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    "House Of Cards": Netflix feuert Kevin Spacey
    Von Annemarie Havran — 04.11.2017 um 11:19
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    Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen „House Of Cards”-Hauptdarsteller Kevin Spacey hat Netflix Konsequenzen gezogen: Die Zusammenarbeit mit Spacey wird sofort beendet, an der geplanten sechsten Staffel ist er nicht mehr beteiligt.

    Netflix

    In Hollywood ist der Groschen gefallen: Nachdem zunächst Produzent Harvey Weinstein der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung beschuldigt wurde, meldeten sich immer mehr Frauen und Männer aus der Branche zu Wort, die auch anderen Filmschaffenden ähnliche Vorwürfe machten und sich gegenseitig Mut zusprachen, die Missstände im Filmgeschäft öffentlich zu machen. Diese angesichts der erschütternden Zustände äußerst begrüßenswerte Entwicklung zieht nun auch immer mehr Konsequenzen für aktuelle Film- und Serienproduktionen nach sich: Nachdem auch Kevin Spacey der sexuellen Belästigung beschuldigt und die Produktion der sechsten Staffel von „House Of Cards“ angehalten wurde, gab Netflix nun bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler mit sofortiger Wirkung zu beenden.

    "House Of Cards": Netflix entwickelt Spin-offs

    Nachdem Schauspieler Anthony Rapp („Star Trek: Discovery“) als erstes Vorwürfe gegen Kevin Spacey erhob, worauf eine in den Sozialen Medien massiv kritisierte Entschuldigung Spaceys folgte, äußerten noch mehr Menschen Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den Schauspieler, wie unter anderem Variety berichtet. Netflix, die Plattform hinter der Drama-Serie „House Of Cards“, leitete bereits nach Rapps Vorwürfen erste Schritte ein, um sich öffentlich zu positionieren: Das Ende der Serie nach der damals in Produktion befindlichen sechsten Staffel wurde verkündet, es wurde jedoch betont, dass dies bereits länger beschlossen sei. Die Vorwürfe gegen Spacey nannte man „zutiefst beunruhigend“ und kündigte eine genaue Prüfung an.

    "House Of Cards"-Dreharbeiten unterbrochen

    Als erste Konsequenz der dann weiter folgenden Auseinandersetzung der Netflix-Verantwortlichen mit den Anschuldigungen gab man am 1. November 2017 die Unterbrechung der Dreharbeiten der finalen sechsten Staffel, in der Spacey noch mitwirken sollte, auf unbestimmte Zeit bekannt. Zwischenzeitlich wurde dann auch bekannt, dass mehrere Mitarbeiter an der Netflix-Serie Belästigungsvorwürfe gegen den Schauspieler erhoben haben. Nun ist der nächste Schritt erfolgt: Wie The Hollywood Reporter berichtet, hat Netflix endgültig und mit sofortiger Wirkung die Arbeit mit dem zweifachen Oscarpreisträger (1996 für „Die üblichen Verdächtigen“, 2000 für „American Beauty“) aufgekündigt.

    In einem Statement heißt es: „Netflix wird sich nicht an einer weiteren Produktion von ‚House Of Cards‘ beteiligen, die Kevin Spacey einschließt. Wir werden unsere Arbeit mit MRC [der Produktionsfirma hinter der Serie] zunächst noch fortsetzen, um unseren weiteren Weg im Zusammenhang mit dieser Serie abzuschätzen.“ Während Netflix die Zusammenarbeit mit Spacey klar beendete, wird in einem entsprechenden Statement von MRC von einer „Suspendierung“ gesprochen.

    Mögliches Verfahren: Frank Underwood wird aus dem Drehbuch geschrieben

    Die Veröffentlichung der sechsten Staffel war für Mitte 2018 geplant, dieser Termin dürfte nun hinfällig sein. Ob man die Serie überhaupt fortsetzt und wie dann mit Spaceys Figur des Frank Underwood verfahren wird, bleibt abzuwarten. Unter anderem The Hollywood Reporter berichtet, man suche nach einem Weg, die Figur für die finale Staffel aus dem Drehbuch zu schreiben. Die zwei bereits gedrehten Folgen der Staffel dürften im Giftschrank landen. Weiterhin auf dem Plan hat man bei Netflix aber anscheinend noch die kürzlich angekündigten Spin-offs, in denen ein Mitwirken Spacey schon nicht mehr vorgesehen war.

