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    "Pacific Rim 2: Uprising": So könnte es in Teil 3 der Bombastreihe weitergehen
    Von Christian Fußy — 24.03.2018 um 20:00
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    Das Ende von „Pacific Rim 2: Uprising“ lässt die Tür für eine Fortsetzung sperrangelweit offen. Wir haben uns die Frage gestellt, was in „Pacific Rim 3“ passieren könnte, falls es ein weiteres Sequel geben sollte.

    Universal Pictures International France

    Achtung! Der folgende Text enthält Kaiju-große Spoiler zu „Pacific Rim 2: Uprising“

    Steven S. DeKnights Fortsetzung von Guillermo del Toros entfesseltem Spektakelfilm „Pacific Rim“ aus dem Jahr 2013 setzt größtenteils auf einen neuen, jüngeren Cast. Mit John Boyega und Scott Eastwood statt Rinko Kikuchi und Charlie Hunnam tritt eine neue Generation von Jaeger-Piloten in den Vordergrund. Rückkehrer wie Burn Gormans Hermann Gottlieb, dem man im Abspann des zweiten Teils dreisterweise seinen Doktortitel aberkannt hat, und Charlie Day als Dr. Newton „Newt“ Geiszler wirken im Vergleich zu den Frischlingen in „Uprising“ regelrecht wie deren Großeltern - Gorman ist mit seinen gerade mal 43 Jahren der älteste Hauptdarsteller im Cast. Ähnlich wie mit den Prequels auch die „Star Wars“-Reihe einer Verjüngung unterzogen wurde, ist nun auch „Pacific Rim“ vorwiegend an ein jüngeres Publikum gerichtet und es ist offensichtlich, dass sich Legendary Pictures, sollte der zweite Teil ein Erfolg werden, viele mögliche Fortsetzungen mit den Newcomern erwartet. Regisseur DeKnight sprach in Interviews (z.B mit /Film und Nerdist) sogar schon von einem eigenen „Cinematic Universe“. Dies wird am Ende des neuen Filmes bereits selbstbewusst angeteasert.

    Was wird aus den Helden?

    Bis auf Publikumsliebling Mako Mori (Rinko Kikuchi), die bereits im ersten Drittel von „Uprising“ überraschend bei einer von Geizler (Charlie Day) instruierten Jaeger-Attacke ums Leben kommt, sollten alle etablierten Figuren für einen dritten Teil wieder mit von der Partie sein. Dass John Boyega alias Jake Pentecost in der neuen Riege eine Führungsposition einnehmen wird, hat sich am Ende bereits abgezeichnet und es scheint, als würde er in Teil drei endgültig in die Fußstapfen seiner berühmten Familienmitglieder treten und die militärische Karriereleiter nach oben steigen. Auch für seinen Schützling, die junge Schrauberin Amara Namani (Cailee Spaeny) neigt sich das Kadettendasein dem Ende zu, ihr Last-Minute-Einsatz als Co-Pilotin von Jake im Finale sollte ihr eine Beförderung zum vollwertigen Ranger verschafft haben.  

    Universal Pictures International France
    Ganz schön jung: Die neuen Rekruten

    Was unbedingt geschehen muss, ist eine Weiterentwicklung der von Adria Arjona gespielten Figur Jules Reyes, die in „Uprising“ lediglich als Zankapfel zwischen Jake und Nate Lambert (Scott Eastwood) herhält und ansonsten vollkommen blass bleibt. Ihre konkrete Beziehung zu beiden Männern ist vollkommen ungeklärt, ebenso ihre Position innerhalb des Militärs und die Frage, warum sich Jake und Nate überhaupt für sie interessieren, wo man doch durchaus den Eindruck bekommen könnte, dass die beiden Heißsporne in Wahrheit nur Augen füreinander haben. Immerhin gibt Jake im Gespräch mit Amara ungeniert zu, Nate schon ganz schön sexy zu finden. Ein Umstand, den dieser durch den gemeinsamen Drift wohl mitbekommen haben dürfte. Hier besteht Klärungsbedarf.

    Was wird aus den Schurken?

