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    "Tot oder nicht tot"?: Macher erklären das Staffelfinale von "Better Call Saul"
    Von Björn Becher — 20.06.2017 um 11:09
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    Die dritte Staffel von „Better Call Saul“ endete mit einem scheinbaren Cliffhanger. Doch für die Macher ist das Schicksal einer Figur offensichtlich. Wir verraten es euch…

    AMC
    Achtung: SPOILER! Die nachfolgende Nachricht enthält Informationen zum Inhalt des Finales der dritten Staffel von „Better Call Saul“. Weiterlesen auf eigene Gefahr!


    In den finalen Momenten der dritten Staffel von „Better Call Saul“ bringt der vor sich hindämmernde Chuck (Michael McKean) eine Laterne zum Umsturz. Er ist umgeben von Zeitungen und Papier und in der Schlusseinstellung sehen wir in der Außenansicht des Hauses, das alles Feuer gefangen hat. Doch Chucks Tod ist auf der Leinwand nicht zu sehen – in TV-Serien oft ein Indiz dafür, dass die Figur noch einmal dem Tod von der Schippe springt. Das ist in diesem Fall aber wohl nicht so, wie Serienchefautor Peter Gould in separaten Interviews mit den Kollegen von Variety und Entertainment Weekly deutlich macht.

    Gegenüber Variety weicht er der Frage, ob Chuck tot ist, erst noch aus, um dann aber auszuführen, dass man etwas, was er „schmuck bait“ nennt, vermeiden wollte. Damit beschreibt er das In-die-Irreführen des Zuschauers, indem man andeutet, dass etwas Bestimmtes passiert ist, um dann in der nächsten Episode zu zeigen, dass es doch nicht passiert ist. „Wir versuchen fair mit dem Publikum zu spielen und ich denke: Was du siehst, ist, was du bekommst“, deutet Gould Chucks Schicksal an, um noch klarer zu werden: „Das ist ein Typ in seinem Haus voller Laternen mit brennbarem Benzin. Und er hat Bündel an Zeitungen und Bücher um sich herum. Es sieht also wirklich nicht gut aus.“

    Gegenüber Entertainment Weekly wird er sogar noch klarer und lässt keinen Zweifel daran, dass Chuck gestorben ist. Er erklärt zudem, dass man im Verlauf der Staffel die Entscheidung getroffen habe, Chuck sich am Ende selbst töten zu lassen. Gould spricht sogar über das Telefonat mit Schauspieler Michael McKean, in dem man ihn davon unterrichtet habe und die Vorahnung, die der Darsteller sofort hatte: Als man diesen angerufen hatte, habe der gerade im Auto gesessen und sofort gesagt: „Wenn es der Todesanruf ist, dann lasst mich kurz rechts ranfahren.“

    Eine Rückkehr von Darsteller Michael McKean ist aber natürlich trotzdem möglich, sofern die Serie fortgesetzt wird. Schließlich gibt es in „Better Call Caul“ immer wieder Zeitsprünge und so könnte die Figur in Rückblenden noch wichtig werden. So bestätigt auch Gould gegenüber Variety, dass man mit der Figur noch nicht fertig sei. Schließlich könnte er gerade auch noch einmal eine große Rolle spielen, wenn Jimmy (Bob Odenkirk) erfährt, was passiert ist, und sich an die vielen Tiefen, aber auch an die wenigen Höhen in ihrer Beziehung erinnert … und sich möglicherweise auch die Schuld an den Ereignissen gibt.

    Das Finale der dritten Staffel von „Better Call Saul“ ist in Deutschland ab sofort auf Netflix verfügbar. Aktuell ist übrigens noch keine vierte Staffel der Serie von US-Sender AMC bestellt worden, doch dies dürfte nur Formsache sein. So spricht auch Gould in den Interviews davon, dass sich die Autoren bald an die Planung machen werden. Mit der vierten Staffel dürfte es dann Anfang 2018 weitergehen. Die zweite und die dritte Season starteten jeweils im Februar, ein ähnlicher Zeitplan ist zu erwarten.

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    Kommentare
    • Pika in a J.
      Ich hoffe echt das dieser Spinner endlich das passende Ende bekommen hat. Allein mit seiner psychischen Störungen in den Flammen verrecken ist das einzige was Chuck verdient. Respekt aber an den Autor. Ich liebe die Serie
    Kommentare anzeigen
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