps (Filme von Festivals oder DVD-Veröffentlichungen).

    Fox
    Top 10 von Carsten Baumgardt
    (Chefredakteur)



    Das Warten auf „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ hat in meiner Liste der persönlichen Lieblingsfilme 2015 auch ein Opfer gefunden: J.C. Chandors famoses Heizöl-Mafia-Drama „A Most Violent Year“. Das fiel nämlich Mitte Dezember auf den letzten Metern aus meiner Top 10. Auf der anderen Seite stand meine Nummer eins (zumindest im Nachhinein) bereits seit dem 26. September 2014 fest, als ich Alejandro González Iñárritus spektakulär-vielschichtige schwarze Tragikomödie „Birdman“ gesehen habe – ein virtuoses Meisterwerk! Für einen meiner aktuellen Lieblingsregisseure, den Italiener Paolo Sorrentino, reichte es nach Platz eins für „La Grande Bellezza“ im Jahr 2013 dieses Mal mit der hochgradig amüsanten, bittersüßen Tragikomödie „Ewige Jugend“ „nur“ zu Rang zwei.

    Auf Position drei hat sich „Das Erwachen der Macht“, J.J. Abrams‘ phantastisches Quasi-Remake von „Krieg der Sterne“, einsortiert – kein Film hat mir 2015 mehr puren Spaß bereitet. Ein paar kleine, aber nicht zu übersehende Kritikpunkte verhindern hier die 5-Sterne-Wertung. Aber ich bin absolut zufrieden, mit Abrams' Leistung. Einer der „unangenehmsten“ Filme des Jahres findet sich bei mir auf Platz vier wieder, Bennett Millers verstörend-hypnotisches Sport-Drama „Foxcatcher“ über die dunklen Seite des amerikanischen Traums. Meine Plätze fünf und sechs teilen sich ein Etikett: Ich habe im Vorfeld rein gar nichts von beiden Filmen erwartet oder gar auf einen der beiden hingefiebert! Doch sowohl George Millers genial choreographierter Endzeit-Action-Overkill „Mad Max: Fury Road” als auch Matthew Vaughns unglaublich unterhaltsamer Spionage-Metafilm „Kingsman: The Secret Service“ haben mich restlos begeistert. Die Genialität von Paul Thomas Andersons Drogen-Thriller „Inherent Vice“ ist dagegen keine Überraschung, sie greift hier irgendwann im zweiten Drittel, als man merkt, dass die völlig vertrackte Handlung überhaupt nicht aufzulösen ist, während man zuvor noch verzweifelt versucht hat, dem Geschehen hinterherzukommen. Die poetisch-psychedelische Atmosphäre macht den ganzen Film aus.

    Steven Spielberg ist für mich immer dann eine gute Wahl, wenn es ernsthaft wird. Sein Oldschool-Spionage-Thriller „Bridge Of Spies“ hat unendlich viel Stil und ging in Deutschland leider etwas unter. Eine der Überraschungen des Jahres ist für mich Alex Garlands Regiedebüt „Ex Machina“ – ein beunruhigender Sci-Fi-Albtraum und zugleich ein faszinierendes Gedankenexperiment mit herausragenden Darstellern. Die Top 10 beschließt dieses Mal ein deutscher Film, Sebastian Schippers poetisch-mitreißende Berlin-Odyssee „Victoria“, die einen spätestens in der zweiten Filmhälfte in den Bann zieht.


    Platz 1: „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

    Platz 2: „Ewige Jugend

    Platz 3: „Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht

    Platz 4: „Foxcatcher

    Platz 5: „Mad Max: Fury Road

    Platz 6: „Kingsman: The Secret Service

    Platz 7: „Inherent Vice - Natürliche Mängel

    Platz 8: „Bridge Of Spies

    Platz 9: „Ex Machina

    Platz 10: „Victoria


    Top 3 Flops:

    Platz 1: „Miss Bodyguard

    Platz 2: „96 Hours - Taken 3

    Platz 3: „Jupiter Ascending


    Top 3 besondere Erwähnungen:

    Platz 1: „Mountains May Depart

    Platz 2: „Son Of Saul

    Platz 3: „The Lobster


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