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    Zu viel "Star Wars"? Auch Mark Hamill fürchtet Übersättigung
    Von Markus Trutt — 29.03.2018 um 18:30
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    Viele blicken der Fülle an „Star Wars“-Filmen, die uns nach „Star Wars 8“ in den kommenden Jahren in kurzer Abfolge erwarten, mit Skepsis entgegen – darunter auch „Luke Skywalker“ Mark Hamill.

    Lucasfilm Ltd. / John Wilson

    „Star Wars“-Filme auf der großen Leinwand waren früher eine recht seltene Erscheinung. Die ersten sechs Episoden erschienen (mit großer Pause zwischen Original- und Prequel-Trilogie) in einem Zeitraum von 28 Jahren. Mit der vier Milliarden Dollar schweren Übernahme des „Star Wars“-Studios Lucasfilm durch Disney und der Realisierung neuer Leinwand-Abenteuer aus einer weit, weit entfernten Galaxis wurde deren Veröffentlichungsfrequenz jedoch massiv erhöht. Während bereits viele Fans diese Entwicklung skeptisch beäugen, scheint sich selbst Franchise-Star Mark Hamill nicht ganz sicher zu sein, ob Disneys Handhabe der Marke die richtige ist.

    „Sie sollten sich zügeln, da man es nicht übersättigen will“, so Hamill im Interview mit CinemaBlend. „Ich habe zu Disney gesagt: ‚Wirklich? Fünf Monate nach uns [damit meint er den Start von „Star Wars 8: Die letzten Jedi“] kommt ‚Solo‘? Könnt ihr nicht wenigstens bis Weihnachten warten?‘ Aber sie haben alles vorgeplant. Sie machen Marvel und ihre eigenen Filme, das ist also jenseits meines Einflussbereichs.“

    "Star Wars" für mindestens 15 weitere Jahre

    Tatsächlich ist damit zu rechnen, dass uns – wie schon seit „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ von 2015 – in nächster Zeit jedes Jahr ein neuer „Star Wars“-Film im Kino erwartet. Nach dem ersten Leinwand-Spin-off „Rogue One“ 2016 und „Die letzten Jedi“ 2017 startet am 24. Mai 2018 der von Hamill bereits erwähnte Ableger „Solo: A Star Wars Story“. 2019 wird dann die neue Trilogie um Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Co. ihren Abschluss finden und für 2020 ist bereits ein weiteres Spin-off (möglicherweise über Kult-Jedi Obi-Wan Kenobi) angekündigt. Zudem stellte Disney-Chef Bob Iger bereits in der Vergangenheit in Aussicht, dass man auch darüber hinaus („für mindestens 15 weitere Jahre“) „Star Wars“-Filme plane. Dazu gehören dann auch die schon angekündigten, eigenständigen Trilogien von „Star Wars 8“-Regisseur Rian Johnson sowie den „Game Of Thrones“-Machern David Benioff und D.B. Weiss. Daneben soll der Ausbau des Universums außerdem auch in Form von Serien vorangetrieben werden (u.a. mit der von Jon Favreau entwickelten ersten „Star Wars“-Realserie).

    Reichhaltiges Universum

    Seine leisen Zweifel schränkte Mark Hamill insofern ein, als dass er in der reichen „Star Wars“-Welt grundsätzlich genügend Potential sieht, viele verschiedene Geschichten mit unterschiedlichen Ausrichtungen zu erzählen (wofür in seinen Augen vor allem die für sich stehenden Spin-offs besonders geeignet wären). Ein Problem sehe er demnach nicht unbedingt in der Masse an „Star Wars“-Filmen, sondern vielmehr in der schnellen Abfolge ihres Erscheinens.

    So lange Disney aber weiterhin so riesigen Erfolg mit den neuen „Star Wars“-Abenteuern hat, dürfte man an der derzeitigen Strategie wohl wenig ändern. Die drei jüngsten Weltraum-Actioner des beliebten Franchises spielten an den Kinokassen weltweit jeweils über eine Milliarde Dollar ein, „Star Wars 7“ gar über zwei Milliarden. Nun muss sich zeigen, ob „Solo: A Star Wars Story“ diese Erfolgsserie im kommenden Frühjahr fortsetzen kann.

