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    10 Verfilmungen, die die Aussage der Vorlage komplett auf den Kopf stellen
    Von Christian Fußy, Christoph Petersen — 28.07.2017 um 16:15
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    Wenn Hollywood mal wieder was ganz anderes mit einem Projekt vorhat als vom usprünglichen Schöpfer des Romans, des Comics oder der TV-Serie intendiert...

    Columbia Pictures Corporation
    „Men in Black“ (1997)

    Vorlage: „The Men In Black“ von Lowell Cunningham und Sandy Carruthers (Comic-Reihe, 1990-1997)

    Was war mal die Aussage: In den „The Men In Black“-Comics gibt es zwar auch jede Menge Humor, allerdings ist dieser genauso schwarz wie die Anzüge der Protagonisten. Die Agenten der Vorlage sind kaltblütige Staatsdiener, die nicht nur Außerirdische und Monster jagen, sondern auch jeden Aspekt des bürgerlichen Lebens überwachen und aus dem Schatten kontrollieren. Um die Population dumm und ihre Operation geheim zu halten, töten sie notfalls auch Zeugen oder setzen das aus den Filmen bekannte „Blitzdings“ ein, um unerwünschte Ansichten in der Gesellschaft zu unterdrücken. Der Traum eines jeden Faschisten.

    Was wurde dann draus gemacht: Im Film sind die Agenten Kay (Tommy Lee Jones) und Jay (Will Smith) gewissenhafte Beschützer, die nur das Wohl der Bevölkerung im Sinn haben. Die Geheimhaltung dient hier nur zum Schutz, nicht zur Täuschung. Außerdem strotz Barry Sonnenfelds Interpretation nur so vor humorigen Wortgefechten und regelrechten Slapstick-Einlagen.

    Was finden wir besser: Beide Versionen überzeugen auf ihre Art. Der Comic ist eine hintergründige Abrechnung mit dem Überwachungsstaat, die Hollywoodadaption ist dafür ein wunderbar kurzweiliger Blockbuster-Spaß ganz ohne doppelten Boden.

     

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    Kommentare
    • greek freak
      Zu Kick-Ass:Der Comic von Millar ist um Längen besser weil er einfach eine bitterböse & ultra-bissige Satire auf Superhelden,Vigilantentum,(un)-Soziale Medien und generell aller Klischees,die wir in Actionfilmen sehen,ist.Der Film dagegen, ist nur die weichgespülte und auf lustig getrimmte Version.So ist z.B. "Big Daddy" kein heldenhafter Cop,der nach dem Mord an seiner Frau,einen Kreuzzug gegen das Verbrechen als maskierter Rächer startet,sondern ein bekloppter Comicfan,der seine Tochter entführt und zur Killermaschine gedrillt hat.Und Kick-Ass himself,ist im Comic,am Ende immer noch ein totaler Loser,dem seine angebetete High-School Schönheit einen Laufpass gibt,nachdem sie erfahren hat,das er sie belogen hat.Im Film dagegen,"bekommt er sein Mädel" und ist der Held.Ausserdem haut Millar noch einige bitterböse Spitzen gegen Hollywood,Fankultur und die moderne Gesellschaft raus.Wenn schon,dann war das Sequel deutlich besser als der 2te Comic,der leider nur eine uninspirierte Gewalt-Orgie war.Den dritten und letzten Kick-Ass Comic kann man sich übrigens komplett sparen.
    • WhiteWalker
      Ich finde, dass der "Bösewicht" dadurch ein wenig der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Im Buch verweist er schließlich darauf, dass er wollte, dass sein Plan aufgeht und deshalb das Virus einige Tage vorher schon freigesetzt hat, damit das nicht noch verhindert werden kann. Im Film wirkt er einfach nur wie der klassische Böse, der seinen Plan erklären muss, bevor er überhaupt umgesetzt wurde.
    • Deliah C. Darhk
      Die Kondom-Industrie erlebt eine Renaissance sondergleichen und die Mini-Pille verliert an Bedeutung.Die Überbevölkerung wird zeitweise eingedämmt. Die Umweltverschmutzung reduziert sich. Nicht erneuerbare Natur-Resourcen werden geschont.Soziale Probleme verschärfen sich, vor Allem mangelnde Altersabsicherung und gesellschaftliche Überalterung. Dazu kommt mittelfristig ein Arbeitskräftemangel. Daraus resultieren eine längere Lebensarbeitszeit und höhere Löhne in den Industriestaaten.Vermutlich wird die Eltern- und Kinderförderung erheblich ausgebaut.Kinderlosigkeit könnte hingegen zu einer neuen gesellschaftlichen Unterklassigkeit führen, und Babyhandel boomen; möglicher Weise sogar legalisiert werden.Nach zwei, vielleicht drei Generationen stehen wir wieder am selben Punkt wie vor dem Inferno.
    • WhiteWalker
      Was auch noch erwähnenswert ist, sind die unterschiedlichen Enden von "Inferno". Während in Dan Browns Roman das Virus freigesetzt wird und die gesamte Weltbevölkerung infiziert wird, gibt es im Film dann auch wieder ein "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende, was ich persönlich sehr schade finde, da so die Logik flöten geht.
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