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    Von "Iron Man" bis "Avengers 3": Darum ist Tony Stark der emotionale Anker des Marvel-Universums

    Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es inzwischen her, dass mit „Iron Man“ alles begann. Über „Iron Man 2“, „The Avengers“ und viele weitere Auftritte wurde Tony Stark zum emotionalen Anker des MCU. Doch wie geht es für ihn weiter?

    Marvel

    Am 1. Mai 2008 kam „Iron Man“ in die deutschen Kinos. Am Ende des Comic-Abenteuers tritt Nick Fury (Samuel L. Jackson) aus dem Schatten und richtet dabei das Wort an Tony Stark (Robert Downey Jr.): „Glauben sie, dass sie der einzige Superheld auf dieser Welt sind? Mr. Stark, sie wurden Teil eines größeren Universums, von dem sie bisher noch nichts wussten.“ Damit nahm Marvel vorweg, was heute jeder Film- und Comicfan weiß: Es begann nicht nur eine Reihe von - größtenteils gelungenen – Filmen, sondern ein zusammenhängendes großes Kino-Universum: das MCU!

    Es dürfte kein Zufall sein, dass Nick Fury in dieser Szene ausgerechnet den Begriff „Universum“ nutzt und es ist auch kein Zufall, dass mit Iron Man alles seinen Anfang nahm. Im folgenden MCU-Film „Der unglaubliche Hulk“ trat er selbst am Ende der Credits auf, mit „Iron Man 2“ hatte er dann schon im Mai 2010 sein zweites Soloabenteuer - und das bevor die meisten anderen Helden wie Thor, Captain America und Co. überhaupt ihren ersten Auftritt bekamen. Und auch wenn Samuel L. Jackson als Nick Fury in den ersten Abenteuern dieser Helden in den Abspannszenen auftrat, blieb Tony Stark trotz dieser einige wenige Filme umspannenden Abwesenheit das Herz des Marvel-Universums.

    Eine Heldenreise

    Wie wir heute wissen, war genau das von Anfang an geplant. Die bisherigen drei Phasen des MCU sind vor allem die Heldenreise des Tony Stark. Jede Phase schildert bislang eine Entwicklung der Figur – von „Iron Man“ zu „The Avengers“, von „Iron Man 3“ zu „Age Of Ultron“ und nun von „Civil War“ zu „Infinity War“.

    Es ist kein Wunder, dass er in „The Avengers“ Thor (Chris Hemsworth) entgegentritt, bevor sich dieser den Helden anschließt. Er ist es, der Loki (Tom Hiddleston) beim Plausch über einen gewissen grünen Riesen informiert und es ist auch Iron Man, der am Schluss mit seiner Heldentat den Tag rettet und im Verlauf der Geschichte zum Teamplayer wird.

    Auch im zweiten Team-Up-Film stehen vor allem Tonys Aktionen im Mittelpunkt, ist es doch überhaupt erst seine Schuld, dass das Computersystem Ultron Amok läuft. Der große Konflikt der Helden in „The First Avenger: Civil War“ hätte genauso gut „Iron Man 4: Civil War“ heißen können - und als es wenig später in einem historischen Deal gelang, Spider-Man ins MCU zu holen, war es logisch, welcher etablierte Held zu seinem Mentor wird: Iron Man. Dessen Auftritt in „Spider-Man: Homecoming“ war zudem das vorvorletzte Puzzleteil der Heldenreise. Er zeigt eine neue Seite, übernimmt Verantwortung für einen Teenager und bekennt sich zudem endgültig zu seiner Liebe für Pepper Potts (Gwyneth Paltrow).

    Vorgriff auf "Infinity War"

    Achtung: Ab hier folgen SPOILER zu „Avengers: Infinity War“!

    „Spider-Man: Homecoming“ spielt auch eine besonders wichtige Rolle, wenn man Tonys nächsten Schritt in „Avengers: Infinity War“ bedenkt. Als Peter (Tom Holland) alleine versucht, es mit Vulture (Michael Keaton) aufzunehmen und Iron Man in letzter Sekunde verhindert, dass eine Fähre untergeht, weist er ihn zurecht und macht dabei ein Geständnis: Wenn Spidey gestorben wäre, würde dies auf Tonys Konto gehen. Er könne den Tod des Schülers nicht auf sein Gewissen laden.

    In „Avengers: Infinity War” ist es dann einer der emotionalen Höhepunkte des Films: Peter Parker „stirbt“ in den Armen von Tony Stark und der wird sich nun verantwortlich fühlen. Er hat es nicht geschafft, den Teenager zu beschützen. Die Versuche des Milliardärs, den Nachwuchs-Helden aus dem Kampf rauszuhalten, sind zwar aufgrund der Hartnäckigkeit des Jungen gescheitert, doch am Ende war es dann Tony, der ihn aufgenommen, zum Avenger gemacht und somit quasi in den Kampf geschickt hat. Damit muss er nun klar kommen, er wird sich persönlich die Schuld am vermeintlichen Tod des Jungen geben.

    Es ist so auch kein Wunder, dass Tony Stark in „Avengers: Infinity War“ mit die größte Rolle der Helden hat, dass er es ist, der von Thanos am Ende adressiert wird. Die Macher stellen so noch einmal heraus, dass er der Kern des MCU ist, wie wir es bisher kennen. Ohne Robert Downey Jr., ohne den ersten „Iron Man“-Film von Jon Favreau und ohne die Figur Tony Stark würde es dies alles nicht geben.

    Der letzte Schritt in "Avengers 4"?

    Doch jede Heldenreise geht irgendwann zu Ende und meist dann, wenn der Charakter eine komplette Entwicklung durchgemacht hat (siehe Loki). Bei Iron Man könnte nun genau dieser Punkt bevorstehen. Es gibt eigentlich nur noch einen Schritt, der bei dem einst so egozentrischen Milliardär fehlt: die Selbstaufopferung für eine andere Person.

    Wird Tony Stark sich daher in „Avengers 4“ opfern, um Peter Parker zu retten, diesen zurück ins Leben zu bringen? Diese Frage stellen sich viele Fans mit Bangen. Es wäre wohl das perfekte Ende der Erzählung für eine Figur über dann elf Jahre… Es wäre aber auch das Ende des MCU, so wie wir es bisher kennen. Denn auch wenn in „Avengers 4“ nach dem Finale von „Infinity War“ scheinbar vor allem die alte Garde noch ein letztes Mal den Tag retten muss, also auch Captain America, Thor und Co. dabei sterben könnten, würde nur ein Abschied von Iron Man ganz klar zeigen: Jetzt beginnt ein komplett neues Kapitel.

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