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    Das Budget von Martin Scorseses Netflix-Film "The Irishman" soll inzwischen bei 140 Millionen Dollar liegen
    Von Christoph Petersen — 12.02.2018 um 16:30
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    Das Budget für den Mafia-Thriller mit Robert De Niro und Al Pacino lag mit 125 Millionen Dollar eh schon auf einem Rekordkurs für eine Netflix-Produktion – aber nun scheinen sich die Kosten vor allem für die Spezialeffekte immer weiter zu erhöhen.

    Warner Bros. France

    Als im vergangenen Dezember David Ayers „Bright“ auf Netflix veröffentlicht wurde, markierte das nicht weniger als eine Zeitenwende – immerhin kostete der Fantasy-Actioner mit „Suicide Squad“-Superstar Will Smith stolze 90 Millionen Dollar. Vorher war es absolut undenkbar, dass ein potentieller Blockbuster dieser Preiskategorie nicht für die große Leinwand, sondern ganz bewusst für die Auswertung auf einem Streaming-Portal produziert wird.

    Aber das ist offenbar nur der Anfang einer neuen Ära: Denn nachdem sich kein klassisches Hollywoodstudio an den hochbudgetierten Mafia-Thriller „The Irishman“ mit dem Traum-Quartett Robert De Niro, Al Pacino, Harvey Keitel und Joe Pesci herangetraut hat, sprang eben auch hier Netflix ein, um die anvisierten Kosten von 125 Millionen Dollar für das Prestigeprojekt zu stemmen. (Dass die Studios nach dem finanziellen Flop von „Silence“ nicht mehr neunstellige Summen für einen Scorsese-Film raushauen wollen, ist zumindest wirtschaftlich sogar durchaus nachvollziehbar). Nun scheint sich allerdings auch der Streaming-Gigant mit einem Problem herumschlagen zu müssen, dass die klassischen Hollywoodstudios schon seit jeher plagt (und mitunter sogar an den Rand des Untergangs oder darüber hinaus gedrängt hat): explodierende Budgets!

    Die wohl teuerste Verjüngungskur aller Zeiten

    Dass der Film mit seiner historischen Ausstattung und bestimmt nicht gerade geringen Gagen für die Schauspieler und Scorsese selbst (der Regisseur soll persönlich 10 – 15 Millionen Dollar erhalten) nicht billig werden würde, ist klar. Aber dass die Kosten jetzt wohl noch deutlich höher ausfallen, hat einen ganz anderen Grund, an den man zunächst gar nicht denkt: Die Altstars verkörpern nämlich über weite Strecken des Films Rollen, die sehr viel jünger sind als sie selbst – und deshalb werden sie nachträglich mit Hilfe von Computereffekten zum Teil deutlich verjüngt. Man kennt diese Technik aus „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Blade Runner 2049“, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und einer Szene mit Robert De Niro aus „Joy – Alles außer gewöhnlich“.

    Wie das Branchenmagazin Deadline nun in einem Artikel enthüllt hat, gestalten sich aber gerade diese Effekte als sehr viel aufwändiger und damit natürlich auch teurer als gedacht. So soll sich das Budget schon jetzt auf 140 Millionen Dollar erhöht haben und die Postproduktion hat noch nicht mal richtig angefangen. Die Chancen stehen also sehr „gut“, dass der endgültige Preis eher bei 150 Millionen Dollar oder sogar noch mehr liegen wird. Zudem könnten Verzögerungen bei der Effektarbeit dazu führen, dass der geplante Starttermin im Dezember 2018 nicht mehr gehalten werden kann. Nun ist es für Netflix natürlich eigentlich schnuppe, ob sie ein paar Tage früher oder später auf den – in unserer Vorstellung großen roten - Release-Knopf drücken. Nur ist „The Irishman“ eigentlich als der erste ganz große Oscar-Kandidat von Netflix geplant – und eine Verschiebung ins nächste Jahr würde diesen Award-Plänen einen ganz dicken Strich durch die Rechnung machen.