    Netflix will Biopic "Gore" nicht veröffentlichen

    Der Rausschmiss von Kevin Spacey bei Netflix betrifft außerdem noch ein anderes Projekt: Wie der Streaming-Riese mitteilte, werde man die Veröffentlichung des bereits abgedrehten und sich derzeit in Postproduktion befindlichen Spielfilms „Gore“ von Michael Hoffman nicht weiter verfolgten. Spacey spielte die Hauptrolle des Schriftstellers, Schauspielers und Politikers Gore Vidal und fungierte als Produzent.

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    Kommentare
    • Darklight ..
      Lach...Nein... ich habe nicht abgeschrieben.Aber ich sehe mit viel Freude, daß Du hier ähnlich differenziert denkst.Ich mag es, wenn mit solchen aktuen Krisen besonnen umgegangen wird. Und durch die Medienberichterstattung nicht mehr Schaden angerichtet wird als durch die "Tat" selber.Und Deine Gedanken dazu habe ich die letzten Tage mit viel Spannung aber auch mit viel Zustimmung verfolgt.
    • OzzieCobblepot
      Wahrscheinlich hast du eher Recht als ich, iwas ist bei Netflix gehörig falsch gelaufen. Ich versuche mir nur einen Reim zu machen warum er gefeuert wurde, ich kann und will mir nicht vorstellen, dass alleine die öffentliche Meinung ausreichend ist für eine Kündigung.Ich habe diesen Fall von uns im Hinterkopf (habs unten geschrieben👇). Der große Unterschied zu Spacey ist zweierlei: es ging bei uns um Arbeit mit Kindern & es waren Ermittlungen abgelaufen. Ich wollte es nicht wahrhaben damals. Im Nachhinein stellte sich heraus es war undenkbar ihn weiter arbeiten zu lassen. Tatsächlich habe ich Angst, dass mit der Zeit Spaceys Fall sich als kachelmannsche Räuberpistole herausstellt. Sollte Spacey wirklich wegen reiner öffentlicher Wahrnehmung gefeuert worden sein, läuft in unserer Gesellschaft etwas nicht mehr richtig. Die Hoffnung darauf will ich dann doch noch nicht aufgeben.😜
    • Jimmy V.
      Ja, der Polanski-Fall ist halt immer das große Negativbeispiel. Wie aber oft diskutiert, lauten die Argumente Pro-Polanski ungefähr so:- Er wollte sich dem Gericht stellen und die Sache klären, wie angekündigt ohne Gefängnis, doch der Deal sollte gekippt weden. Also ist er präventiv abgehauen.- Er hat sich mit dem Opfer zwischenzeitlich geeinigt. Außerdem hat die Frau damit abgeschlossen und Polanski verziehen.- Man hat etwas Nachsicht gezeigt, weil seine schwangere Frau brutal ermordert wurde.Das sind so die drei Hauptargumente. Kann man dazu stehen, wie man will, ich wollte das nur nochmal erwähnt haben. Ansonsten stimme ich dir natürlich zu, es ist sehr unverhältnismäßig. Wobei sich das bei Spacey schon immer mehr untermauert. Jetzt sind es ja keine uralten Anschuldigungen mehr, sondern sehr aktuelle.
    • greek freak
      Polanski hat nachweislich eine 14-jährige unter Drogen gesetzt und missbraucht,das ganze gestanden und ist seit fast 40 Jahren(in Worten VIERZIG) auf der Flucht vor der US-Justiz,die ihm per int. Haftbefehl sucht.Der Mann dreht unbehelligt seine Filme(zwar ausserhalb der USA aber O.K.),bekommt Oscars(sogar frei Haus geliefert von H.Ford) und diverse andere Preise und als mal versucht wurde,ihm wegen der Sache zu belangen,gab´s eine riesige Kampagne für seine Nicht-Auslieferung!Und dann haben wir den Fall Kevin Spacey oder früher M.Jackson,wo es keine eindeutigen Beweise gab für die Anschuldigungen aber beide Beschuldigten trotzdem geächtet wurden.Ein Schelm,wer da ein diverse Verschwörungstheorien glaubt.