     

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    Kommentare
    • flic6
      Ich hab den Teaser mal vor nen paar Wochen gesehen, ist aber nicht wirklich viel hängen geblieben, außer das Hank Pym ein Haus schrumpfen lässt, das weiß ich noch! :-)Das mit dem Sci-Fi ist ja immer so ne Sache, viele sagen ja Star Wars wäre gar kein Sci-Fi, ich persönlich bin mir da nicht so sicher!
    • Sentenza93
      Nur trotzdem in dem Sinne immer stark Sci-Fi.Zur Ant-Man-Frage: Sah im Teaser zumindest mal aus, als bricht man wieder irgendwo ein.
    • flic6
      Könnte es bei Star Wars aber in Zukunft auch mehr geben, Solo wird ein Spacewestern, Ep.9 mehr klassischer Märchenfilm und danach kann ja noch einiges anderes kommen! PS: Bist du sicher, dass Ant-Man 2 ein Heist-Movie wird?
    • Cholerische Languste
      Ich glaube auch nicht, dass jemand von einem einzelnen Flop aus der Haut fahren würde. Das erste Hauptproblem ist, dass die Hauptreihe in den Dreck gezogen wurde. Ein lächerliches Spin-Off ohne all zu Starke Einflüsse auf die Hauptreihe, wäre da etwas ganz anderes. Da kann man dann sagen Ok, hat nicht geklappt. Nächster Versuch. Aber bei der Hauptreihe wurde einfach ... ach wir haben das ja alles schon ausführlich debattiert hier. :)
    • Thomas
      Das ist aber auch etwas ganz anderes, als das was ich gemeint habe. Du gehst ja in die Filme mit der HOFFNUNG, das sie eventuell gar nicht soo schlecht sind, wie du befürchtest. Und nicht mit der Hoffnung, dass sie NOCH schlechter sind, um dich dann daran zu ergötzen, WIE schlecht sie sind und dann das auch noch feierst und dich darüber freust. DAS finde ich total gestört und abnormal. Das was du machst, ist weit davon entfernt. Ich würde es eher als vorsichtiges Misstrauen als Fan bezeichnen, eventuell wieder von einem neuen Teil einer (geliebten) Serie enttäuscht zu werden. Du gehst ja nicht wirklich mit der Hoffnung in die Filme Hoffentlich ist der Film richtig mies, damit ich einen Grund habe, hinterher darüber ab lästern zu können.
    • Darklight ..
      Oookay... dann verstehe ich Dich jetzt.Mußte dann aber doch mal heftig widersprechen. Wobei deine Kritik sicherlich für einige deiner genannten Beispiele zutrifft. Es ist SICHER Fast Food dabei.Aber Empire oder New Hope als billig zu bezeichnen halte ich für falsch. Im Gegenteil. Mark Hamill ist ein fantastischer Schauspieler. Er hat in Empire nur mit Puppen und Masken agiert, kein echter Schauspieler hat ihm in den entscheidenden Momenten des Films in die Augen geschaut - trotzdem hat Mark Hamill mit Hilfe von Oz Yoda als Figur glaubwürdig und Darth Vader als Maske bedrohlich wirken lassen. Der Kern der Geschichte von Empire (und Jedi, die eigentlich ein Film als Zweitteiler ist) ist ein buddhistisches Märchen um die Überwindung des Bösen und eigener innerer Dämonen. Und Lucas und sein Team haben es geschafft, das ganze so effektiv mit FastFood Zutaten vom Feinsten zu mischen, daß alle diese Botschaft geschluckt haben.Genialer geht es für mich kaum. Und die meisten Aspekte liefen auf extrem hohem Niveau. Bildschnitt, Ausstattung, Sound, Musikschnitt - einige wesentliche Schauspielmomente hatten die nötige Tiefe, dazu eine ungewöhnliche erzählweise.Ich finde, daß Empire nicht für Best Picture nomminiert wurde, ist nicht seine Schuld, sondern eher eine Blamage für die damaligen Mitglieder der Acadamy, die einfach nicht so weit waren...Leider...Wie gesagt, bei vielen anderen - neueren Filmen - würde ich Dir sogar zustimmen. Gerade bei den alten STAR WARS Filmen nicht.
    • Darklight ..
      Na ja... ich zum Beispiel.Natürlich gehe ich nicht in grottige Filme. Aber... hey... was meinst Du wieviele DC Filme ich mir im Kino angesehen habe, immer in der irren Hoffnung, der nächste wird besser...Und am Ende komme ich aus dem Kino. Meist zur Hälfte enttäuscht, aber ich kann mitreden. Und ja... ich will dann auch nicht den nächsten Film, der ja dann besser sein könnte, verpassen.Außerdem kommt hinzu, da gerade Superheldenfilme gute Schauwerte haben, die auf der großen Leinwand gut kommen. Selbst wenn die Story mäßig iss...
