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Aquaman erklärt: Was ihr über den "Justice League"-Helden wissen müsst
Von Julius Vietzen — 16.11.2017 um 11:11
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Wer ist eigentlich dieser Aquaman? Woher kommt er? Warum ist er so grantig? Und ist das überhaupt sein Dreizack? Auf diese Fragen bietet „Justice League“ nur wenig Antworten, deswegen haben wir für euch ein paar Fakten zusammengetragen.

Warner Bros.

Mit seiner Laufzeit von ziemlich genau zwei Stunden ist „Justice League“ deutlich kürzer als „Man Of Steel“ (143 Minuten), „Batman V Superman: Dawn Of Justice“ (151 Minuten) und „Wonder Woman“ (141 Minuten). Diese offenbar von Warner-Bros.-CEO Kevin Tsujihara eingeforderte Laufzeit schadet dem Film zwar nicht, wie ihr in unserer FILMSTARTS-Kritik nachlesen könnt, jedoch fallen einige geplante Auftritte von Figuren und Nebenhandlungsstränge dadurch zwangsweise unter den Tisch. Besonders die Geschichte von Aquaman (Jason Momoa) wird nur angerissen, ein vorgesehener Auftritt von Willem Dafoe als dessen Mentor Nuidis Vulko ist komplett entfallen und so faszinierend der erste Blick in die Unterwasserwelt von Atlantis auch ist: So richtig viel erfährt man in „Justice League“ nicht über Arthur Curry, wie der Held sich in der Welt der Menschen nennt. Wir haben die wenigen Informationsfetzen zusammengetragen und verraten euch, was ihr außerdem über den Unterwasserhelden wissen müsst.

Aquaman wird in „Justice League“ als Außenseiter porträtiert, der in keiner Welt so richtig zu Hause ist. In seiner Wahlheimat in Island wird er zwar akzeptiert und bewundert, doch kann er auf Grund seines atlantischen Erbes und seiner übermenschlichen Fähigkeiten wohl niemals wirklich zu der kleinen Dorfgemeinschaft gehören, die er beschützt. Auf der anderen Seite ist er auch in Atlantis nur bedingt willkommen, wie seine wenig freundschaftliche Unterhaltung mit Mera (Amber Heard) beweist. Diese Spannung dürfte wohl auch in dem kommenden Solofilm „Aquaman“ noch von Bedeutung sein. Ebenjene Mera lässt aber auch ein interessantes Detail über seine Herkunft fallen: Er ist wie in der Comicvorlage der Sohn von Atlanna, die in „Aquaman“ von Nicole Kidman gespielt werden wird. Sein Vater hingegen ist ein Mensch, ein Leuchtturmwärter namens Tim Curry (Temuera Morrison). Wenn ihr mehr über Arthur Currys Geschichte in den Comics erfahren wollte, dann können wir euch das folgende Video empfehlen:

 

Interessant ist auch, das Aquaman in „Justice League“ noch nicht sein richtiges Kostüm trägt und – für Comicfans fast noch wichtiger – auch noch nicht seine richtige Waffe schwingt, nämlich seinen ikonischen Dreizack: Wer sich die diversen Poster und Trailer zu „Justice League“ genau anschaut, erkennt problemlos, dass es sich bei der Waffe stattdessen um einen Fünfzack handelt – also um einen Dreizack mit fünf Spitzen. Und selbst diesen muss er sich, wie wir in „Justice League“ sehen, erst von Mera ausleihen. Im Gespräch mit dem kanadischen Reporter und Filmkritiker Chris Van Vliet (via Screenrant) bestätigte Jason Momoa unlängst, dass es sich dabei tatsächlich nicht um seine eigene Waffe handelt, versicherte aber zugleich, dass der ikonische Dreizack in „Aquaman“ auftauchen wird: „Wenn ihr ‚Aquaman‘ anschaut, werdet ihr sehen, wie er sich den Dreizack schnappt.“ Anders als die Kollegen von Screenrant spekulieren, gehört Aquamans geborgte Ausrüstung jedoch nicht Mera – so viel wissen wir bereits von unserem Besuch am Set von „Aquaman“. Leider dürfen wir euch aber auch noch nicht verraten, wem sie stattdessen gehört.