    • Deliah C. Darhk
      Da würdest Du zumindest in Deutschland aber vor dem Arbeitsgericht deftig auf die Nase fallen.Fristlose Kündigung für nicht abgemahntes Fehlverhalten aufgrund unbewiesener Vorwürfe. ^^Glückwunsch! Hast deinen Chef-Job an die Wand gefahren.Ich war selbst mal Frauenbeauftragte, und so einfach wie Du meinst läuft das bei uns nicht.WTF!?Unterlassene Hilfeleistung?!?!?Ich glaube nicht, dass grenzwertige Anmachen als Notfälle gelten.Lies mal StGB 323c (1). ^^
    • Deliah C. Darhk
      Sag mal, hast Du bei mir abgeschrieben? ;DIst schon fast unheimlich wie gleich wir das sehen. Aber ich kenne dich ja auch als sehr besonnen Charakter. Da wundert mich das nicht.Toll ist es natürlich nicht vom Anmacher angegrapscht zu werden. Aber es ist NUR eine Anmache. Bis zur sexuellen Belästigung ist's zwar nicht mehr weit von da, aber dazu muss dem Anmacher verständlich gesagt werden, dass seine Annäherung nicht erwünscht ist.Wenn ich dann höre. DH hat an den Schenkel gefasst. Kevin hat den Spacey gezeigt ...Da denke ich: "So what ...!?"Das sind versuchte Kontaktaufnahmen. Sagen sie mir nicht zu, gehe ich weg oder mache ' ne Szene; aber sofort und nicht erst irgendwann und anderswo.Dieses ganze "Ach ja, ich auch!", das jetzt über Spacey hereinbricht ist imA schlichte Massen-Hysterie und Wichtigmacherei. Der Mann hat Kontakt gesucht. Na und!? Tun wir alle, unser ganzes Leben lang. So beginnen Freundschaften, Beziehungen, Liebe und Familie. Dass Kevin vielleicht einfach nur ein Vollpf*sten im Baggern ist, rechtfertigt mE überhaupt nicht, was aktuell über ihn verbreitet wird.Aktuell komme ich mir vor wie eine Zeit-Zeugin der Inquisition. ^^PSIch finde auch diese ganzen Netflix musste ... Image blablabla - Argumente eher grenzwertig.Wie jeder Mitarbeiter hatte auch Spacey Schutzrechte bei seinem Arbeitgeber. Dieser hätte über die betriebliche Schweigepflicht verhindern müssen, dass Vorwürfe eigener Mirarbeiter an die Öffentlichkeit kommen.Da gehören bei rechtsstaatlicher Betrachtung mE die Anschuldiger und jetzt auch das Management gefeuert oder zumindest abgemahnt.Bin mal auf die Schadenersatzklage gespannt, wenn Kevin Spacey nicht verurteilt wird.Könnte gerade in Amiland sehr, sehr teuer für Rapp und auch Netflix werden.Zu verlieren hat Spacey ja jetzt nichts mehr. Seine Karriere ist praktisch vernichtet.
    • OzzieCobblepot
      Sognore wurde gefeuert? Holy f.... hab ich nicht mitbekommen. Wer macht movie fights jetzt?Wenn sie das länger gewusst hätten, wäre es ein unmögliches Armutszeugnis. Stimmt total. Dann, hoffe ich, werden Sarandos und co auch angeklagt.
    • Arkanoid
      Das Traditionelle TV begeht doch Programmtechnischen Selbstmord und spielt diesen Unternehmen voll in die Karten. Alle 3 Mon. Men in Black und Indiana Jones und hoffen das wir alle mittlerweile Senil sind und uns auf ein neues Erlebnis freuen kann es ja wohl nicht sein.Davon abgesehen, ich bin kein Serien Fan, ich hasse dieses Abhängigkeit in die man gebracht werden soll, GZSZ wie Game of Thrones. Dann lieber Serien in welcher jede Folge abgeschlossen ist wie bei Comedy Formaten.
