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    "Schau in meine Welt": KiKA entschuldigt sich für falsche Altersangabe in Beitrag über multikulturelles Liebespaar

    In der Doku-Reihe "Schau in meine Welt" war am Ende 2017 die Liebe zwischen einem syrischen Flüchtling und einer Deutschen Gegenstand der Sendung. Das Alter des Syrers war als 17 angegeben, korrekt wäre 19. Für diesen Lapsus entschuldigt sich KiKA.

    KiKA

    In der Episode „Malvina, Diaa und die Liebe“ der KiKA-Doku-Reihe „Schau in meine Welt“, die am 26. November 2017 ausgestrahlt wurde, wurde die Beziehung zwischen dem 19 Jahre alten syrischen Flüchtling Diaa und der 16-jährigen Deutschen Malvina behandelt. Knapp 25 Minuten lang erhielten die Zuschauer nicht nur einen Einblick in die Gefühlswelt der beiden Liebenden, auch auf die Probleme, die aufgrund ihrer kulturellen Unterschiede auftauchen, wurde hingewiesen. So erfährt man aus dem Beitrag beispielsweise, inwiefern sich Diaa und Malvina an den jeweils anderen anpassen, um dessen religiöse und geschmackliche Sensibilitäten nicht zu verletzen. Malvina weigert sich beispielsweise das in Diaas Kultur bei Frauen übliche Kopftuch zu tragen, was dieser auch respektiert, dafür verzichtet sie für ihn auf Schweinefleisch und knappe Kleidung.

    Falsches Alter sorgt für Empörung

    Dass bereits die Erwähnung eines interkulturellen Paares in einer Kindersendung latent fremdenfeindliche Schreihälse auf den Plan ruft, war eigentlich klar, erste negative Kommentare seitens AfD und Co. ließen nicht lange auf sich warten. Allerdings wurde die Sendung dabei auch wegen eines anderen Umstandes kritisiert: Wie dwdl.de berichtet, ist den Produzenten der Reihe bei der Angabe von Diaas Alter ein Fehler unterlaufen: Der junge Mann ist bereits 19 Jahre alt und nicht, wie in einem Begleittext zur Sendung angegeben, 17. Schon länger gibt es Diskussionen über falsche Altersangaben von jungen männlichen Einwanderern, manche Politiker fordern obligatorische Alterstests.

    Bei der Verwechslung im Fall von Diaa handelt es sich laut Statement des Senders jedoch nicht um eine bewusste Manipulation der Fakten, wie Bild-Chefredakteur Julian Reichelt auf Twitter impliziert, sondern lediglich um einen Schnitzer, der bis zur Ausstrahlung im November unbemerkt blieb. Nun wurde der betreffende Beitrag richtiggestellt. Der Sender hat sich zudem für die anfänglich falschen Angaben entschuldigt.

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