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    "The Green Hornet": "The Accountant"-Regisseur arbeitet an einem düsteren und "bedeutsamen" Reboot
    Von Markus Trutt — 16.11.2016 um 14:40
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    Mit der Leinwand-Adaption der „Green Hornet“-Geschichten hatte Sony 2011 nicht den gewünschten Erfolg. Nun möchten Paramount und der leidenschaftliche „Green Hornet“-Fan Gavin O’Connor die Sache noch einmal ganz neu angehen.

    Sony Pictures
    Seit seinem Radio-Debüt in den 1930ern legte sich Verbrechensbekämpfer „The Green Hornet“ bereits in mehreren Comics, Serien und Filmen mit Kriminellen an. Der neueste Kinofilm ist Michel Gondrys Adaption aus dem Jahr 2011 mit Seth Rogen in der Titelrolle. Die Verfilmung stieß seinerzeit allerdings auf ein sehr gemischtes Echo und konnte mit nur mäßigem Einspiel keine eigene Reihe starten, sodass die Rechte an der Figur wieder verfügbar wurden. Wie Deadline berichtet, haben nun Paramount Pictures und Chernin Entertainment zugeschlagen. Gemeinsam mit Regisseur Gavin O’Connor („Warrior“, „The Accountant“) wollen sie sich jetzt direkt an einen neuen Film machen.

    O’Connor offenbarte sich Deadline gegenüber als leidenschaftlicher Fan der Figur und verlieh seiner Begeisterung über die Möglichkeit, sie nun selbst auf die große Leinwand zu bringen, Ausdruck. So wäre es schon immer ein großer Traum von ihm gewesen, einen Film über den wohlhabenden Zeitungsherausgeber Britt Reid zu machen, der sich des Nachts eine Maske aufsetzt, um als Green Hornet mit seinem Gehilfen Kato Verbrechen zu bekämpfen. Schon als Kind sei die Grüne Hornisse der einzige Superheld gewesen, der O’Connor interessierte, während seine Altersgenossen mehr für Superman oder Batman übrig hatten. Da er keine Superkräfte besitzt und auch kein albernes Kostüm tragen würde, hätte er Green Hornet immer für den Härtesten der Harten („the baddest badass“) gehalten – ihn, der sowohl in den Augen der Gesetzeshüter als auch der Verbrecher ein Krimineller ist. Zudem seien Hornet und Kato besonders menschliche Superhelden, die aber nie den Ruhm für ihre Taten beanspruchen könnten.

    Aufgrund seiner Liebe zu diesem Helden hätte O’Connor nun bereits 20 Jahre lang die Rechtelage um die Figur verfolgt, um im richtigen Moment zugreifen zu können. Nun will er Green Hornet für eine neue Generation modernisieren und ihn auf bedeutsame und relevante Weise ins 21. Jahrhundert bringen. Dazu will er auf die überzogenen Elemente des vorherigen Adaptionsversuchs verzichten und der Figur mit einem Fokus auf Story und emotionalerer Figurenzeichnung mehr Gewicht verleihen, um sich so auch von anderen aktuellen Comicfilmen abzuheben.

    Sein „Green Hornet“-Film soll ein Werk über die Selbstfindung Britt Reids werden, der sich in einem Kampf mit sich selbst befinde. Für O’Connor sei er eine Art „Anti-Bruce-Wayne“, der Geld mit schlechten Dingen gemacht hat, schließlich aber mit guten Taten kein Geld mehr verdient. Der Filmemacher bezeichnet Britt Reid zudem als modernen Hamlet, der seine eigene Vergangenheit und die Wahrheit über seinen verstorbenen Vater entschlüsseln müsste, um seine Zukunft zu erkennen. Es sei in O'Connors Augen so, als würde ein auf den Kopf gestellter Batman über den „American Sniper“ Chris Kyle auf einen umgekrempelten Jason Bourne treffen. Anders als Seth Rogens Version der Figur hätte O’Connors‘ „Green Hornet“ eine umfassende militärische Ausbildung, die ihn für die Arbeit im Schatten prädestiniere.

    Sollte Gavin O’Connor alle seine Vorstellungen umsetzen können, dürfte das neue „The Green Hornet“-Abenteuer also wesentlich geerdeter, ernster und düsterer daherkommen als Michel Gondrys Action-Komödie von 2011.



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    Kommentare
    • Citizenpete
      Das Thema interessiert mich wirklich nicht, jedoch war Warrior schon ein richtig guter Streifen.
    • Slevinho
      Was eine Zeit- und Geldverschwendung. Neue Ideen braucht das Land bzw. Hollywood und mehr Eier um sie durchzusetzen
    • WhiteNightFalcon
      Düster und bedeutsam - was auch sonst...... Und ich versuche nächstes Wochenende mal das Rad neu zu erfinden....
    • Fain5
      Ich fand den Film sehr unterhaltsam. Kein Reboot notwendig.
    • Jimmy V.
      Könnte schon funktionieren, wirkt aber trotzdem sehr batman'esk. Da fand ich die lustige Variante mit Rogen & Co. schon amüsanter. Den Film mag ich auch.
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