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    Kommentare
    • HalJordan
      Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Film. Ein Gangster-Streifen von Martin Scorsese geht immer und dann noch mit diesem tollen Cast! Bislang habe ich um Netflix einen Bogen gemacht, aber The Irishman wäre tatsächlich ein Grund mal damit anzufangen. ;-)
    • Darklight ..
      Bestimmt. Synchronsprecher zu sein ist Ehrensache.Das stirbt man nicht so einfach weg, bevor die Arbeit getan ist.: )
    • Darklight ..
      Ja... mich hat diese Szene tatsächlich nicht gestört. Vielleicht weil sie so kurz war - nur wenige Sekunden - und der Überraschungseffekt so groß?!Orlando Bloom hat mich von der ersten Sekunde an gestört. Kurt Russel... ja... müßte ich nochmal draufschauen. Ja... hat mich im Film nicht gestört. Muß gut gewesen sein, wenn ich darüber nachdenken muß. ; )
    • Sentenza93
      Da stimme ich zu. Downey jr. war ein Versuch. Zwar ganz gelungen, aber mit Luft nach oben. Russell gefiel mir das auch schon wesentlich besser.
    • W.W
      Ganz egal!! Ich will einfach so bald wie möglich diesen verdammten Film sehen! Meine absolute Nr. 1 auf der Erwartungsliste!
    • Bruce Wayne
      Echt? Dir hat der verjüngte Robert Downey gefallen?! Ich fand den unheimlich uncanney valley. Bisher war der junge Kurt Russel in GotG Vol. 2 die beste Repräsentation des Verfahrens, wenn du mich fragst.
    • Sentenza93
      Ich weiß nicht mal, ob von Gadow überhaupt noch aktiv ist. Aber vielleicht lässt er sich, falls ja, doch nochmal breitschlagen.
    • Darklight ..
      Geil. Laßt den Film ruhig 200 Mio kosten, wenn es sein muß. Ich bleibe dann einfach ein paar Jahre länger Netflix Kunde. Gegen Mehrkosten für GUTES CGI kann ich überhaupt nix einwenden. Laßt euch Zeit!: )
    • Darklight ..
      Mich hat einzig Robert Downey jr. jüngeres Ich in Civil War überzeugt. Das waren nur wenige Minuten und ich dacht, hey... Klasse!Legolas im Hobbit war dagegen gruselig anzusehen.: (
    • Darklight ..
      Ohhh... Mann... halte durch!!!Ich hasse es, wenn Synchronsprecher zu früh sterben...; )
    • Jimmy V.
      Also mir fällt das durchaus auf, aber ich empfinde es nicht so störend. Im Gegenteil: Wenn man die Technik hat, und so glaubwürdiger die Figur in verschiedenen Zeiten zeigen kann, ist das doch besser, als die Figur innerhalb eines Films von mehreren Darstellern verkörpern zu lassen.Rogue One war mit Leia passend, aber Tarkin, der ja nun wiedererweckt (!) wurde (weil Peter Crushing eben schon lange tot ist) hätte man vielleicht sogar weglassen können. Aber gerade für Episode IX hätte ich eine digital wiedererschaffene Leia sogar ganz praktisch gefunden, zumindest für einige Szenen. Gerade Star Wars hat für so etwas das Budget.
    • niman7
      Ach egal! Hauptsache wir kriegen den Film zu sehen xD
    • Sentenza93
      Bei Pesci's Stimme könnte das eventuell schwer werden. Mogens von Gadow wird dieses Jahr schon 88.
    • Kilmer_88
      Hauptsache der kommt rechtzeitig auf Netflix und die passenden syncronstimmen bei de niro, pacino, keitel und pesci.
    • Sentenza93
      Ja, die Technik ist noch nicht perfekt. Gerade wenn man weiß, etwas oder halt jemand ist digital. Aber für Leute, die es nicht wissen, die achten vllt. auch nicht so sehr drauf.Bestes Beispiel: Rogue One mit Tarkin (Peter Cushing). Gibt genug Leute, viele Kollegen von mir z.B., denen das nicht auffiel.
    • Gatzilla
      Ich fand die digitalen Verjüngungen bis jetzt noch nie richtig überzeugend, und die Schauspieler hier sind alle mal Steinalt :D Bin gespannt wie das wird. Offensichtliches CGI und Mafiaepos passt nicht zusammen
    • Sentenza93
      Alter Schwede! Da nimmt man sich aber was vor.
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