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    Er war Graf Yoster: Schauspieler und Synchronsprecher Lukas Ammann im Alter von 104 Jahren verstorben

    Er ging als einer der ersten Krimi-Serien-Ermittler in die deutsche Fernsehgeschichte ein. Nun ist der Schweizer Schauspieler Lukas Ammann, der auch immer wieder als Synchronsprecher aktiv war, gestorben.

    SWR

    Wie der Südwestrundfunk vermeldet, starb Lukas Ammann im Alter von 104 Jahren am gestrigen 3. Mai 2017 in seiner Münchner Wohnung. Der Schauspieler, der von den 1930er Jahren an aktiv war, wurde vielen deutschen TV-Zuschauern vor allem als Graf Yoster bekannt. Die Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre", die anfangs noch in Schwarz-Weiß und später in Farbe gesendet wurde, lief von 1967 bis 1977 und gilt als eine der allerersten Krimi-Serien im deutschen TV überhaupt. Noch heute hat die Serie um einen adeligen Schriftsteller, der mit seinem Chauffeur Kriminalfälle löst, viele Fans. Aktuell strahlen so auch der Bayerische Rundfunk und der Südwestrundfunk alle Episoden noch einmal aus – immer am späten Samstag- bzw. Sonntagabend.

    Ammann war bis ins hohe Alter aktiv. So spielte er von 1994 bis 2000 noch einmal eine TV-Hauptrolle in „Die Fallers“, war 2000 bei seinem einzigen Auftritt im deutschen Krimi-Klassiker „Tatort“ zu sehen und übernahm 2005 noch die Hauptrolle in dem Kurzfilm „Herr Goldstein“ von Micha Lewinsky („Der Freund“). Auch für einige internationale Projekte stand er vor der Kamera – so im Italo-Western „Der Tod ritt dienstags“ mit Lee Van Cleef oder im Agenten-Abenteuer „Zucker für den Mörder“. Weitere bekannte Filme mit Ammann sind das deutsche TV-Remake von „Die zwölf Geschworenen“, der Horror-Schocker „Hexen geschändet und zu Tode gequält“ und Dani Levys 1998 gestarteter, in Englisch und mit internationalen Schauspielern gedrehter Kino-Thriller „Meschugge

    Gelegentlich war der am 29. September 1912 in Basel geborene Ammann zudem als Synchronsprecher tätig und sprach dabei Kinolegenden wie Vincent Price (in „Der Hexenjäger“), Peter Sellers (in „Verliebt in eine Königin“) und Lino Ventura (in „Verbrechen war Liebe“).

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