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    Eine Danksagung an "Masters Of The Universe": Kevin Feige verrät, warum Marvel-Filme Abspannszenen haben
    Von Björn Becher — 08.05.2017 um 15:32
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    Sie gehören längst fest zu den Marvel-Kinofilmen dazu: Szenen im Abspann, die mal lustig sind und mal dazu genutzt werden, Verbindungen zu anderen Filmen knüpfen. In einem Interview verriet Kevin Feige nun, warum es diese Szenen überhaupt gibt...

    Marvel
    Die Kollegen von Slashfilm wollten in einem neuen Interview mit Marvel-Boss Kevin Feige wissen, wie es zur Tradition der berühmt-berüchtigten Abspannszenen am Ende seiner Superheldenfilme kam. Feige verriet dabei, dass der Grund seine eigenen Kinoerlebnisse als Jugendlicher seien. Hierbei nennt er einen Teaser für ein nie realisiertes Sequel zur He-Man-Verfilmung „Masters Of The Universe“ und die Publikumsansprache von Matthew Broderick als Ferris Bueller als prägende Beispiele für das gewisse Extra am Ende der Credits:

    „Ich habe das immer gemocht, egal ob es bei ‚Ferris macht blau‘ oder bei ‚Masters Of The Universe‘ eingesetzt wurde. Als Filmnerd wollte ich nie, dass es zu Ende geht. Ich wollte nicht, dass die Erfahrung – egal wie gut oder schlecht der Film war – zu Ende geht.“ Er habe es einfach geliebt, im Kino zu sein und war so dann wohl über jede Sekunde dankbar, die er länger bleiben konnte: „Daher bin ich immer den ganzen Abspann sitzen geblieben. Meine Mama machte das auch. Wir lasen all die Namen und fanden es interessant, was jeder tut.“ Doch während des Abspannschauens habe er sich immer gewundert, ob nicht vielleicht doch noch irgendwas kommt. „Und es kam niemals, zumindest fast niemals was“, so Feige, weswegen er das geändert habe, als er angefangen habe selbst Filme zu machen.

    Der Studio-Präsident erzählte in diesem Rahmen außerdem, dass während der bereits laufenden Produktion von „Iron Man“ die Idee aufkam, die Nick-Fury-Szene mit Samuel L. Jackson zu drehen und somit der Startschuss für seine Abspann-Tradition gelegt wurde. Und obwohl es schon am nächsten Tag heraus kam, dass der Schauspielveteran am Set war, habe man sich dagegen entschieden, den Auftritt in den Hauptfilm zu packen. Stattdessen wurde er am Ende dort belassen, wo es eine Belohnung für Leute, wie ihn als Kind sein konnte - für Zuschauer, die sitzen bleiben“. Daneben erklärte Feige noch, dass die Planung für die Abspannszenen von Film zu Film sehr unterschiedlich sei. Manchmal werden diese schon im Entwicklungsstadium erschaffen, manchmal auch erst während des Drehs und teilweise sogar erst in der Post-Produktion.

    Dass Kevin Feige im Alter von 13 oder 14 Jahren einfach nicht den Kinosaal verlassen wollte, ist also der Grund, dass wir bei Marvel-Filmen während und nach des Abspanns noch mehr zu sehen bekommen.Nicht alle Filmemacher sind übrigens Fans von diesem Vorgehen. So erklärte Christopher Nolan, dass er bei dem von ihm produzierten und von Zack Snyder inszenierten „Man Of Steel“ sein Veto gegen eine solche Post-Credits-Sequenz einlegte: „Ein richtiger Film macht so etwas nicht!“, ist seine Begründung. Marvel macht es trotzdem. Aktuell zum Beispiel bei „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ mit einer Fülle von gleich mehreren Szenen, von denen wir euch eine mit dem Auftritt einer neuen Figur sowie eine weitere rund um einige Cameos bereits erklärt haben.




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