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    #WTF: Han Solo und James Bond abgelehnt - DIESER Schauspieler hat gleich mehrere Kultrollen ausgeschlagen!
    Von Andreas Staben — 18.01.2017 um 18:44
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    In unserer wöchentlichen Trivia-Serie #WTF rollen wir unglaubliche, absurde, überraschende oder auch einfach nur saulustige Geschichten aus der Welt des Films neu auf. Außerdem könnt ihr über die #WTF-Story der kommenden Woche selbst mit abstimmen!

    In den 70er Jahren war Burt Reynolds einer der größten Filmstars der Welt und galt als „Sexiest Man Alive“. In John Boormans berühmtem Survival-Drama „Beim Sterben ist jeder der Erste“ sammelte er Meriten als Charakterdarsteller und mit Action-Komödien wie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ (war 1977 in den USA der zweiterfolgreichste Film des Jahres nach dem ersten „Star Wars“) ließ er die Kinokassen klingeln. Doch der charismatische Beau mit dem charakteristischen Schnurrbart hätte noch viel berühmter werden können: Wie Reynolds in verschiedenen Interviews und in seiner Autobiografie freimütig schilderte, hat er nämlich einige goldene Gelegenheiten verstreichen lassen.

    Burt Reynolds wollte nicht, also wurde Ur-Bond Sean Connery zurückgeholt...

    Nach dem einmaligen Gastspiel des Australiers George Lazenby in „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ suchte der US-Verleih der James-Bond-Filme 1970 einen neuen 007 - am liebsten einen Hollywoodstar. Burt Reynolds soll die Wunschbesetzung gewesen sein, aber den hat die Offerte damals offenbar etwas eingeschüchtert. Der Amerikaner lehnte sie nämlich mit dem Hinweis ab, dass die Rolle doch besser wieder von einem Briten gespielt werden sollte. Schließlich wurde der Ur-Bond (und Schotte) Sean Connery mit einer Rekordgage zum Comeback überredet. Aber nach „Diamantenfieber“ hatte der schon wieder keine Lust mehr und so gab es für „Leben und sterben lassen“ direkt wieder eine Neubesetzung. Reynolds gehörte erneut zu den Kandidaten, aber den Part schnappte sich nun der waschechte Engländer Roger Moore.

    Burt Reynolds galt in den 1970er Jahren als "Sexiest Man Alive"

    Im Rückblick meint Burt Reynolds, dass er sich bei der Bond-Absage selbst kleingemacht habe und er sehr wohl in der Lage gewesen wäre, die Rolle zu meistern. Insbesondere der augenzwinkernde Humor, der die 007-Filme der 1970er kennzeichnet, liege ihm sehr.

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    Eine selbstironische Note hat auch die zweite legendäre Figur, die Burt Reynolds fast gespielt hätte: Als George Lucas auf der Suche nach Darstellern für „Krieg der Sterne“ war, dachte er an den Hauptdarsteller von „Die Kampfmaschine“, der gerade zu einem der heißesten Stars der Stadt aufstieg, und bot ihm den Part des Han Solo an. Reynolds hatte allerdings gerade keine Lust auf „so eine Rolle“. Wie er selbst zugab, hat er seine Entscheidungen damals eher danach getroffen, wo die Dreharbeiten stattfinden und wer die weibliche Hauptrolle spielt…

    Burt Reynolds‘ Gespür für gute Rollen ist also alles andere als perfekt. Auch den John McClane in „Stirb langsam“ wollte er Gerüchten zufolge nicht spielen – Bruce Willis wird ihm dankbar sein. Inzwischen bereut der für „Boogie Nights“ oscarnominierte Darsteller einige seiner Entscheidungen, aber hinter einer anderen Absage steht Reynolds nach wie vor: Ihm wurde die Richard-Gere-Rolle in „Pretty Woman“ angeboten, das fand er allerdings eine „merkwürdige Idee“. Zumindest DIESE Einschätzung können wir sehr gut nachvollziehen…

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    Kommentare
    • Jimmy V.
      Ja, genau das habe ich doch gesagt...
    • Jimmy V.
      Okay, ich sprache jetzt echt mehr von RICHTIG GROSSER Behaarung!
    • WhiteNightFalcon
      Ja ich erinnere mich auch, dass es damals gute Probeaufnahmen mit Brolin gab. Aber das war soweit ich weiß ein recht rabiates Druckmittel auf Moore, weil der mal wieder bei der Gage pokerte und Broccoli die Schnauze voll hatte. Allerdings wollte er ihn ja trotzdem zurück, um nicht mit nem neuen Darsteller gegen Connery antreten zu müssen.
    • WhiteNightFalcon
      Die Zeiten sind heute auch anders. Reynolds und später Tom Selleck wurden mit ihrem Schnauzer halt Kult, Typen wie Richard Dean Anderson mit seiner Vokuhilafrisur, Stallone und Schwarzenegger mit den Muckis und Sean Connery zb galt selbst mit Anfang 60 noch als Sexiest Man Alive.Schaut man sich dagegen die letzten Jahre an, gelten heute halt andere Dinge als IN.
    • WhiteNightFalcon
      Die Beziehung Reynolds/Bond ist nicht ganz korrekt wiedergegeben. United Artists als US-Verleihfirma bestand Anfang der 70er auf einem amerikanischen Star wie Paul Newman oder eben Burt Reynolds. Die Bond-Produzenten Broccoli und Saltzman jedoch auf einem Engländer, was zu diversen Spannungen führte. Kompromisskandidat Roger Moore, der auch in USA gewisse Bekanntheit genoss, war durch Dreharbeiten zu Die Zwei für Diamantenfieber nicht verfügbar.Erst als man sich garnicht einig wurde, wurde Sean Connery mit der damaligen Mega-Gage von 1,25 Mio Dollar geködert, die er der Legende nach komplett spendete.Und was Reynolds betrifft, dessen Absage ging nicht an Broccoli/Saltzman, sondern United Artists eben mit der Begründung, ein Brite wäre passender.Man darf nicht vergessen, Connery war damals ein Megastar und die Herausforderung Bond neu zu besetzen so groß, als müsste man heute Iron Man neu casten.
    • Jimmy V.
      Na ja, Mann, schon klar, dass er heute dann mit Schnauzer, Beharrung und Hawaiihemd auftreten würde...
    • Jimmy V.
      Für Han Solo wurde doch auch noch Al Pacino gehandelt. Wie dem auch sei: Alle anderen Figuren wirken irgendwie zeitloser. Man sieht an Reynolds sehr schön wie sich Mode wandelt. Heutzutage würde der doch nicht mehr im Traum auch nur in die Nähe des Sexiest Man Alive kommen...
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