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    James Cameron erklärt: Das missfällt ihm an "Avengers" und "Guardians Of The Galaxy"
    Von Björn Becher — 23.04.2018 um 10:12
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    Mit „Avatar“ baut James Cameron gerade seinen eigenen Mega-Erfolg zum gigantischen Franchise aus. Da sollen die erfolgreichen Reihen der Gegenwart wohl Platz machen. So äußerte er sich nun kritisch zum Marvel-Universum...

    Disney

    Im Rahmen der Promotour für seine neue TV-Doku-Serie „AMC Visionaries: James Cameron's Story Of Science Fiction“ sprach James Cameron nicht nur über seine kommenden „Avatar“-Filme, sondern auch über das Marvel-Universum. Denn weil es in seiner neuen TV-Serie über die Geschichte der Science-Fiction geht, kritisiert er Marvels Umgang mit diesem Genre.

    "Guardians" ist nicht "wissenschaftlich verantwortlich"

    Wie die Kollegen von IndieWire.com berichten, missfällt ihm das insbesondere an „Guardians Of The Galaxy“. Die Filme von James Gunn seien „einfach nur Spaß“. Der Zuschauer interessiere sich aber nicht dafür, wie das Raumschiff oder all die anderen Dinge funktionieren. Den von ihm ausgemachten Trend, dass es immer mehr Science-Fiction-Filme gebe, die komplett entrückt seien und für die man keinen technischen Berater brauche, sieht er so kritisch.

    Es gebe aber auch noch „wissenschaftlich verantwortliche Science-Fiction“, führt er weiter aus und nennt hier „Der Marsianer“ und „Interstellar“ als Beispiel.

    Hoffentlich sind die Leute bald "Avengers"-müde

    Auch über die „Avengers“-Filme spricht James Cameron im Rahmen seiner Ausführungen zum Thema Science-Fiction: „Ich hoffe, dass sehr bald eine ‚Avengers‘-Müdigkeit beginnt.“

    Auch die Gründe dafür liefert er: „Nicht, dass ich die Filme nicht liebe, aber seid mal ehrlich, es gibt andere Geschichten zu erzählen, als die von vor Testosteron strotzenden Männern ohne Familie, die zwei Stunden lang todesverachtende Dinge tun und dabei ganze Städte zerstören.“ Eine wichtige Einschränkung macht er in seiner Kritik gegenüber den beiden Marvel-Filmen aber: Er stellt noch einmal klar heraus, dass es seine persönliche Meinung sei: „Ich habe kein gutes Gefühl dafür, habe nicht den Finger am Puls des Zeitgeistes, weil ich selbst zuletzt keine Serie oder Film veröffentlicht habe“. Er wisse so auch nicht, wie der Geschmack hinsichtlich Science-Fiction aktuell sei.

    "Avatar": Camerons "Der Pate"-Saga

    Ob ihm all die Erkenntnisse im Rahmen der Arbeit an seiner Doku-Serie über die Geschichte der Science-Fiction und den dafür geführten Interviews mit unter anderem Steven Spielberg, George LucasChristopher Nolan und Ridley Scott kam oder ob da auch jemand seine eigenen Film herausstellen will, darf nun munter diskutiert werden.

    Denn aktuell arbeitet Cameron ja bekanntlich an „Avatar 2 - 5“ und schien in den Interviews auch darauf bedacht, zu zeigen, dass es sich dabei um ganz andere Kost als bei den Superheldenfilmen von Marvel handelt. So dürfen wir natürlich von ihm nun erwarten, dass er Erklärungen für die Science-Fiction liefert, vor allem sieht er aber die „Avatar“-Reihe als seine persönliche „Der Pate“-Saga. Wie die großen Meisterwerke von Coppola erzähle er auch eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und zeige, wie die Figuren sich verändern. Was passiere, wenn Krieger plötzlich aufwachsen und eigene Kinder haben, sei so ein wichtiger Punkt der Fortsetzung.

    Avatar 2“ soll übrigens am 17. Dezember 2020 in die Kinos kommen. Große Marvel-Konkurrenz muss er dann nicht befürchten. Ein neues Werk des Comic-Konzerns kommt am 5. November 2020 (Titel noch geheim) in die Kinos. Der Abstand sollte groß genug sein, dass „Avatar 2“ deswegen keine Zuschauer verliert.

