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    Kino war gestern: "From Dusk Till Dawn"-Regisseur macht künftig Virtual-Reality-Filme
    Von Björn Becher — 10.04.2018 um 17:00
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    Robert Rodriguez sieht sich selbst in einer Vorreiterrolle und will künftig eine ganze Reihe von Filmprojekten für Virtual-Reality-Brillen entwickeln. Der „From Dusk Till Dawn“-Regisseur ist überzeugt, mit dem Format der Zukunft zu arbeiten.

    El Rey

    Auf der Messe MIPTV in Cannes stellte Robert Rodriguez seinen neuen Virtual-Reality-Kurz-Actioner „The Limit“ vor und präsentierte dem anwesenden Publikum einen ersten, online noch nicht veröffentlichten Trailer mit Michelle Rodriguez als „genetisch veränderter Massenvernichtungswaffe, die wild entschlossen ist, die Behörde, die sie erschaffen hat, zu vernichten“. Dadurch ist er offenbar auf den Geschmack gekommen und will künftig mehr Formate für die Brillen entwickeln.

    Den Kollegen von Deadline erklärte er am Rande der Vorstellung, dass er nach den Erfahrungen mit „The Limit“ weiter im Bereich Virtual Reality arbeiten wolle. So eigne sich „The Limit“ als Franchise, aber auch darüber hinaus habe er Ideen – etwa für seine diversen bereits existierenden Franchises.

    Virtual Reality mit "Machete" und Co.?

    So erzählte er den Kollegen von Deadline, dass es auch denkbar sei, dass er seine bisherigen Reihen nun in der Welt der Virtual Reality fortsetze. Sehen wir also vielleicht bald via VR-Brille durch die Augen von Machete (Danny Trejo), wie er in einem dritten Teil der Reihe seine Gegner niedermäht? Oder wie die Gecko-Brüder aus „From Dusk Till Dawn“ Vampire metzeln?

    Rodriguez sieht sich zumindest als Vorreiter: Er sei schon immer jemand gewesen, der früh neue Techniken adaptiert habe. Er habe digital gedreht, bevor es jemand anderes getan habe. Er habe mit „Spy Kids 3D: Game Over“ den ersten 3D-Film gedreht, bevor es überhaupt genug Kinos gab, die 3D zeigen konnten (Anm.: Rodriguez meint hier die 3D-Technik, wie wir sie heute kennen). Dieses Mal habe ihn sein Sohn Racer darauf gebracht, der sich bereits länger intensiv mit der VR-Technik beschäftige.

    Was bedeutet das für uns Zuschauer?

    Dass VR-Brillen noch nicht weit verbreitet sind und viele Zuschauer seine neuen Filme dann womöglich gar nicht sehen können, scheint Rodriguez nicht zu stören, sondern vielmehr in seiner Vorreiterrolle zu bestärken: „Du weißt, dass du bei etwas ganz vorne dabei bist, wenn du nicht einmal die Technik hast, um den Film zu schneiden“, führt er so gegenüber Deadline zum ungewöhnlichen Arbeitsprozess bei „The Limit“ aus. Weil sein Schnittcomputer nicht mit einer VR-Brille kompatibel war, musste er den Film nämlich aus dem Gedächtnis ins Blaue hinein schneiden, dann die Ergebnisse an seinen Sohn schicken, der sie sich mittels VR-Brille ansah und Anmerkungen zurückgab.

    Für Fans des Regisseurs könnte dies aber ernüchternd sein. Auf einen Kurz-Actioner wie „The Limit“, der übrigens ab Sommer 2018 verfügbar sein soll, können viele vielleicht noch verzichten, sollte er aber seine Idee umsetzen, auch seine existierenden Reihen nur als VR-Filme fortzuführen, dürfte dies für lange Gesichter sorgen: Schließlich warten „Machete“-Fans schon lange vergeblich auf einen dritten Teil. Wenn der nun nur als VR-Film erscheinen sollte und sie erst einmal eine teure Brille anschaffen müssen, dürften einige sehr sauer sein…

    Wer sich übrigens intensiver mit VR-Brillen und dazugehörigem Content beschäftigen will, wird auf der Webseite vr-world.com fündig.

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    Kommentare
    • Silvio B.
      Das selbe ging mir auch durch den Kopf :)Ich denke die jetzige Brille ist eine Brückentechnologie. In naher Zukunft wird das alles garantiert einfacher. Ohne mich jetzt tiefer damit beschäftigt zu haben.
    • SchmitzKATZ
      Unterschätzt ihr eure Besucher so sehr, dass ihr denkt, dass keiner weiß, wer das sein soll, wenn ihr den Robert Rodriguez in die Headline packt? Der Schreibstil hier wird immer steinzeitlicher.Zum Thema: Die VR Geschichte wird in ihrer jetzigen Form denke ich nicht massentauglich werden. Zu kompliziert in der Handhabe und im Falle von nicht interaktiven Medien wie Filmen auch zu wenig wirklicher Mehrwert für zu viel Aufwand.
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