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    So visionär war Sergei Eisenstein: Darum ehrt Google ihn mit einem außergewöhnlichen Doodle
    Von Alexander Friedrich — 22.01.2018 um 11:27
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    Filmfans dürften auf der Google-Startseite heute auf ein bekanntes Gesicht stoßen: Die Suchmaschine widmet auf ihrer Startseite dem legendären Filmemacher Sergei Eisenstein ein besonderes Doodle.

    Google

    Wer heute auf der Startseite von Google seinen Suchbegriff eingeben möchte, erblickt ein besonderes Gimmick: Zu seinem 120. Geburtstag hat der sowjetische Regisseur Sergei Eisenstein ein ganz persönliches Doodle bekommen. Die animierte Grafik zeigt den Filmemacher beim Inspizieren einiger Filmnegative. Bei genauerem Hinsehen lassen sich sogar einige bekannte Ausschnitte seiner Werke erkennen. Die entsprechenden Szenen sind sogar animiert.

    Sergei Michailowitsch Eisenstein wurde vor 120 Jahren, am 22. Januar 1898, im heute lettischen Riga geboren. Der Visionär galt als führender Regisseur der sowjetischen Revolutionsfilme. Revolutionär war jedoch nicht nur der Inhalt seiner Filme, sondern vor allem seine Techniken. Eisensteins wohl populärstes Werk ist der Propagandafilm „Panzerkreuzer Potemkin” von 1925. Die Odessa-Treppen-Sequenz, in welcher ein Kinderwagen die Stufen hinunter rollt, während Soldaten das Feuer auf die flüchtenden Menschenmassen eröffnen, gilt bis heute als eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte. Der rollende Kinderwagen ist übrigens eine der Szenen, die auf dem Doodle zu erkennen sind.

    Der Meister der Montage

    Mit seiner revolutionären Assoziationsmontage schuf Eisenstein eine eigene Kunstform und gab dem Filmschnitt eine gänzlich neue Bedeutung. Neben der Odessa-Szene zeigte das beispielhaft auch der Stummfilm „Streik”, in dem Eisenstein Momente von kämpfenden Soldaten und einer geschlachteten Kuh aneinanderreihte. Harte Schnitte mit starken Kontrasten, die den Zuschauer mit voller Härte treffen und dessen Vorstellungskraft anregten, waren das Markenzeichen des sowjetischen Regisseurs, ohne den der heutige Filmschnitt vielleicht ein anderer wäre.

    Am 11. Februar 1948 starb Sergei Eisenstein an einem Herzinfarkt. Obwohl seine Werke einen umstrittenen Propaganda-Hintergrund aufweisen, gilt der Visionär als einer der größten Regisseure überhaupt. Immer wieder wird Eisenstein in heutigen Filmen zitiert. Auch in unserer Fünf-Sterne-Kritik zu „Panzerkreuzer Potemkin” haben wir uns mit dem sowjetischen Filmemacher, der das Kino revolutionierten sollte, ausführlich befasst.

     

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