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    Kommentare
    • lordmoli
      Alle von dir genannten Titel finde ich auch super. Edge of Tomorow fand ich auch toll. Sci-Fi ist natürlich ein riiieesen Genre und wird endlos mit allen anderen Genre gemixt, daher ist fast schon jeder 2. Film Sci-Fi ;-)
    • Howard Philips
      Schuldig...
    • Silvio B.
      Wahrscheinlich. Es ist natürlich toll, dass er so Detailverliebt ist und immer genau recherchiert, aber es gibt eben auch Filme, bei denen es einfach nicht nötig ist. Die auch so fantastisch funktionieren.
    • TraX
      Da bin ich ganz bei dir. Ich zähle Guardians und Star Wars auch nicht zum Sci-Fi Genre, Cameron scheinbar schon. Aber Sci-Fi hat auch nicht immer etwas mit Raumfahrt zu tun.Also mir fallen aus den 2000ern schon noch einige gute Beispiele ein (Blade Runner 2049, Looper, District 9, Children of Men, Ex Machina) und wenn ich das mit den 90ern vergleiche, finde ich schon, dass die Filme realitätsnäher sind als damals. Das liegt wohl auch daran, dass das CGI einfacher und günstiger geworden ist und die Filme somit fernab vom Popkorn-Bombast (wie Terminator, Matrix, Independence Day) entstehen können.Und auch im Serien-Bereich kann man sich mit Serien wie Westworld und Black Mirror als Sci-Fi-Freund eigentlich nicht beschweren.
    • The WUGG
      ...hat dem Kasper noch keiner erzählt das sein Avatar nur wegen den Effekten UND 3D so erfolgreich war? Nein?Titanic hat damals auch hauptsächlich so viele Teenies ins Kino gelockt wegen Leo.Und zum Thema wissenschaft: The Orville ist das bessere Star Trek weil es eben realistisch ist.Die Marvel Filme mit ihrem Humor sind auch realistischer als Keatons Batman, denn Menschen haben Humor. Und wenn Iron Man ein Schwarma nach dem Kampf essen möchte...und ich abends nach der Arbeit einen leckeren Döner.....ist ther Avengers für mich realistischer als ein Film über große, langhaarige Schlümpfe....verurteilt mich, aber ich will Spaß im Kino! ...sonst kann ich auch gleich das Telekolleg mir ansehen..ist biliger:-)
    • Bruce Wayne
      Ist mir klar. Wollte das nur noch mal präzisieren.
    • Deliah Ch. Darhk
      Ihre Tode spielten aber wesentliche Rollen in beiden Filmen, und wie stark Peter immer noch emotional an seiner Mutter hängt war in GotG2 entscheidend für das gesamte MCU.
    • Bruce Wayne
      Nicht das ich dir widersprechen würde, aber hat sich bei den Marvel-helden nicht familientechnisch etwas verändert? Star Lords Eltern sind tot, so weit ich weiß...
    • Bruce Wayne
      XD Au Mann, Cameron...Wissenschaftlich verantwortlich kann er sich sonst wo hinstecken. Selten so einen Quark gelesen. Interstellar wurde durch seine wissenschaftliche Akkuratesse auch kein guter Film. Und so etwas gehört auch generell nicht in Filme hinein. Es gibt bis auf Primer auch keinen wissenschaftlich akuraten Zeitreise-Film, und dennoch lieben alle Camerons Terminator-Streifen. Also fang bitte nicht so an, James...
    • Jimmy V.
      Achso meinst du das. Ja, das stimmt schon. Ich denke, ihm ist es nur zu viel.
    • lordmoli
      Das seh ich weniger so. Sci-Fi ist ein grosser Begriff, jede Menge Filme haben Elemte davon. Wenn ich Sci-Fi auf Filme mit Raumschiffen beschränke die nicht Star Wars, Star Trek, oder Marvel sind fallen mir da leider zu wenige ein. Da würde mehr gehn. Moon und Arrival waren super, auch Mission to Mars, Interstellar und Gravity. Life und Passenger waren auch nicht schlecht. Alien Covenent leider kacke.Die anderen super Sci Fi Filme mit Raumfahrt die mir einfallen waren glaub alle vor der Jahrtausendwende. d.H. in den letzten 18 Jahre zu wenige gute Filme in dem Genre die mir spontan in den Sinn kommen, ich hab jetzt nicht extra meine Sammlung durchgesehen. Könnte sein das ich noch 1-2 gute finde würde...Filme wie Star Wars und Marvel sind für mich auch eher Fantasy als Science Fiction. Ich mag beides aber:Science-Fiction [ˌsaɪəns ˈfɪkʃən̩] (englisch science ‚Wissenschaft', fiction ‚Fiktion')m.M.n sollte Science Fiction auch in die Richtung des eventuell Möglichen gehen. Klar wissen wir nicht was in Zukunft möglich sein wird. Aber es wäre schon cool wenn sich der Regisseur vorstellt das dies vielleicht mal möglich sein wird. Das heisst nicht das z.B. Marvel schlecht oder ich das nicht mag, ganz im Gegenteil. Ich ordne es halt einfach unter Fantasy ein.
