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    Enthüllt: Der "Dundee"-Fake-Film war so teuer, dass man den Film auch gleich hätte echt drehen können
    Von Christoph Petersen — 05.02.2018 um 16:49
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    Die Katze war eigentlich schon längst aus dem Sack, als gestern während des Super Bowls enthüllt wurde, dass es sich bei dem Projekt in Wahrheit um eine Werbekampagne des australischen Tourismusbüros handelt – und zwar um eine ziemlich teure...

    Wir sind ja mal gespannt, wie sich die Tourismuszahlen Australiens im kommenden Jahr entwickeln werden – ein einminütiger Spot beim Super Bowl, größer geht’s ja in der Werbewelt kaum noch. Und ein paar Leute werden wohl tatsächlich überrascht gewesen sein, als während des Spots aufgelöst wurde, dass es den Film gar nicht wirklich gibt, sondern die in den vergangenen Wochen veröffentlichten Teaser-Spots alle nur Teil einer aufwendigen Werbekampagne gewesen sind (während aufmerksame Internetleser längst mitbekommen haben dürften, was hinter den hochkarätig besetzten Sketch-Videos steckt):

     

    Was uns deshalb viel mehr überrascht hat als der Fake-Charakter der Fortsetzung des australischen Paul-Hogan-Komödien-Klassikers „Crocodile Dundee“ (der zweiterfolgreichste Film des Jahres 1986 in den USA hinter „Top Gun“), ist die Summe, die das australische Tourismusbüro laut Hauptdarsteller Danny McBride für die ganze Aktion mit großen Namen wie Chris Hemsworth, Hugh Jackman, Russell Crowe und Margot Robbie auf den Tisch gelegt hat: nämlich stolze 27 Millionen Dollar! Für diese Summe hätte man den Film auch gleich wirklich drehen können (wobei da natürlich das Geld für die eingekaufte Werbezeit nicht mit eingerechnet wäre und man wahrscheinlich nicht alle diese Superstars hätte bezahlen können).

    In demselben Interview mit dem Business Insider erzählt Danny McBride auch, wie es war, als er im vergangenen Herbst für die Aktion angeheuert wurde: „Es war nicht so, dass ich aktiv nach einer Rolle in einem Super-Bowl-Spot gesucht hätte, aber ich fand das Konzept einfach so lustig und wollte unbedingt sehen, wie die Leute darauf reagieren. Ich habe mich einfach zurückgelehnt und zugesehen, wie sich das ganze Ding entwickelt.“

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    Und was den viralen Effekt der Aktion angeht, hat sich der „Dundee: The Son Of A Legend Returns Home“ getaufte Fake-Film tatsächlich ziemlich gut entwickelt: Während der erste Teaser mit McBride bereits mehr als eine Millionen Klicks einfahren konnte, legte der zweite Teaser mit Chris Hemsworth sogar noch einen drauf und brachte es sogar auf mehr als zweieinhalb Millionen Video-Abrufen. Bevor dann allerdings der dritte Spot mit dem ganzen Cast veröffentlich werden konnte, war die Katze – nachdem es schon zuvor viele Skeptiker gab – dann aber auch endgültig aus dem Sack, als die australische Tageszeitung The Brisbane Times einen Bericht darüber veröffentlichte, dass es sich bei dem Film in Wahrheit um eine Werbeaktion des australischen Tourismusbüros handeln würde.

    Trotzdem müssen wir zugeben: Wir hatten schon unseren Spaß und vielleicht reicht das auch, denn ob der Humor auch einen ganzen 90-minütigen Film getragen hätte, steht in den Sternen.

     

     

     

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