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    Ist "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" wirklich der teuerste deutsche Film aller Zeiten?

    Eines ist klar: Dennis Gansels Verfilmung von Michael Endes Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist eine der aufwendigsten deutschen Produktionen aller Zeiten – doch ist es auch die teuerste, wie von einigen Medien kolportiert wurde?

    Warner Bros.

    Zuletzt war eine gewisse Verwirrung entstanden, ob Dennis Gansels Märchenfilm „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ mit Salomon Gordon, Henning Baum, Annette Frier, Christoph Maria Herbst und Uwe Ochsenknecht wirklich der teuerste deutsche Film aller Zeiten ist, wie verschiedene Publikationen wie die BILD-Zeitung und die Goldene Kamera berichteten. Die erste Realverfilmung des gleichnamigen legendären Kinderbuchs von Michael Ende, dessen Klassiker „Die unendliche Geschichte“ (4,8 Millionen Besucher in Deutschland) und „Momo“ (2,2 Millionen Besucher) schon äußerst erfolgreich verfilmt wurden, kostete laut Angaben der Produzenten 25 Millionen Euro. Was in Hollywood für die Klassifizierung „moderates Budget“ ausreichen würde, ist für deutsche Verhältnisse eine gigantische Menge Geld, weil ein deutscher Film schließlich kaum die globalen Auswertungsmöglichkeiten hat wie amerikanische Werke und sein Geld vorwiegend in Deutschland, Österreich und der Schweiz einspielen muss.

    Die teuersten Filme aller Zeiten

    Der offiziell teuerste deutsche Film aller Zeiten ist und bleibt aber der ebenso wie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in den Babelsberg Studios in Potsdam hergestellte „Cloud Atlas“ (2012) von Tom Tykwer, der 100 Millionen Dollar verbrauchte (ca. 80 Millionen Euro). Gedreht wurde das Sci-Fi-Epos mit Tom Hanks jedoch auf Englisch, was keinen Einfluss auf den Ursprung einer Produktion hat – höchstens emotional. Schauen wir auf die Nummer zwei der Rangliste, „Das Parfum“ (2006), wieder von Tom Tykwer, sieht es ähnlich aus. Die Verfilmung von Patrick Süskinds gleichnamigem Bestseller verschlang 60 Millionen Euro, wurde in den Bavaria Studios in München sowie auf Außenschauplätzen in Spanien und Frankreich auf Englisch mit internationaler Besetzung (Dustin Hoffman, Ben Whishaw, Karoline Herfurth) gedreht. Die drittteuerste deutsche Produktion ist ebenfalls eine Michael-Ende-Verfilmung, „Die unendliche Geschichte“, die 1984 satte 60 Millionen Mark kostete (entspricht 30,7 Millionen Euro). 

    "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ist der teuerste deutschsprachige Film

    Auf den ersten drei Plätzen befinden sich ausschließlich internationale Co-Produktionen mit dem Schwerpunkt Deutschland (weshalb sie offiziell als deutsche Filme gelten). „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, der auf Deutsch gedreht wurde (die internationalen (Kinder-)Darsteller drehten auf Englisch und wurden synchronisert) und eine rein deutsche Produktion ohne ausländische Beteiligung ist, kann somit zumindest das Superlativ für sich beanspruchen, der teuerste deutschsprachige Film zu sein!

    Auf den weiteren Plätzen der Budget-Top-10 folgen „Henri 4“ (18 Millionen Euro), „Der rote Baron“ (18 Millionen Euro), „Das Boot“ (32 Millionen Mark/16,4 Millionen Euro), „Der Baader Meinhof Komplex“ (13,5 Millionen Euro), „Der Untergang“ (13,5 Millionen Euro) und „Die Vermessung der Welt“ (10,5 Millionen Euro).

    „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (zur FILMSTARTS-3,5-Sterne-Kritik) läuft seit dem 29. März 2018 in den deutschen Kinos.

     

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