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    Netflix erwirbt Realserien-Adaption von "Sword Art Online", Hauptrollen werden mit asiatischen Darstellern besetzt
    Von Robert Laubenthal — 14.02.2018 um 11:02
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    Netflix hat die kommende „Sword Art Online“-Realserien-Adaption erworben. Produzentin Laeta Kalogridis erklärte zudem, dass die Hauptrollen von Kirito und Asuna an asiatische Darsteller gehen werden und somit Whitewashing vermieden wird.

    AV Visionen Filmverleih

    Eine „Sword Art Online“-Realserien-Adaption ist bei der US-Produktionsfirma Skydance Television in der Mache, und nun wurde bekannt (via Collider), dass der Streaming-Gigant Netflix die Rechte zur Serie erworben hat, wodurch die weltweite Netflix-„Gemeinde“ dann in den Genuss der Anime-Adaption kommen wird. Zudem erklärte Serien-Produzentin und -Autorin Laeta Kalogridis, die auch Serienschöpferin der Netflix-Cyberpunk-Serie „Altered Carbon - Das Unsterblichkeitsprogramm“ ist, dass für die beiden Hauptfiguren Kazuto „Kirito“ Kirigaya und Asuna Yuuki asiatische Darsteller engagiert werden – somit wird einer möglichen Whitewashing-Kontroverse von Anfang an vorgebeugt…

    Im beliebten Anime „Sword Art Online“ geht es um ein Online-Rollenspiel, an dem der junge Kazuto „Kirito“ Kirigaya teilnimmt. Kirito freut sich eigentlich auf einen netten Zock, doch dann kommt die böse Überraschung: Den 10.000 Sword-Art-Online-Spielern wird von Spielerfinder Akihiko Kayaba mitgeteilt, dass er das Game als Falle konzipiert hat. Wer im Spiel stirbt, ist tatsächlich tot! Kirito verbessert in der Folge seine Kampffähigkeiten und findet Freunde und Verbündete im Spiel wie Asuna Yuuki. Nur wer alle 100 Level absolviert, hat eine Chance, das Online-Spiel wieder lebend zu verlassen…

    "Sword Art Online": ProSieben nimmt zum ersten Mal eine Anime-Serie ins Abendprogramm

    Der Streaming-Service Netflix plant eine „beschleunigte“ Produktion der „Sword Art Online“-Realadaption. Zwar ist derzeit noch unklar, wann die Serie in die heiße Produktionsphase eintreten wird, doch mit Autorin Laeta Kalogridis ist exzellentes Personal verpflichtet: Sie verfasste bereits einen (nicht verwendeten) Drehbuch-Entwurf für die Realfilm-Adaption „Ghost In The Shell“ mit Scarlett Johansson als Major und arbeitete auch als Co-Autorin für die kommende Realfilm-Adaption des Mangas „Battle Angel Alita“ von Yukito Kishiro, „Alita: Battle Angel“, bei der Robert Rodriguez Regie führt (Kinostart in den USA ist der 21. Dezember 2018 - die Anpassung des deutschen Kinostarts dürfte demnächst folgen). Manga/Anime-zu-Realfilm/-Serien-Expertise ist bei dem kommenden Projekt also reichlich vorhanden.

    Desweiteren erklärte Autorin und Produzentin Kalogridis im Interview mit Collider, dass Teil der Modalitäten des mit Netflix geschlossenen Vertrages ist, dass die Hauptfiguren Kazuto „Kirito“ Kirigaya und Asuna Yuuki von asiatischen (bzw. vermutlich asiatisch-amerikanischen) Darstellern verkörpert werden. Kalogridis wörtlich: „‚Sword Art Online‘ ist eine im Kern japanische Geschichte, in der Kirito und Asuna, die beiden Hauptfiguren, japanisch sind. In der TV-Serie werden Kirito und Asuna von asiatischen Schauspielern gespielt werden.“

    Der Netflix-Sci-Fi-Kracher "Auslöschung" wird wegen Whitewashing kritisiert

    Kalogridis weiter: „Als ich an Netflix verkaufte, lagen wir alle auf derselben Wellenlänge. Sie sind nicht an Whitewashing interessiert, und ich bin es auch nicht.“ Kalogridis ergänzte, dass man im Anime „Sword Art Online“ klar erkennen könnte, dass eine globale Spielergemeinde am Virtual-Reality-Online-Spiel teilnimmt. Diese Figuren würden dann auch mit Darstellern aus aller Welt besetzt werden. Hier wird also ein oft zur Anwendung kommendes Besetzungs-Schema geradezu ins Gegenteil verkehrt, denn traditionell werden in Hollywood-Filmen und -Serien, die im asiatischen Raum spielen, oft die Hauptrollen - mit Blick auf ein westliches Publikum - mit europäischen/amerikanischen Darstellern besetzt, während dann für die Nebenrollen asiatische Schauspieler verpflichtet werden.

    Neue Sendezeit für "Sword Art Online"-Anime auf ProSieben

    Wer sich vor der Realserien-Adaption noch den Anime anschauen möchte, kann dies ab dem 27. Februar 2018 im deutschen Free-TV auf ProSieben tun: Der Sender strahlt ab dann wöchentlich immer dienstags um 23.15 Uhr zwei Folgen der Anime-Serie aus. Und für alle, denen das zu spät ist, haben wir eine gute Nachricht: ProSieben gab am gestrigen 13. Februar 2018 bekannt, dass die beiden Dienstag-Abend-Folgen jeweils am darauf folgenden Samstagnachmittag um 13.30 Uhr wiederholt werden sowie nach der Dienstags-Ausstrahlung für jeweils sieben Tage in der ProSieben-Mediathek zum Abruf zur Verfügung stehen.

     

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    Kommentare
    • Noah
      Ähm Asuna sieht aber 0,0% Asiatisch aus. Vom kompletten Körper her sieht sie eher wie ne Europäerin aus (Kein Amerikaner, weil dafür zu dünn).Kirito sieht aber im Gegenteil sehr asiatisch aus dass verstehe ich.Klein, Agil usw sind auch wieder 0,0% Asiatisch wohingegen Sugu aber wieder voll Asiatisch aussieht.Hoffe ihr versteht was ich meine.
    • Winslow
      Es ist ein Schönheitsideal, das die Japaner nach dem WWII angenommen haben. Die Augenlid-Operation (Blepharoplasty, Asiaten haben oftmals keine obere Lidfalte) ist in Japan die häufigste Schönheits-OP neben der Nasenkorrektur (um die Nase nach europäischem Vorbild größer zu gestalten).Insofern passen traditionelle Asiaten oftmals weniger gut, um viele Anime und Mangas zu verfilmen, da nicht nur die Charaktere typisch europäisch gestaltet sind, sondern diese oftmals auch in einem europäisch aussehenden Setting agieren (wie z.B. die meisten Verfilmungen von Ghibli/Hayao Miyazaki, die im übrigen meist europäische literarische Vorlagen haben).
    • Vincent
      warum? Die Figuren sollen ja wohl eindeutig asiatisch sein. Warum die Manga Figuren meist grosse Augen haben weiss ich nicht. Aber bestimmt nicht weil es alles weisse Einwander mit asiatischen namen sind.
    • Winslow
      Irgendwie inkonsequent, da Manga- und Anime-Figuren große europäisch-runde Augen haben.
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