Mein FILMSTARTS
10 Verfilmungen, die die Aussage der Vorlage komplett auf den Kopf stellen
Von Christian Fußy, Christoph Petersen — 28.07.2017 um 16:15
facebook Tweet

Wenn Hollywood mal wieder was ganz anderes mit einem Projekt vorhat als vom usprünglichen Schöpfer des Romans, des Comics oder der TV-Serie intendiert...

Republic Pictures, TriStar Pictures

„The Running Man“ (1987)

Vorlage: „Menschenjagd“ von Stephen King (Roman, 1982)

Was war mal die Aussage: : In einem von Stephen Kings düstersten Enden wird der hoffnungslose Ben Richards in seinen letzten Minuten zum Terroristen, weil er der Schreckensherrschaft des Regimes nur noch rohe Gewalt entgegenzusetzen hat. Ursprünglich aus finanzieller Not in das Running-Man-Programm eingetreten, wird Richards im Laufe der zynischen TV-Show zum Systemkritiker und so zur größten Bedrohung für den totalitären Status Quo. Am Ende schafft er es trotzdem nicht, der Bevölkerung die Wahrheit vor Augen zu führen und stirbt in einem letzten Akt der Rebellion, indem er ein entführtes Flugzeug in das Büro des Senders fliegt. Das System gewinnt immer…

Was wurde dann draus gemacht: … nur eben nicht gegen Arnold Schwarzenegger! Dem gelingt es nämlich am Ende des Filmes, die Machenschaften der Medien aufzudecken. Dabei ist die Botschaft des Films durchaus widersprüchlich: Obwohl wie in der Vorlage die sinnlose Brutalität der Running-Man-Show angeprangert wird, setzt auch der Film selbst auf genau solche, um sein Publikum zu unterhalten. Gerade Schwarzeneggers Rache am manipulativen Killian (Richard Dawson) wird derart genüsslich zelebriert, dass jede satirische Hintergründigkeit in diesem Moment gleich mit zerfetzt wird.

Was finden wir besser:

So unterhaltsam die Arnie-Action auch ist, die Aussage des Originals ist so viel ambivalenter und mutiger, dass uns die Wahl am Ende dann doch nicht allzu schwer fällt.

 

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
  • "Starship Troopers" und "Freitag, der 13." stehen in Deutschland nicht mehr auf dem Index
  • Horror trifft auf Comic-Film: Düsteres "Hellboy"-Reboot soll sich mehr an der Vorlage orientieren
  • 10 Filme mit komplett anderen Enden als die Bücher, auf denen sie basieren
  • 11 Regisseure, die über ihre eigenen Filme hergezogen sind
Das könnte dich auch interessieren
Kommentare
  • WhiteWalker
    Was auch noch erwähnenswert ist, sind die unterschiedlichen Enden von "Inferno". Während in Dan Browns Roman das Virus freigesetzt wird und die gesamte Weltbevölkerung infiziert wird, gibt es im Film dann auch wieder ein "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende, was ich persönlich sehr schade finde, da so die Logik flöten geht.
  • Deliah C. Darhk
    Die Kondom-Industrie erlebt eine Renaissance sondergleichen und die Mini-Pille verliert an Bedeutung.Die Überbevölkerung wird zeitweise eingedämmt. Die Umweltverschmutzung reduziert sich. Nicht erneuerbare Natur-Resourcen werden geschont.Soziale Probleme verschärfen sich, vor Allem mangelnde Altersabsicherung und gesellschaftliche Überalterung. Dazu kommt mittelfristig ein Arbeitskräftemangel. Daraus resultieren eine längere Lebensarbeitszeit und höhere Löhne in den Industriestaaten.Vermutlich wird die Eltern- und Kinderförderung erheblich ausgebaut.Kinderlosigkeit könnte hingegen zu einer neuen gesellschaftlichen Unterklassigkeit führen, und Babyhandel boomen; möglicher Weise sogar legalisiert werden.Nach zwei, vielleicht drei Generationen stehen wir wieder am selben Punkt wie vor dem Inferno.
  • WhiteWalker
    Ich finde, dass der "Bösewicht" dadurch ein wenig der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Im Buch verweist er schließlich darauf, dass er wollte, dass sein Plan aufgeht und deshalb das Virus einige Tage vorher schon freigesetzt hat, damit das nicht noch verhindert werden kann. Im Film wirkt er einfach nur wie der klassische Böse, der seinen Plan erklären muss, bevor er überhaupt umgesetzt wurde.
  • greek freak
    Zu Kick-Ass:Der Comic von Millar ist um Längen besser weil er einfach eine bitterböse & ultra-bissige Satire auf Superhelden,Vigilantentum,(un)-Soziale Medien und generell aller Klischees,die wir in Actionfilmen sehen,ist.Der Film dagegen, ist nur die weichgespülte und auf lustig getrimmte Version.So ist z.B. "Big Daddy" kein heldenhafter Cop,der nach dem Mord an seiner Frau,einen Kreuzzug gegen das Verbrechen als maskierter Rächer startet,sondern ein bekloppter Comicfan,der seine Tochter entführt und zur Killermaschine gedrillt hat.Und Kick-Ass himself,ist im Comic,am Ende immer noch ein totaler Loser,dem seine angebetete High-School Schönheit einen Laufpass gibt,nachdem sie erfahren hat,das er sie belogen hat.Im Film dagegen,"bekommt er sein Mädel" und ist der Held.Ausserdem haut Millar noch einige bitterböse Spitzen gegen Hollywood,Fankultur und die moderne Gesellschaft raus.Wenn schon,dann war das Sequel deutlich besser als der 2te Comic,der leider nur eine uninspirierte Gewalt-Orgie war.Den dritten und letzten Kick-Ass Comic kann man sich übrigens komplett sparen.
Kommentare anzeigen
Folge uns auf Facebook
Filme-Specials
Zum Start von "Bumblebee": Die kultigsten Roboter
NEWS - Im Kino
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Zum Start von "Bumblebee": Die kultigsten Roboter
Das schwächste Wochenende des Jahres: Die Top-10 der US-Kinocharts
NEWS - Im Kino
Sonntag, 9. Dezember 2018
Das schwächste Wochenende des Jahres: Die Top-10 der US-Kinocharts
"Black Panther" weiter auf Oscar-Kurs: Die Golden-Globe-Nominierungen 2019
NEWS - Festivals & Preise
Donnerstag, 6. Dezember 2018
"Black Panther" weiter auf Oscar-Kurs: Die Golden-Globe-Nominierungen 2019
"Ralph reichts 2" und "Creed 2" verteidigen souverän die Spitze: Die Top-10 der US-Kinocharts
NEWS - Im Kino
Sonntag, 2. Dezember 2018
"Ralph reichts 2" und "Creed 2" verteidigen souverän die Spitze: Die Top-10 der US-Kinocharts
Alle Kino-Specials
Die beliebtesten Trailer
Avengers 4: Endgame Trailer DF
Aquaman Trailer DF
Downton Abbey Trailer OV
After Passion Trailer DF
Once Upon a Deadpool Trailer (2) OV
Godzilla 2: King Of The Monsters Trailer (2) DF
Alle Top-Trailer
Back to Top