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    Boykott-Check: Bei welchen Filmen war der Protest angebracht, bei welchen völliger Unsinn

    Anlässlich der Kontroverse um „Peter Hase“ machen wir den Boykott-Check: Bei welchen dieser Filme, zu deren Boykott aufgerufen wurde, können wir den Protest nachvollziehen und bei welchen waren die Gründe einfach nur völliger Schwachsinn!

    D.R.

    „Die letzte Versuchung Christi“

    (Martin Scorsese, USA 1988)

    Wer hat sich überhaupt aufgeregt?

    Im Finale von „Die letzte Versuchung Christi“ steigt Jesus in einer Traumsequenz vom Kreuz und lebt als Sterblicher mit seiner Ehefrau Maria Magdalena. Außerdem baut Jesus im Film Kreuze für die Römer und fühlt sich von der Stimme Gottes gequält. Bei gläubigen Christen kam diese Darstellung erwartungsgemäß gar nicht gut weg.

    Was passierte dann?

    Nachdem der Film in den Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig aufgenommen wurde, zog Regisseur Franco Zeffirelli als Reaktion seinen ebenfalls akzeptierten Film „Il Giovane Toscanini“ wieder zurück. Am 22. Oktober 1988 warfen die Mitglieder einer französischen Gruppe fundamentaler Christen außerdem Molotowcocktails in das Pariser Kino Saint Michel, während dieses den Film zeigte – 13 Menschen wurden bei dem Brand zum Teil schwer verletzt. Auch in Amerika entschlossen sich zahlreiche fundamentale Christen-Verbände zu Boykottaufrufen – so protestierten vor den Universal Studios zum Beispiel mehr als 600 Menschen gegen den Film.

    Wer tickt hier eigentlich noch ganz richtig?

    Martin Scorsese – und sonst niemand!

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