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    Wer war Oskar Fischinger? Google ehrt visionären Filmemacher mit interaktivem Doodle
    Von Lea Harbich — 22.06.2017 um 16:10
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    Oskar Fischinger schrieb als Filmemacher vor allem mit abstrakten Bildkompositionen Geschichte. Google widmet dem Pionier heute ein interaktives Doodle, das Nutzer selbst zum Künstler werden lässt.

    Google
    Zum 117. Geburtstag des deutsch-amerikanischen Filmemachers und Künstlers Oskar Fischinger hat sich Google etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Über ein interaktives Doodle können Nutzer heute im Handumdrehen selbst audio-visuelle Kompositionen erstellen – ganz nach Vorbild des Geburtstagskindes.

    Doch wer war Oskar Fischinger überhaupt? Der gebürtige Gelnhausener gilt als Pionier der abstrakten Verbindung von Bild und Klängen. In kurzen Videos arrangierte er geometrische Formen und klassische Musikstücke, lange vor moderner Computertechnik, wie etwa bei Franz Liszts zweiter Ungarischer Rhapsodie. In vielerlei Hinsicht ist Fischinger somit eine Art Vorreiter für moderne Animation und Videoclips, wie wir sie heute kennen: 



    Für Fritz Langs Sci-Fi-Stummfilm „Frau im Mond“ steuerte Fischinger 1928 Effekte bei, in der Nazi-Zeit wanderte er nach Hollywood aus (im Hitler-Deutschland galt die Kunst des Visionärs als entartet) und machte dort Karriere; unter anderem unterschrieb er einen Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer. Daneben arbeitete er zeitweise für Disney und war dort an „Fantasia“ und „Pinocchio“ beteiligt. Doch mit dem Mäusekonzern soll es kreative Differenzen gegeben haben - später widmete sich Fischinger so dem Werbefilm (via michaelspornanimation.com).

    1967 verstarb der Kunstschaffende in Kalifornien. Auf Vimeo hat das Center for Visual Music in L.A. einen Teil seines Vermächtnisses online zur Verfügung gestellt.

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