    • Sentenza93
      Beim MCU sind es aber auch noch unterschiedliche Genres, wenn man so will.Dieses Jahr: Royal-Drama, großes Epos und ein Heist-Movie.
    • Vanessa
      Super, da kann Rian Johnson ja weiter den Erklärbär mimen?
    • Thomas
      Ich meinte damit, es hat schon einen Grund, warum solche Filme, wie die Star Wars Filme oder auch Superhelden Filme noch nie in anspruchsvollen Kategorien für irgendwelche Filmpreise nominiert wurden, sondern immer nur in technischen Kategorien oder für Filmmusik. Es ist eben reine Massenunterhaltung auf billigem Niveau. Von schauspielerischem Talent oder Inhalt her, sind diese Filme ja auch eher filmisches Fast Food. Sehr viele lieben es und konsumieren es gerne, aber wirklich hochwertig ist es nicht.
    • Thomas
      Ich glaube, so etwas machen nur sehr primitive Menschen, denen sehr langweilig ist. Oder vielleicht 16 jährige Teenager im Pulk mit ein paar Bieren um sich mit dummen Kommentaren voreinander wichtig zu machen. Kein erwachsener halbwegs normaler Mensch vergeudet seine Zeit und sein Geld so sinnlos, sich bewußt einen Film anzuschauen, von dem er denkt, dass er richtig schlecht ist. Das kann mir niemand ernsthaft erzählen. Wer opfert dafür Zeit? Das sind höchstens ein paar einzelne Idioten. Es macht ja auch keinerlei Sinn. Warum sollte also ein vernünftig denkender Mensch so etwas tun?
    • flic6
      Avatar 2 soll ja Dezember 2020 erscheinen, bis jetzt ist da noch kein Star Wars Film angekündigt worden!
    • flic6
      Ja, langfristig vielleicht schon, aber ich hab ja immer noch die Hoffnung das sie vielleicht die Kurve kriegen und z.B. der Han Solo Film überraschend gut wird. Auch auf David Benioff und DB Weiss's Filme bin ich gespannt!
    • flic6
      Und woher weißt du das?
    • Cholerische Languste
      Oder ist die 700 Mio Lücke eine Reaktion der Zuschauer?Das ist wahrscheinlich die wertvollste Frage zu diesem Film. Mich würde auch interessieren, ob der Shitstorm seine Wirkung zeigt, oder ob jetzt der Solo Film zum Lückenbüßer wird und bei Ep. 9 alle brav ins Kino rennen.
    • Cholerische Languste
      Habe ich jetzt auch nicht verstanden ...
    • Cholerische Languste
      Und jetzt haben wir es bei unserer aller Lieblingsfilmreihe. Hätte mir jemand vor 10 Jahren gesagt, dass mal ein SW Film herauskommt, der sogar nicht funktionieren würde, wenn er eben nicht die starke Marke hätte ... ich hätte es nicht geglaubt. Aber wie wir sehen: es bedarf nicht einmal mehr einer Handlung um Geld zu machen. Für jeden Menschen mit Anspruch an Filme eine Beleidigung. Aber das scheint eine aussterbende Rasse zu sein.
    • Barry Allen
      ok:The Last Jedi
    • BKone
      Das Problem ist sodo folgendes. Die Marke Star Wars zieht einfach zu sehr, genauso wie es die Marke Marvel tut. Viele sind eben mit Star Wars und/oder Superhelden-Comics aufgewachsen. Da üben die Franchises eine ganz eigene Faszination aus. Und darum rennen auch alle in jeden Film, egal ob er gut oder schlecht ist. Deshalb ist es Disney egal, ob ein Film gut wird, die Leute sehen ihn sich ja doch an. Solange wir uns die Filme also auch anschauen, obwohl sie schlecht sind, macht Disney Geld und sie werden an ihrem Konzept nichts ändern. Eine Lösung wäre nur die Filme geschlossen zu boykottieren. Aber das wird nicht passieren, weil diese Universen für uns zu faszinierend und mystisch sind und wir uns doch immer die gute alte Zeit zurückwünschen.
    • Fain5
      Jap dieses Phänomen durften eigentlich eher RTL Sendungen für sich verbuchen :D
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