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"Misconduct": Thriller mit den Hollywood-Altstars Anthony Hopkins und Al Pacino wird zum Megaflop
Von Markus Trutt — 08.06.2016 um 11:44
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Ähnlich wie 2015 der Actioner „Momentum“ geht nun auch „Misconduct“ trotz hochkarätiger Stars an den britischen Kinokassen völlig baden. Am ersten (und vielleicht einzigen) Wochenende konnte der Thriller umgerechnet lediglich 141 Dollar einspielen.

Lionsgate
Dass auch zwei legendäre Oscar-Preisträger wie Anthony Hopkins und Al Pacino kein Garant für einen Filmerfolg sind, zeigt aktuell „Misconduct“. In der vergangenen Woche stand in Großbritannien der Kinostart des Thrillers an, der auch abseits der beiden Hollywood-Größen mit Josh Duhamel („Transformers“-Reihe), Malin Akerman („Watchmen“) und Julia Stiles („Das Bourne Ultimatum“) durchaus prominent besetzt ist. Dennoch wurde dem Film scheinbar schon von Anfang an kein großer Erfolg zugetraut. So hat ihn der britische Verleih lediglich in fünf Kinos gezeigt, doch selbst in diesen war das Interesse verschwindend gering.

Wie das Branchenblatt Variety unter Berufung auf das Medienforschungs-Unternehmen Rentrak berichtet, konnte das Regiedebüt von Shintaro Shimosawa („The Following“) an den drei Tagen seines Eröffnungswochenendes umgerechnet lediglich 141 Dollar an den britischen Kinokassen erwirtschaften. Das entspricht im Schnitt weniger als 30 Dollar Einspiel pro Filmtheater, was angesichts der Ticketpreise bedeutet, dass durchschnittlich jeweils nur drei bis vier Zuschauer eine Karte für den Film gelöst haben. Variety zu Folge sieht es aktuell so aus, als wäre der Thriller nun bereits komplett aus dem britischen Kinoprogramm verschwunden.

Begleitet wurde der Start außerdem von zahlreichen vernichtenden Kritiken. Während The Telegraph „Misconduct“ als „schlechtesten Film, den Anthony Hopkins und Al Pacino je gemacht haben“ bezeichnete, schlugen die Kollegen vom Guardian vor, man solle den Streifen in Schulen als Lehrbeispiel dafür zeigen, wie man keine Filme macht.

Schon bei seinem US-Start im Februar 2016 hielt sich der Erfolg des rund 11 Millionen Dollar teuren Films mit einem Gesamteinspiel von rund 24.000 Dollar sehr in Grenzen. Am erfolgreichsten lief „Misconduct“ bis dato überraschend in Südkorea, wo er immerhin 900.000 Dollar in die Kinokassen spülen konnte. Bislang hat der Thriller über einen Anwalt (Duhamel), der sich mit der Rückendeckung seines Mentors (Pacino) mit einem korrupten Pharmaunternehmer (Hopkins) anlegt und dabei selbst zur Zielscheibe wird, noch keinen deutschen Kinostart. Doch ist es angesichts des bisherigen Misserfolgs auch mehr als fraglich, dass „Misconduct“ hierzulande überhaupt in die Lichtspielhäuser kommt.

Mehr Menschen dürften Hopkins und Duhamel demnächst wohl mit Michael Bays Roboter-Actioner „Transformers 5“ (dt. Kinostart: 22. Juni 2017) in die Kinos locken, für den sie erneut gemeinsam vor der Kamera stehen werden.



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Kommentare
  • WhiteNightFalcon

    Dieses Jahr schon der zweite größere mit Stars besetzte Flop. Criminal mit Kevin Costner, Tommy Lee Jones etc ging an den US Kinos dieses Jahr ja auch schon böse baden. Scheint als würden große Namen immer weniger ausreichen, um nen Erfolg zu garantieren...

  • Jimmy V.

    Richtig. Es wächst halt auch 'ne neue Generation heran. Die meisten haben mal gehört, was denn z.B. "Der Pate" sei. Doch den Film gesehen? Ist gar nicht so oft der Fall. Gleiches gilt für die Leute dahinter. Pacino?

  • WhiteNightFalcon

    Der Pate?? Ging es da nicht um nen alten Mann, der ne Patenschaft für ne Mafia-Familie übernimmt? ?? ;-)

  • greek freak

    Irgendwie hab ich langsam das Gefühl,diesen ganzen renommierten,Altstars wie Pacino,DeNiro,Hopkins etc. ist es völlig wurscht,in was für cineastischen Rohrkrepierern sie mitspielen,Hauptsache die Gage stimmt.Ja ich weiss ich weiss,die haben auch Rechnungen,Hypotheken etc. zu bezahlen,aber ab und zu mal,einen dieser Flops abzulehnen,wäre nicht verkehrt.Vor allem was Pacino & DeNiro in den letzen Jahren so gedreht haben,ist ja nur noch peinlich."Jack & Jill" oder "Dirty Grandpa",echt jetzt?!

  • WhiteNightFalcon

    Vielleicht drehen die auch einfach nur noch, wozu sie grade Lust haben, was nach Spaß aussieht. Um Karriere brauchen die sich ja keine Gedanken mehr zu machen, Oscars haben sie, also alles erreicht.
    Heftig find ich eher wieviele Altstars momentan floppen. Pacino, Hopkins, Costner, Willis...

  • greek freak

    Denen ist es schlicht und ergreifend wurscht.Pacino inszeniert ja laufend Theater am Broadway und DeNiro organisiert sein Tribecca Festival,das sind die Sachen die sie interessieren.Filme machen die nur noch um diese Sachen zu finanzieren.Bruce Willis,dem ist es inzwischen komplett egal,wo er mitspielt,Hauptsache er bekommt die maximale Gage für den minimalen Arbeitsaufwand.Die Sache mit Expendables 3,wo er laut Stallone,eine Riesengage für 4 Drehtage verlangte,spricht Bände.

  • greek freak

    Zu Adam Sandler,empfehle ich die 2teilige Videokritik,zu "Jack & Jill",von RedLetterMedia.Vor allem Teil 2,wo sie ein paar sehr interessante Sachen zu den Budgets und Product Placement in Sandler´s Machwerken erzählen."Leg dich nicht mit Zohan an" kostete 90 Millionen,"Jack & Jill" 80 Millionen US Dollar!Zum Vergleich,der 2012 "Dredd" mit K.Urban kostete nur 65 Millionen und "Deadpool" schlappe 50 Millionen US Dollar und das sind aufwendige,Sci-Fi/Superhelden/Actioner,mit CGI,Stunts,Explosionen etc. es ist echt unglaublich!Hier:http://redlettermedia.com/half...
    Um Mike zu zitieren:"Auf einmal hab ich Respekt vor M.Bay,klar seine Filme sind schlecht,aber das sind aufwendig produzierte Blockbuster,mit CGI und Stunts und Drehorten und allem drum und dran.Adam Sandler ruft einfach seine alten SNL Kumpels an,dreht ein paar peinliche Furz-Pippi-Kaka Witze,macht schamloses Product Placement und wird dafür fett bezahlt."

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