Doch nicht nur in Sachen Ausrüstung, auch in Sachen Charakterentwicklung müssen sich Fans von Aquaman noch gedulden, bis der von „The Conjuring“-Regisseur James Wan gedrehten Solofilm erscheint. Warum der Unterwasserheld so eigenbrötlerisch ist, was seine Beweggründe sind, wie sein Leben verlaufen ist – das alles werden wir erst in „Aquaman“ erfahren. Immerhin gab uns Momoa während einem Q&A zu „Justice League“ am 4. November 2017 in London, bei dem FILMSTARTS als einziges deutsches Medium zugegen war, schon einen Vorgeschmack:

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Demnach sei „Justice League“ einfach nur ein Wochenende im Leben des Helden und daher für die Zuschauer notgedrungen auch nur ein kurzer Einblick. Gleichzeitig versicherte Momoa, dass man nach „Aquaman“ verstehen werde, warum der von ihm gespielte Superheld so grantig sei: „Ihr werdet verstehen, wo er herkommt“, so der Aquaman-Darsteller. „Was mit seiner Mutter passiert ist, was mit seinem Vater passiert ist. Manchmal hat er Leute gerettet, manchmal konnte er sie nicht retten und damit kommt seine menschliche Seite nicht zurecht.“ Doch in „Aquaman“ habe seine Figur gelernt, die Verantwortung zu akzeptieren, und sei bereit, König von Atlantis zu werden. „Der Aquaman in ‚Justice League‘ ist noch nicht ganz Aquaman“, fasste Momoa abschließend zusammen.

Aquaman“ startet am 20. Dezember 2018 in den deutschen Kinos. Wer den ersten langen Auftritt des gleichnamigen Helden in „Justice League“ bislang verpasst hat, kann dies zur Zeit noch nachholen, das DC-Superheldentreffen läuft hierzulande seit dem 16. November 2017 in den Kinos.

 

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Kommentare
  • HerrDerKnochen
    Die Aussagen zeigen doch schon, dass der Solo-Film vorher sinnvoller gewesen wäre. Wirkt nicht wirklich durchdacht, wenn der nachfolgende Film den vorhergehenden erklären soll bzw. Teile aus diesem.
  • Silvio B.
    Wieso kann man nicht erstmal etwas hinnehmen, wie es ist, und sich nachher tiefer mit dem Charakter beschäftigen? War doch bei Wonder Woman genauso.Ich finde dieses System ziemlich gut.
  • Deliah C. Darhk
    Ich kann noch nicht beurteilen, ob da tatsächlich Kontext zur Figur fehlt. Allerdings werden auch Flash und Cyborg eingeführt ohne vorher in Solos erklärt worden zu sein. Das könnte schon etwas viel an "hinnehmen" mit sich bringen.Ich persönlich würde mich jetzt noch vor dem Kinobesuch wohler fühlen, wenn ich etwas mehr von Auqaman und Cyborg wüsste. Sind mir beide recht fremd.
  • Darklight ..
    Ich finde, drei neue unbekannte Helden sind zu wenig!So was wird schnell langweilig. Oder zu düster, wenn Ihnen die Witze ausgehen...Bei Suicide Squad waren es viel mehr und das hatte dort doch auch schon für größte Charaktertiefe gesorgt...Man sollte eventuell noch die Power Rangers hinzu fügen, damit es bunter und fröhlicher wird.
  • Silvio B.
    Ich habe den Film auch noch nicht gesehen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass mich dieser Punkt nicht stören wird.Ist zwar kein besonders gutes Beispiel, aber nehmen wir mal Pulp Fiction. Man weiß so gut wie nichts über Vincent und Jules, oder sämtlichen anderen Figuren, trotzdem bleibt es spannend.Dieses "Figuren müssen lang und breit eingeführt werden" ist mMn völlig überbewertet. Sie müssen sympatisch sein, witzig oder coole Sachen drauf haben, dann fiebert man auch mit ihnen mit.
  • HalJordan
    Eine Einführung der Figuren in Form von Solo-Filmen kann man vorher machen, muss man jedoch nicht. Etliche Comic-Vorlagen zeigen, dass es auch anders geht. Und wenn ich an weitere Ensemble-Filme, wie z. B. die X-Men denke, war eine solche Vorstellung auch nicht nötig.
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