    • Petz S.
      bevor der Herr Cameron jetzt dicke Töne spuckt, soll er erdt mal seinen Terminator abliefern, dann reden wir...
    • FAm Dusk Till Dawn
      Ich glaube Cameron hat eingesehen, dass er zu lange für seine Fortsetzungen braucht und das Interesse der Zuschauer inzwischen wo anders liegt ...
    • Deliah Ch. Darhk
      Nein, es wied bereits ab Cap1 erklärt was genau Vibranium kann bzw man damit machen kann. In BP wird dies einfach weitergesponnen, da es sich bei Wakanda um die Monopol-Nation des Vibeaniums handelt.
    • Deliah Ch. Darhk
      Selten durchschaubareres Promo-Gebashe zu Gunsten der eigenen kommenden Filme gelesen..Es wird bereits in Thor 1 ganz klar gesagt, dass es jenseits der Erde Technik und Wissenschaft gibt, die mit unseren ungereiften Kenntnisständen nicht erklärbar scheinen. Innerhalb des MCUs sind sie aber untereinander nachvollziehbar und damit schlüssig, womit sein Kritikpunkt schon mal obsolet ist.Zudem heisst das von ihm angeführte Genre Science FICTION. Letzteres scheint er in der Bedeutung ausser Acht gelassen zu haben.Davon abgesehen muss man sich angesichts ...als die von vor Testostern strotzenden Männern ohne Familie, die zwei Stunden lang todesverachtende Dinge tun... auch fragen, ob JC die kritisierten Filme überhaupt gesehen hat.BW, SW, Sif, Gamora, Hill, die Carters, Hela, Nebula, demnächst Wasp, New Wasp und Cap Marvel sind alles keine Männer und stehen ihren männlichen Gegenstücken in nichts wirklich nach.Tony lebt in einer festen Beziehung, Scott hat eine Tochter. Thor hat Bruder, Schwester, Mutter, Vater und feste Freundin. Spidey lebt bei seiner Tante.Starlord hat Mutter, Vater und Ziehvater. Hawkeye hat Frau und Kinder. Gamora hat Vater und Schwester, wie Nebula entsprechend auch. Eine Wasp hat Mann und Tochter, die andere Vater und Mutter. Black Panther hat Vater, Mutter und Schwester. Selbst Groot und Groot sind Vater und Sohn, und Drax gesamte Motivation beruht auf der Ermordung von Frau und Kind.Dass künftige Paare wie Vis und SW, Gamora und Starlord oder AM und Wasp II sich noch in ihren Anfangsphasen befinden und wir die miterleben dürfen erwähne ich nur am Rande.Klar, alles Männer ohne Familien ... ^^
    • SchmitzKATZ
      kann mich auch an wenig diesbezüglich erinnern, wollte Avatar aber auch auf keinen Fall verteidigen in der Hinsicht ;)
    • Silvio B.
      Das ist ja der Punkt. Die sind nicht nur nachvollziehbar, sondern nahezu realistisch. Und wenn er will, dass alle Filme so sind, dann bin ich absolut nicht seiner Meinung.
    • Jimmy V.
      Wieso findest du Interstellar und Der Marsianer denn nicht nachvollziehbar?
    • Jimmy V.
      Das stimmt natürlich. Es ist zur Zeit eine gute Welle für Sci-Fi jeder Art. Da hast du recht!
    • Bluesboy
      Sah ich tatsächlich auch nicht so.Nervig fand ich ihn eigentlich nie. Im Gegenteil sogar sehr sympathisch und nachvollziehbar. Ein 15 Jähriger Bengel halt. :DJa, mit dem Anzug haben ja recht viele Leute Probleme.Nachdem ich aber Raimis Spider-Man-Trilogie und Webbs zwei Amazing-Spider-Mans gesehen hab und teilweise großartig, teilweise echt mies fand, war auch der Anzug für mich eine echt tolle neue Richtung, die ich vorher noch nicht gesehen hab. :)Aber ich verstehe auch, wenn Leute dass nicht so wahrnehmen.^^
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