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    #WTF: Dieser WAHRE Albtraum steckt hinter Freddy Krueger und seinem ersten Auftritt!
    Von Andreas Staben — 10.02.2017 um 14:26
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    In unserer wöchentlichen Trivia-Serie #WTF rollen wir unglaubliche, absurde, überraschende oder auch einfach nur saulustige Geschichten aus der Welt des Films neu auf. Außerdem könnt ihr über die #WTF-Story der kommenden Woche selbst mit abstimmen!

    Eins, zwei – Freddy kommt vorbei.
    Drei, vier – schließ ab deine Tür.
    Fünf, sechs – nimm dein Kruzifix.
    Sieben, acht – schlaf nicht ein bei Nacht.
    Neun, zehn – du sollst nicht schlafen gehn!


    Die Albtraumgestalt des narbengesichtigen Freddy Krueger mit dem gestreiften Pullover, dem Schlapphut und dem Klingenhandschuh hat sich nicht nur in die Vorstellungswelten der Kinder mit ihrem Abzählreim eingebrannt, er ist schon seit seinem ersten Auftritt 1984 in Wes Cravens „Nightmare - Mörderische Träume“ auch für das Kinopublikum eine unvergessliche Erscheinung und damit ohne Zweifel eine der ikonischen Figuren der (Horror-)Filmgeschichte. Und der Ursprung des Grauens liegt in einer wahren Geschichte, wie Regisseur Craven in verschiedenen Interviews zur Entstehungsgeschichte von „A Nightmare On Elm Street“ erklärt hat.

    Die Allmacht in unseren Albträumen

    Die entscheidende Inspiration für den Filmemacher war ein Zeitungsartikel in der Los Angeles Times. Dort las er von einer Flüchtlingsfamilie, die den berüchtigten Killing Fields in Kambodscha entkommen war. Eines der Kinder wurde von schrecklichen Albträumen geplagt. Der Junge hatte solche Angst vor dem Wesen, das ihn im Schlaf jagte, dass er tagelang versucht hat, wachzubleiben. Schließlich schlief er doch ein, doch seine Eltern wurden mitten in der Nacht von markerschütternden Schreien geweckt. Sie liefen in sein Zimmer, doch als sie dort ankamen, war ihr Kind tot.

    Ein legendärer Moment aus "Nightmare - Mörderische Träume"

    Der kambodschanische Junge ist mitten in einem Albtraum gestorben - diese Vorstellung lieferte die Prämisse für die „Nightmare“-Reihe und für Freddy Krueger. Das Furchteinflößende an dem Dämon ist dabei nicht so sehr seine äußere Erscheinung, sondern seine kaum zu kontrollierende böse Macht: Freddy sucht wehrlose Teenager in ihren Träumen heim und tötet sie, worauf sie nicht mehr aus ihrem Schlaf erwachen. Mit ihm nehmen tiefsitzende Ängste Gestalt an.

    Gerade der Original-Film mit dem fast wortlosen Dämon kommt dem existenziellen Grauen dieser Grundidee sehr nahe. In den sechs Kinofortsetzungen, dem Crossover „Freddy Vs. Jason“ und in einer Fernsehserie mit immerhin 44 Episoden stattete Darsteller Robert Englund die Figur dann zunehmend mit zynischem Humor aus, was vielleicht den Kult-, aber nicht unbedingt den Angstfaktor erhöhte.



    Auch das durchwachsene Remake des ersten Films mit Jackie Earle Haley (Rorschach in „Watchmen“) kam nicht an den fundamentalen Schrecken von Cravens Klassiker heran, dem bis heute anzumerken ist, dass ein wahrer Albtraum hinter der Geschichte steckt.

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