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    Nach "Deadpool" und "Logan": Kinozuschauer wünschen sich mehr "erwachsene" Superheldenfilme
    Von Björn Becher — 03.03.2017 um 14:30
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    „Deadpool“ und nun auch „Logan – The Wolverine“ haben es vorgemacht: Ein sogenanntes R-Rating, also quasi eine Erwachsenenfreigabe in den USA, ist auch bei einem Superheldenfilm möglich. Das wünschen sich Kinozuschauer laut einer Studie noch öfter.

    20th Century Fox
    Fandango, einer der größten US-Online-Ticket-Händler, hat im Rahmen einer Umfrage unter seinen Kunden herausgefunden, dass diese gerne mehr erwachsene Superheldenfilme sehen würden. Anlässlich des Kinostarts von „Logan - The Wolverine“, der in den USA ein R-Rating und in Deutschland eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen hat, erklärten 71 Prozent der befragten Zuschauer laut Deadline, dass dies bei mehr Superheldenfilmen der Fall sein sollte. Zum Großteil haben Superheldenfilme ein PG-13-Rating in den USA und meistens (nicht immer) dann eine FSK-12-Freigabe in Deutschland. Der Hintergrund ist, dass bei diesen niedrigeren Altersfreigaben ein größeres Publikum erreicht werden kann.



    2016 bewies aber Fox mit „Deadpool“, dass es auch anders geht. Trotz (oder gerade wegen) R-Ratings in den USA, das in der Produktion bereits fest eingeplant war, spielte die gerade einmal rund 58 Millionen Dollar teure Action-Komödie weltweit sensationelle 783 Millionen Dollar ein. Mit Spannung dürfte nun auch die Konkurrenz schauen, ob sich starke Zahlen wiederholen lassen. Die Experten von Variety gehen davon aus, dass „Logan“ in den USA zum Start an diesem Wochenende mehr als 70 Millionen Dollar einspielen wird, bei Deadline geht man derweil von 65 bis 70 Millionen Dollar aus. Studio Fox rechnet laut Variety etwas konservativer mit 60 Millionen Dollar. Für Deutschland kalkulieren nach dem Start am gestrigen Donnerstag, den 2. März 2017, die Experten von Insidekino mit 325.000 Besuchern am ersten Wochenende. Warum sich der Kinobesuch lohnt, verraten wir euch in unserer FILMSTARTS-Kritik.




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    Kommentare
    • Knarfe1000
      Stimmt absolut. Ich mochte Deadpool, aber er war nicht "erwachsen", eher im Gegenteil. Frech und Respektlos. Bei Logan sieht das anders aus.
    • Deathworld
      Mimimi
    • sprees
      Also Deadpool ist ja wohl keine erwachsene Erzählweise :-D Das ist ja lächerlich. Nur weil mehr Blut gezeigt wird und mal ein wenig härtere Dialoge fallen sind wir doch noch lange nicht bei erwachsen= reife Filme. Für mich ist nur Nolans Dark Knight und Watchmen da etwas reiferes. sogar die ersten beiden X-Men Streifen von Singer gehen in diese reife Richtung. Doch das was hier wieder der Trend ist, ist das man einfach wieder einen neuen Miniaspekt erneuert und uns alles wieder als "HEy das wollt ihr doch" vorsetzt Nur weil ein Aspekt mehr Blut zeigt ist es ja nicht ne super Geschichte. Kommt die neue Rebootwelle mit FSK 16 Streifen. Erinnere mich an den Punisher Streifen mit John Travolta oder Spawn. War blutiger aber auch inhaltlich nicht erwachsener als The Expendables
    • Rex_Kramer
      Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem erwachsenen -sprich in irgendeiner Weise anspruchsvollen- Film und einem Film für Erwachsene. Deadpool z.B. war letzteres.
    • Silvio B.
      Bin ganz deiner Meinung. Obwohl ich sagen muss, dass WB/DC sich mit Snyder schon einen sehr speziellen Regisseur geholt haben. Das erfordert schon einen gewissen Mut. Leider bekommen Sie aber zum Schluss meistens doch wieder feuchte Füße.
    • Modell-101
      Touché
    • Luphi
      Was fehlt, ist die Varietät innerhalb des Genres der Superheldenfilme. Es muss ja nicht gleich Blutfontänen geben. Wichtig ist halt, dass man dem Charakter entsprechend eine treue Umsetzung vornimmt und ihn auch ernst nimmt. Bei Deadpool und besonders Logan war das der Fall. Dort passt es und ist auch wichtig.Das Problem bei einem Großteil der Superheldenfilme ist letztendlich nicht die fehlende Gewalt, sondern die weichgespühlte Inszenierung. Abgesehen von Watchmen, Logan und dem Nolan-Batman gibt es leider keine Comicverfilmungen, die dieses Weichgespühlte abgelegt haben und anspruchsvolle(re)s Erwachsenenkino bieten. Das hat nicht unbedingt mit der Gewalt zu tun sondern viel mehr mit der gesamten Inszenierung und Herangehensweise an die Vorlagen und Charaktere. Davon wünsche ich mir mehr! Es soll natürlich weiterhin einen Iron Man geben, der lockere Sprüche von sich gibt, aber eben auch die andere Seite der Fahnenstange, in der nicht immer auf Nummer Sicher gegangen wird.Dazu gehört dann vielleicht auch mal, dass man einen Helden sterben lässt. Nicht nur das: Generell gehört dazu, dass auch in der Wahrnehmung im Film jemand stirbt und es tatsächliche Verluste gibt und nicht bloß die üblichen Bauernopfer und der Bösewicht, der halt auf die ein oder andere Weise umkommt (natürlich, weil er es verdient hat).
    • Modell-101
      Also ich brauch keinen Slasher im Gewand eines Superhelden. Brutalität kann, muss aber nicht sein. Ich persönlich mag aber dieses Kindliche manchmal nicht.
    • Modell-101
      Das wäre aber kein Garant für gute Filme. Manchmal haben die auch komische Ideen.
    • greek freak
      Absolut,''Capt.America:Winter Soldier'' hat es auch geschafft,eine erwachsene Story zu erzählen,ohne das literweise CGI-Blut floss.Das Problem ist nicht die fehlende Brutalität oder "Düsternis" sondern gute Stories und Leute hinter der Kamera,die diese Figuren verstehen.
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