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10 Verfilmungen, die die Aussage der Vorlage komplett auf den Kopf stellen
Von Christian Fußy, Christoph Petersen — 28.07.2017 um 16:15
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Wenn Hollywood mal wieder was ganz anderes mit einem Projekt vorhat als vom usprünglichen Schöpfer des Romans, des Comics oder der TV-Serie intendiert...

Metropolitan FilmExport

„Kick-Ass“ (2010)

Vorlage: „Kick-Ass“ von Mark Millar und John Romita Jr. (Comic-Reihe, 2008-2010)

Was war mal die Aussage: Vigilantismus ist dumm, (reale) Superhelden sind erbärmlich. Autor Mark Millar („Kingsman: The Secret Service“) blickt mit höhnischem Spott auf seine Freizeithelden herab. Diese bringen durch ihre Taten nur sich selbst und andere in Gefahr und verursachen meist mehr Leid als sie verhindern. Selbst Folterungen und Vergewaltigungen gehören zu ihrem „Superhelden“-Repertoire.

Was wurde dann draus gemacht: Selbst wenn Matthew Vaughn („X-Men: Erste Entscheidung“) definitiv kein Problem mit der Darstellung von Gewalt hat, ist seine Verfilmung von Millars Vorlage im Vergleich doch um einiges entschärft. Vaughn hegt eindeutig Sympathien für die Beweggründe seiner (Helden-)Figuren und hebt deren positive Aspekte im Film viel stärker hervor (erst in „Kick-Ass 2“ wird das dann weniger). So wird aus der zynischen Comic-Vorlage eine klassischere Heldengeschichte, selbst wenn sie trotzdem nicht mit provokanten Inhalten geizt.

Was finden wir besser: Die Comic-Vorlage macht in ihrer Aussage zwar weniger Gefangene, ihr fehlt es unserer Meinung nach jedoch auch an Menschlichkeit. Wer sich daran nicht stört, sollte getrost zugreifen, denn die konsequent abgründige Story und der abgefahrene Artstyle sind allererste Sahne. Ansonsten finden wir den Film als Einstiegsdroge ganz gut gelungen.

Kick-Ass Trailer DF

 

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Kommentare
  • WhiteWalker
    Was auch noch erwähnenswert ist, sind die unterschiedlichen Enden von "Inferno". Während in Dan Browns Roman das Virus freigesetzt wird und die gesamte Weltbevölkerung infiziert wird, gibt es im Film dann auch wieder ein "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende, was ich persönlich sehr schade finde, da so die Logik flöten geht.
  • Deliah C. Darhk
    Die Kondom-Industrie erlebt eine Renaissance sondergleichen und die Mini-Pille verliert an Bedeutung.Die Überbevölkerung wird zeitweise eingedämmt. Die Umweltverschmutzung reduziert sich. Nicht erneuerbare Natur-Resourcen werden geschont.Soziale Probleme verschärfen sich, vor Allem mangelnde Altersabsicherung und gesellschaftliche Überalterung. Dazu kommt mittelfristig ein Arbeitskräftemangel. Daraus resultieren eine längere Lebensarbeitszeit und höhere Löhne in den Industriestaaten.Vermutlich wird die Eltern- und Kinderförderung erheblich ausgebaut.Kinderlosigkeit könnte hingegen zu einer neuen gesellschaftlichen Unterklassigkeit führen, und Babyhandel boomen; möglicher Weise sogar legalisiert werden.Nach zwei, vielleicht drei Generationen stehen wir wieder am selben Punkt wie vor dem Inferno.
  • WhiteWalker
    Ich finde, dass der "Bösewicht" dadurch ein wenig der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Im Buch verweist er schließlich darauf, dass er wollte, dass sein Plan aufgeht und deshalb das Virus einige Tage vorher schon freigesetzt hat, damit das nicht noch verhindert werden kann. Im Film wirkt er einfach nur wie der klassische Böse, der seinen Plan erklären muss, bevor er überhaupt umgesetzt wurde.
  • greek freak
    Zu Kick-Ass:Der Comic von Millar ist um Längen besser weil er einfach eine bitterböse & ultra-bissige Satire auf Superhelden,Vigilantentum,(un)-Soziale Medien und generell aller Klischees,die wir in Actionfilmen sehen,ist.Der Film dagegen, ist nur die weichgespülte und auf lustig getrimmte Version.So ist z.B. "Big Daddy" kein heldenhafter Cop,der nach dem Mord an seiner Frau,einen Kreuzzug gegen das Verbrechen als maskierter Rächer startet,sondern ein bekloppter Comicfan,der seine Tochter entführt und zur Killermaschine gedrillt hat.Und Kick-Ass himself,ist im Comic,am Ende immer noch ein totaler Loser,dem seine angebetete High-School Schönheit einen Laufpass gibt,nachdem sie erfahren hat,das er sie belogen hat.Im Film dagegen,"bekommt er sein Mädel" und ist der Held.Ausserdem haut Millar noch einige bitterböse Spitzen gegen Hollywood,Fankultur und die moderne Gesellschaft raus.Wenn schon,dann war das Sequel deutlich besser als der 2te Comic,der leider nur eine uninspirierte Gewalt-Orgie war.Den dritten und letzten Kick-Ass Comic kann man sich übrigens komplett sparen.
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