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Vin Diesel muss Gleichberechtigung fördern: Michelle Rodriguez über Rückkehr für "Fast & Furious 9"
Von Tobias Mayer — 12.09.2017 um 12:33
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Michelle Rodriguez will, dass Frauen in der „Fast & Furious“-Reihe bessere Rollen bekommen und drohte deswegen mit Ausstieg. Nun gibt sich die Schauspielerin zuversichtlich, dass Vin Diesel sie von einer Rückkehr überzeugen kann.

Universal Pictures International

Wird sich ein Franchise, das Machogehabe als Markenkern hat, auf die alten Tage noch verändern? Nach aktueller Planung soll nach „Fast & Furious 10“ Schluss sein – „Fast & Furious 9“ würde also der vorletzte Eintrag in einer Reihe, in der Frauen zwar durchaus austeilen dürfen – siehe Charlize Theron als fiese Cipher in „Fast 8“ – in der Männer aber deutlich mehr Leinwandzeit und Dialoge haben, um zu protzen. „Ich hoffe, sie entscheiden sich dazu, die Frauen des Franchise beim nächsten Film mehr in den Vordergrund zu rücken. Ansonsten könnte ich auch einfach Lebewohl sagen zu einem geliebten Franchise“, schrieb die „Fast & Furious“-Stammschauspielerin Michelle Rodriguez im Juni 2017 auf Instagram. Wenige Tage später ruderte sie zwar zurück, die offizielle Verpflichtung für „Furious 9“ aber steht weiter aus. Nun liegt der Ball bei Hauptdarsteller Vin Diesel, ihrem Leinwandpartner, der als Produzent maßgeblichen Einfluss auf die wichtigsten Weichenstellungen nimmt.

"Fast & Furious 9": Michelle Rodriguez hat keine Lust mehr auf die Macho-Show

Der Hollywood Reporter hatte beim Deauville Film Festival Gelegenheit, mit Michelle Rodriguez über ihre Kritik zu sprechen. „Ich bin sicher, dass er mich überzeugen wird“, sagte Rodriguez im Hinblick auf Vin Diesel und ihre mögliche Rückkehr. Diesel wisse um ihr Anliegen, mit den „Fast & Furious“-Filmen nicht nur zu unterhalten, sondern die breite Aufmerksamkeit auch zu nutzen, unterschiedliche Kulturen zu zeigen und globale Probleme wie Gewalt gegenüber Frauen zu thematisieren.

Michelle Rodriguez möchte ihren Instagram-Post weniger als Drohung und mehr als Ermunterung an „Fast & Furious“-Autor Chris Morgan verstanden wissen, den Frauen der Reihe größeren Raum zu geben. „Immer sehen wir, wie sich die Jungs unterhalten, wir wissen, was sie denken und kennen ihre Beziehungen, aber ich kann an einer Hand abzählen, wie oft die Frauen in acht Filmen miteinander gesprochen haben.“ Damit spielt die Schauspielerin, die sich gegenüber dem Hollywood Reporter auch für mehr Diversität in Hollywood-Filmen aussprach, auf den Bechdel-Test an – bei dem viele Blockbuster versagen. Bestanden ist der Test, wenn diese drei Fragen mit „ja“ beantwortet werden: Gibt es mindestens zwei Frauenrollen? Sprechen sie miteinander? Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?

"Fast & Furious 9": Auch Helen Mirren knüpft Rückkehr an Bedingung

Fast & Furious 9“ startet am 18. April 2019. Michelle Rodriguez ist wieder dabei, wenn die Frauenrollen besser werden – und Helen Mirren, sollte sie endlich hinters Lenkrad dürfen. Die Oscarpreisträgerin spielte in „Fast 8“ die toughe Magdalene Shaw, Mutter von Deckard (Jason Statham) und Owen (Luke Evans), sie wollte bereits dort selbst fahren und wiederholte ihre Forderung nun für „Fast 9“: „Ich würde sehr gerne zurückkommen. Aber, Männer, das nächste Mal will ich fahren“, sagte Mirren auf dem Toronto International Film Festival gegenüber der Presse (via JoBlo).

 

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Kommentare
  • lukimalle
    Widersprüchlich: Wenn die Frauenrolle "Letty" so irrelevant wäre, wie sie es versucht, darzustellen, dann könnte man sie ja einfach herausschreiben und ihre Drohung, auszusteigen, liefe ins Leere.Generell ist es natürlich auch bei Actionfilmen prinzipiell eine gute Idee, diesen eine Aussage und eine Existenzberechtigung jenseits der Kurzweilunterhaltung zu geben, solange der Charakter einer Filmreihe und deren "Grundtugenden" nicht darunter leiden. Dieser Spagat kann jedoch ein schwieriges Unterfangen werden - gerade dann, wenn man es nicht zu offensichtlich machen will. Und ich halte es für äußerst schwer, gerade bei dem Trendthema "Everyday Sexism", das so einzubringen (v.a. bei F&F), dass es nicht fehl am Platz oder übermäßig plump und auffällig platziert wird. Bei Titanic z.B. fand ich es gut, bei The Force Awakens war es plump.
  • WhiteNightFalcon
    Ich finde immernoch nicht, dass es im Franchise Unterbeschäftigung für Frauen gibt. Gal Gadot ging, Natalie Emanuel kam dazu, im letzten Film Helen Mirren. Die Mädels dürfen heftig zuschlagen Michelle Rodriguez vs Rhonda Rousey zb. Cipher war die erste Oberschurkin und zudem der/die erste Schurke/Schurkin, die am Filmende davon kam, ohne tot, im Knast oder im Koma zu sein und zudem ja offenbar schon, wie nachträglich erklärt wurde - Spoiler - im Hintergrund für die Ereignisse in Teil 6 und 7 verantwortlich war.Bei Action, Gleichstellung bzw Anzahl der Castmitglieder sehe ich da ein sehr gesundes Verhältnis. Anders als etwa bei der Verfilmung von Need for Speed, wo die weibliche Hauptrolle ja wirklich zur quasselnden Beifahrersitzdeko verkam.
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