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    "Ghostbusters": Darum wird das Reboot wahrscheinlich nicht in China laufen
    Von Tobias Mayer — 14.07.2016 um 15:15
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    Sony hofft, mit „Ghostbusters“ einen globalen Hit zu landen. Doch offenbar muss der Konzern den wichtigen Filmmarkt China aus der Rechnung streichen – was u. a. daran liegen kann, dass Geister-Filme dort Probleme mit der Zensur haben...

    Sony Pictures Entertainment
    Dass es bei „Ghostbusters“ um Geister geht, merken selbst unkundige Zuschauer schnell, es reicht ein Blick auf den Titel. Und eben das Geister-Thema ist für Sony der Stolperstein, wenn es darum geht, den neuen „Ghostbusters“ auf den zweitwichtigsten Kinomarkt der Welt zu bringen: China. Dort scheitern Filme u. a. dann an der Zensur, wenn sie Geister zeigen – wozu auf eine Regel zurückgegriffen wird, die Filmen verbietet, Kulte und Aberglaube zu fördern. Variety hat aus Quellen erfahren, dass „Ghostbusters“ in China wahrscheinlich nicht starten wird – und das, obwohl Sony dem Reboot für die Auswertung in China sogar einen neuen Titel gegeben habe, der das Geister-Thema verschweigt: „Super Power Dare-to-Die Team“.

    Fluch der Karibik 2“, „Crimson Peak“ – in beiden Filmen kommen Geister vor, beide durften in China nicht laufen. Ob es aber wirklich die Gespenster sind, die den chinesischen Kinostart von Paul Feigs „Ghostbusters“ verhindern, ist nicht so sicher, wie es zunächst scheint: Der Hollywood Reporter hat von Quellen „nahe dem Entscheidungsprozess in Peking“ zwar erfahren, dass der Start in China verweigert wurde, doch dafür seien nicht Geister der Grund. Stattdessen sehe die zuständige staatliche Stelle einfach keinen Markt für „Ghostbusters“. „Es ist bestätigt, dass ‚Ghostbusters‘ nicht nach China kommen wird, denn sie denken, dass der Film fürs chinesische Publikum nicht sonderlich interessant ist“, zitiert der Hollywood Reporter eine nicht genannte chinesische Quelle aus der Entscheidungsebene. Die meisten Zuschauer hätten die ersten beiden „Ghostbusters“-Filme (1984 und 1989) nicht gesehen.

    Eine Quelle in Hollywood, die mit der Situation vertraut sei, behauptet den Kollegen zufolge, dass „Ghostbusters“ noch gar nicht bei der chinesischen Aufsicht eingereicht worden sei. Sony kommentierte den Fall gegenüber dem Hollywood Reporter nicht.

    In den USA und Deutschland steht einem „Ghostbusters“-Kinostart nichts im Wege. US-Start ist am 15. Juli, der deutsche folgt am 4. August 2016. Die neuen Geisterjägerinnen sind Abby Yates (Melissa McCarthy), Erin Gilbert (Kristen Wiig), Jillian Holtzmann (Kate McKinnon) und Patty Tolan (Leslie Jones), ihr Assistent ist der hübsch-einfältige Kevin (Chris Hemsworth).



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