    • Arkanoid
      Hat hoffentlich eh keine Zukunft dieser Scheißladen.Weder wurde von Oraler noch Analer Vergewaltigung gesprochen und was Belästigung betrifft, sich stockbesoffen ins Bett zu begeben in dem sich grade ein 14 Jähriger Aufhält auf der er sich dann Plumsen lässt...Aber Dustin Hoffmann ist ja auch vom Mob Angeklagt, weil er einer Frau auf den Oberschenkel gefasst hat, das was wahrscheinlich jeder dritte in der Disko schon getan hat Männlein wie Weiblein.Er hat ne abfuhr bekommen und fertig. Ändert natürlich nichts daran das sich sowas nicht gehört.Was H.W. betrifft, der ist zurecht dran genau wie Cosby !
    • Jimmy V.
      Ich stimme dir inhaltlich auf jeden Fall zu. Jetzt müsste die Welt nur so gerecht sein. ;)
    • Jimmy V.
      Hier ging's halt um Kohle. Wahrscheinlich kostet die Ungewissheit um HoC mal schnell ordentlich Geld.
    • OzzieCobblepot
      Nachtrag:Ich will betonen: ich vermute nur. Wir wurden damals gebeten einzeln Zeugenaussagen abzugeben, um herauszufinden was dahinter steckte. Danach wurde der Mann wegen Missbrauchs Schutzbefohlener zu Haft verurteilt. Da war er schon ein halbes Jahr freigestellt. Auch ohne Verurteilung konnte man nach der internen Untersuchung nicht moralisch verantworten ihn weiter mit Kindern arbeiten zu lassen. Darum denke ich: Netflix könnte doch sehr wahrscheinlich Überprüfungen angestellt haben, und kann vermutlich nicht mehr die Sicherheit der HoC Mitarbeiter garantieren. Falls Spacey allerdings nicht verurteilt wird, dann haben wir tatsächlich die "Herrschaft des Mobs".
    • Fain5
      Also ich habe kein Netflix....P.S. Hat Hollywood aus Gone Girl nichts gelernt?
    • Darklight ..
      Die Künstler sind stimmberechtigt.Denn es ist ihr Werk.Wollen sie es, oder nicht?!Das wäre für mich eine der entscheidenden Fragen.Und - wollen wir wirklich eine auf ewig in der Luft hängende Serie, die Underwoods Fall am Ende gar nicht mehr zeigt. Gruselig die Vorstellung "er" kommt davon, ohne seine Strafe oder was auch immer zu bekommen...In 10 Jahren werden dann Leute sagen, "Mann, was waren die damals vorschnell wegen dieser aufgebrachten Öffentlichkeit..."Also... ich bin nicht der Auffassung, daß ein Straftäter, sofern Spacey ein solcher ist oder wäre, mit dem Verlust seines Jobs bestraft werden muß oder sollte.Er sollte eine Strafe kriegen, oder eine Bewährung. Aber nicht seien Job aufgeben MÜSSEN...Das zu fordern ist nicht Aufgabe der Öffentlichkeit.
    • Darklight ..
      Mein Grundgefühl sagt mir mittlerweile auch, daß Spacey wohl nicht der Mann mit dem einmaligen Ausrutscher ist, den man ihm schnell verzeihen sollte.Trotzdem hätte ich gerne Langsamkeit und Achtsamkeit in dem Umgang mit dem Ganzen gesehen. Der mutmaßliche Täter ist in Therapie, man untersucht den Umfang der Sache und guckt nach den Anklägern/Opfern. Belassen wir es doch mal ein paar Wochen bei dieser Situation, halten diese so wie sie ist aus und gucken, was Wahrheit und was Übertreibung oder Lüge ist...Man kann auch nächstes Jahr in Ruhe entscheiden, wie es weitergeht.Dies Ungeduld der Öffentlichkeit bzw. der Medien kotzt mich an.
    • OzzieCobblepot