    Auch das Schicksal des Verräters Newton Geiszler, der sich in einem Twist als Marionette der Precursors herausstellt, eröffnet dem Franchise narrativ einige neue Möglichkeiten. Nach seinem Drift mit dem Kaiju-Gehirn am Ende von „Pacific Rim“ haben die Anführer der Alienrasse nach und nach sein Bewusstsein übernommen und kontrollieren jetzt den ehemals so rebellischen (Frei-)Geist. Man kann davon ausgehen, dass seine neuronale Verbindung mit den Kreaturen in einem etwaigen dritten Teil stärker in den Fokus gerückt und möglicherweise zum Vorteil der Menschheit eingesetzt wird. Mit Geiszler in Gewahrsam, kann sein unmittelbares Wissen über die Beweggründe der Precursors als essentielle Informationsquelle für die Menschheit genutzt werden.   

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    Charlie Day als Geiszler

    Möglicherweise bekommt man dann sogar die fremde Dimension zu sehen, aus der die feindseligen Kreaturen kommen. Bis auf eine kurze Szene im ersten Teil gab es noch keinen Einblick in den Lebensraum der Invasoren, die ja bereits seit mehreren Dekaden versuchen, die Erde durch Terraforming ihrer Heimat anzupassen. Kurz bevor einen die Credits von „Uprising“ aus dem Film entlassen, kündigt Jake an, Geiszlers neue Verbündete jagen und auslöschen zu wollen. Sollte es tatsächlich bald ein Kino-Universum geben, wäre eine Exploration des feindlichen Territoriums ein guter Ansatz, um sich nicht konstant zu wiederholen. Womöglich erfahren wir dann auch, was genau der wahnsinnige Wissenschaftler mit „Plan B“ gemeint hat.

    Wie wahrscheinlich ist eine Fortsetzung?

    Der erste Teil war vor allem in China ein Kassenhit, weshalb man in der Fortsetzung verstärkt auf Schauspieler und Schauplätze aus und in Fernost gesetzt hat. Außerdem wurde die Roboteraction im Vergleich zur eleganten del-Toro-Inszenierung des ersten Films noch um einiges dynamischer gestaltet, immerhin sind ja auch die „Transformers“-Filme mit dieser Taktik im Reich der Mitte erfolgreich.

    Sollte die Rechnung aufgehen, wäre ein „Pacific Rim“-Universum durchaus denkbar, mit seinen hohen Produktionskosten von immer noch rund 150 Millionen US-Dollar (der erste Teil kostete 190 Millionen und war trotz der chinesischen Kinogänger und des Kritikerlobs nur ein moderater Erfolg) ist dies jedoch längst keine Selbstverständlichkeit. Da nicht nur wir etwas ernüchtert sind von Teil zwei (zur FILMSTARTS-Kritik), bleibt abzuwarten, wie viele Zuschauer der Film am Ende tatsächlich ins Kino locken kann. Es wäre eine mittelgroße Überraschung, wenn der qualitativ schwächere „Uprising“ das erreicht, was del Toros überladener, aber mit Liebe gemachter Vorgänger nur gerade so zustande gebracht hat. Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass manchmal auch weitaus schlechtere Film-Franchises fortgesetzt werden. Man muss sich dafür nur Reihen wie „Leprechaun“, „Transformers“ oder „Sharknado“ ansehen.

     

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    Kommentare
    • Cirby
      Wo war eigentlich das japanische Militär? Hätte das nicht etwas unternehmen wollen, bevor Tokyo zerstört wird?Mich nervt langsam diese Ankündigung, die Angreifer selbst angreifen zu wollen. Ist bereits aus Independence Day 2 und Skyline 2 bekannt. Nun auch Pacific Rim 2. Mal schauen, welche Filmreihe tatsächlich eine 2. Fortsetzung erhält. Ich schließe fast schon alle drei aus. Obwohl mich dies am ehesten interessieren würde.
    • Klaus S aus S
      kann ich so unterschreiben
    • marvel5000
      Mir hat der erste Teil nicht besonders gut gefallen. Für mich war das der schlechteste Film den Del Toro je gemacht hat. Ohne Spannung, ohne interessante Figuren. Schon diese Fortsetzung ist meiner Meinung nach absolut unnötig gewesen.
    • Deliah Christine Darhk
      Weil neue Ideen heutzutage sehr selten sind.
    • Sentenza93
      Teil 1 hatte doch ein absolut gutes Ende. Warum musste man das wieder aufreißen?
    • WhiteNightFalcon
      Bis die ersten Boxofficezahlen da sind, würd ich mir über nen dritten Teil 0 Gedanken machen.Und wenn sich die Robotermüdigkeit von Transformers 5 auch auf Pacific Rim 2 auswirkt, könnte der Film ne böse Bruchlandung hinlegen.
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