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    Han Solo UND James Bond: Dieser Schauspieler hat gleich mehrere Kultrollen abgelehnt!

    Legendäre Filmrollen verknüpft man nicht selten direkt mit ihren Darsteller*innen. „Star Wars“-Held Han Solo und Kult-Agent James gehören zweifelsohne dazu – und wären beinahe von ein und demselben Star gespielt worden, der in beiden Fällen ablehnte

    Gaumont Columbia Tristar Films/Lucasfilm Ltd.

    In den 70er Jahren war Burt Reynolds einer der größten Filmstars der Welt und galt als „Sexiest Man Alive“. In John Boormans berühmtem Survival-Drama „Beim Sterben ist jeder der Erste“ sammelte er Meriten als Charakterdarsteller und mit Action-Komödien wie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ (war 1977 in den USA der zweiterfolgreichste Film des Jahres nach dem ersten „Star Wars“) ließ er die Kinokassen klingeln.

    Doch der charismatische Beau mit dem charakteristischen Schnurrbart hätte noch viel berühmter werden können: Wie Reynolds in verschiedenen Interviews und in seiner Autobiografie freimütig schilderte, hat er nämlich einige goldene Gelegenheiten verstreichen lassen.

    MGM

    Nach dem einmaligen Gastspiel des Australiers George Lazenby in „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ suchte der US-Verleih der James-Bond-Filme 1970 einen neuen 007 - am liebsten einen Hollywoodstar. Burt Reynolds soll die Wunschbesetzung gewesen sein, aber den hat die Offerte damals offenbar etwas eingeschüchtert. Der Amerikaner lehnte sie nämlich mit dem Hinweis ab, dass die Rolle doch besser wieder von einem Briten gespielt werden sollte.

    Schließlich wurde der Ur-Bond (und Schotte) Sean Connery mit einer Rekordgage zum Comeback überredet. Aber nach „Diamantenfieber“ hatte der schon wieder keine Lust mehr und so gab es für „Leben und sterben lassen“ direkt wieder eine Neubesetzung. Reynolds gehörte erneut zu den Kandidaten, aber den Part schnappte sich nun der waschechte Engländer Roger Moore.

    Tiberius Film

    Im Rückblick meint Burt Reynolds, dass er sich bei der Bond-Absage selbst kleingemacht habe und er sehr wohl in der Lage gewesen wäre, die Rolle zu meistern. Insbesondere der augenzwinkernde Humor, der die 007-Filme der 1970er kennzeichnet, liege ihm sehr.

    Eine selbstironische Note hat auch die zweite legendäre Figur, die Burt Reynolds fast gespielt hätte: Als George Lucas auf der Suche nach Darstellern für „Krieg der Sterne“ war, dachte er an den Hauptdarsteller von „Die Kampfmaschine“, der gerade zu einem der heißesten Stars der Stadt aufstieg, und bot ihm den Part des Han Solo an. Reynolds hatte allerdings gerade keine Lust auf „so eine Rolle“. Wie er selbst zugab, hat er seine Entscheidungen damals eher danach getroffen, wo die Dreharbeiten stattfinden und wer die weibliche Hauptrolle spielt…

    Burt Reynolds‘ Gespür für gute Rollen ist also alles andere als perfekt. Auch den John McClane in „Stirb langsam“ wollte er Gerüchten zufolge nicht spielen – Bruce Willis wird ihm dankbar sein. Inzwischen bereut der für „Boogie Nights“ oscarnominierte Darsteller einige seiner Entscheidungen, aber hinter einer anderen Absage steht Reynolds nach wie vor: Ihm wurde die Richard-Gere-Rolle in „Pretty Woman“ angeboten, das fand er allerdings eine „merkwürdige Idee“. Zumindest DIESE Einschätzung können wir sehr gut nachvollziehen…

    Dies ist eine Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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