      Sind sie nicht, meinte ich auch gar nicht. Aber jede große Firma überprüft doch intern ihre Mitarbeiter. Wenn dabei etwas zu Tage tritt, würde ich als Ted Sarandos auch die Reißleine ziehen. Noch dazu man es als unterlassene Hilfeleistung auslegen könnte, wenn die Firmenleitung etwas in der Art festgestellt hat, ohne Konsequenzen zu ziehen. Der daraus resultierende Imageschaden wäre unglaublich groß, und unglaublich gerechtfertigt. Wir hatten so einen ähnlichen Fall hier wo ich arbeite.
    • Jimmy V.
      Na ja, logisch, aber: Netflix glaubt ganz sicher nicht mehr an die Unschuld von Kevin Spacey. So erscheint mir das jedenfalls.
    • Jimmy V.
      Das wäre natürlich schon sinnvoll, ja. Aber dann wiederum wäre die Frage, wer da alles stimmberechtigt ist. Und wer das alles durchwinkt. Was ist z.B. mit den Aktionären bei Netflix? Usw.
    • Darklight ..
      Die Begrifflichkeiten der letzten Tage gehen so dermaßen durcheinander, daß es mitunter schon peinlich ist und auch Sachverhalte stark verfälscht werden.Vergewaltigung wird da im selben Atemzug wie sexuelle Belästigung gebraucht. Forsche, aggressive Anmachen werden mit Mißbrauch gleichgesetzt. Und Annährungsversuche mit großen Altersunterschied werden mit Pädophilie gleichgesetzt.DAS ist begrifflicher Rufmord.Spacey ist mitnichten Pädophil. Ein 14 jähriger ist nicht vorpubertär sondern sexuell i.d.R. einsatzfähig. Und somit liegt auch keine Pädophilie vor. Das trotzdem zu schreiben ist schon extrem bösartig. Weil der Vorwurf der Pädophilie richtig schwer wiegt und so ziemlich jede vorhandene Wut bei Leser hochkochen lässt...Dumme, plumpe und aggressive Anmachen sind auch kein Mißbrauch. Sondern "nur" dämliche Flirtversuche, die zuweilend sehr verletzend sein können. Würde man dafür Gefängnis fordern, säßen abba grade sehr sehr viele Leute in Untersuchungshaft. (Und nein, ich finde diese AggroFlirtVariante nicht cool sondern ätzend).Sich dann aber über ein "NEIN" hinwegzusetzten, oder wiederholt diese Annäherungen fortzuführen ist sträflich für mich. Auch im juristischen Sinne.Weinstein wurde ganz klar mehrfach wegen Vergewaltigung angezeigt. Spacey wegen massiver sexueller Belästigung beschuldigt. Das sind erstmal zwei völlig verschiedene paar Schuhe.Die aber gern in den letzten Tagen von vielen Zeitungen und "seriöusen" Medien munter durcheinander geworfen wurden.Das ist auch ätztend. Und unprofessionell. Mit solch falscher Wortwahl kann man einen Menschen genauso nachhaltig schädigen wie mit einer agressiven Anmachen...Wäre schön, daß auch mit zu berücksichtigen.
    • Darklight ..
      Ich finde, die Menschen, die die Serie als Filmkunstwerk geschaffen haben, sollten entscheiden dürfen, ob sie die Serie vollenden möchten.Auch wenn ein unliebsamer Schauspieler, der sich vielleicht massiv an sexuellen Belästigungen schuldig gemacht hat, die Hauptrolle spielt.Wenn ich Kameramann wäre oder eine Nebenrolle in "House Of Cards" spielen würde, würde ich mir wünschen, das man das (Kunst)Werk vollendet. Denn es ist - ironischerweise - eine Geschichte von Machtmißbrauch. Was könnte hier besser sein, als diese Geschichte mit dem Fall des Antihelden zu beenden. Vorausgesetzt, die Mehrheit möchte das.
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