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    "Trust": Oscar-Preisträger Danny Boyle dreht Serie über eine der reichsten Familien der Welt
    Von Markus Trutt — 10.03.2016 um 10:43
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    „Steve Jobs“-Regisseur Danny Boyle geht erneut unter die Fernsehmacher. Für den US-Sender FX wird er mit „Trust“ eine Serie über die wohlhabende Getty-Familie produzieren und zum Teil auch inszenieren.

    Pathé Distribution
    „Slumdog Millionär“-Regisseur Danny Boyle kann sich definitiv nicht über Arbeitsmangel beklagen. Gerade erst war er mit seinem zweifach oscarnominierten jüngsten Werk „Steve Jobs“ bei den Academy Awards vertreten, derzeit steckt er in den Vorbereitungen zu „Trainspotting 2“, der Fortsetzung seines Kultfilms von 1996. Doch das hält den Briten keineswegs davon ab, auch noch im Fernsehbereich erneut mitzumischen, nachdem er erst im Jahr 2014 die Pilotfolge der Miniserie „Babylon“ inszeniert hatte. Wie /Film berichtet, wird Boyle nun die Serie „Trust“ mitverantworten, für die vom Sender FX direkt zehn Episoden geordert wurden.

    Der Filmemacher tritt dabei gemeinsam mit Christian Colson und Simon Beaufoy, mit denen er unter anderem bereits bei „Slumdog Millionär“ und „127 Hours“ zusammengearbeitet hat, als ausführender Produzent auf. Darüber hinaus wird er aber auch als Regisseur fungieren, auch wenn aktuell noch nicht bekannt ist, bei wie vielen Episoden Boyle auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird. Beaufoy, der im Jahr 2009 für sein Skript zu „Slumdog Millionär“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, liefert die Drehbücher.

    „Trust“ wird als Projekt beschrieben, das sich zu gleichen Teilen aus Familiengeschichte, Saga einer Dynastie und satirischer Betrachtung der zerstörerischen Kraft von Geld zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht die reale Unternehmer-Familie Getty, die einst mit Öl-Geschäften zu großem Reichtum gelangt, mittlerweile aber auch in vielen anderen Bereichen tätig ist. Die Handlung der Serie ist im Jahr 1973 angesiedelt, als einige Mafiosi den jungen John Paul Getty III in Rom entführen und auf ein millionenschweres Lösegeld hoffen. Doch so wirklich scheint sich keiner für die Rückkehr des Sprosses zu interessieren, der in den Händen seiner Kidnapper Qualen leidet. Während die italienische Polizei das Ganze für einen Streich hält, ist sein Vater in London im Dauer-Heroinrausch. Pauls Großvater, zu jener Zeit der wohl reichste Mann der Welt, lässt es sich derweil in seinem Anwesen auf dem Land mit fünf Mätressen und einem eigenen Löwen gut gehen. So bleiben die Verhandlungen mit den verzweifelten Entführern schließlich an Pauls Mutter hängen, die allerdings pleite ist.

    FX-Chef Eric Schrier, der sich begeistert von Boyles, Colsons und Beaufoys Verpflichtung zeigte, hat bereits vage angedeutet, dass im Falle einer Fortführung der Serie weitere Stationen in der bewegten Geschichte der Getty-Familie Gegenstand kommender Staffeln sein könnten.

    Wann das Format auf Sendung geht, steht aktuell allerdings noch nicht fest. Danny Boyles jüngste Regiearbeit „Steve Jobs“ hingegen erscheint hierzulande bereits am 24. März 2016 auf DVD und Blu-ray.



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