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    "Black Panther"-Soundtrack: Viele Fucks, aber zensiert wurde nur ein Hinweis auf einen DC-Bösewicht
    Von Björn Becher — 14.02.2018 um 12:45
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    Rap-Superstar Kendrick Lamar durfte den Soundtrack zu „Black Panther“ zusammenstellen und wählte dabei viele explizite Rap-Tracks. Das Wort „Fuck“ stellte dabei kein Problem dar, die Nennung einer DC-Figur schon….

    Walt Disney

    14 Musikstücke umfasst „Black Panther: The Album”. Kuratiert wurde es von Kendrick Lamar, einem der gesellschaftskritischsten US-Rapper der Gegenwart, der sich oftmals gegen Rassismus positioniert. Ursprünglich sollte er auf Wunsch von Regisseur Ryan Coogler nur ein paar Songs beisteuern, doch nachdem er einen Großteil des Films dafür gezeigt bekam, entschloss er sich, ein ganzes Album zu entwickeln.

    Gemeinsam mit Anthony Tiffith produzierte er das Album auch, auf dem auch das Stück „Opps“ enthalten ist, eine Zusammenarbeit von Lamar, dem US-Hip-Hopper Vince Staples sowie dem südafrikanischen Rapper Yugen Blakrok. Produziert wurde das Stück von Ludwig Göransson, der als Komponist auch für den eigentlichen Filmscore verantwortlich ist. Hört man genau rein, erkennt man, dass explizite Lyrics (wie zahlreiche „Fucks“) erlaubt waren, es aber bei Minute 2:22 doch ein Peep gibt.

    Doch was wurde hier zensiert? Eine problematische Aussage in dem Album, das Lamar explizit auch als politisches Statement verstanden wissen will? Nein. Wenn man sich die von Yugen Blakrok gerappten Zeilen genau anschaut, kann man schon verstehen, worauf die Textstelle hinausläuft:

    „Stand behind my own bars, like a seasoned criminal, Gotham City Streets, I'll play the *bleep*“

    Die Anspielung auf die Straßen von Gotham City weist uns natürlich den Weg zu Batman und so ist es laut Genius.com auch der Riddler, den Blakrok hier nennt und nach eigener Aussage spielt. Es wurde also im Soundtrack der Name einer Figur von Marvel-Konkurrent DC zensiert.

    Ob der Comic-Konzern keine Werbung für den Konkurrenten machen wollte oder es vielleicht auch rechtliche Gründe hatte, man also keinen Ärger mit DC wollte, ist nicht bekannt. Interessant ist dabei aber, dass man mit der Nennung von Gotham kein Problem hatte, obwohl die Stadt bei allen Comic-Fans doch sofort mit Batman und damit mit DC assoziiert werden dürfte.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Black Panther"

    Im Film selbst dürfte dies übrigens nicht auffallen. Der von Kendrick Lamar verantwortete Soundtrack ist mehr im Hintergrund zu hören. Im Vordergrund steht viel deutlicher der klassische Score von Ludwig Göransson, der nach „Fruitvale Station“ und „Creed“ erneut für Ryan Coogler die musikalische Untermalung lieferte. Der Schwede setzt dabei dieses Mal viel auf Trommeln und afrikanische Gesänge.

    Black Panther” startet am 15. Februar 2018 in den deutschen Kinos.

     

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