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    "Rampage": Dwayne Johnson hat mit Ausstieg gedroht, wenn das Ende nicht geändert wird
    Von Christoph Petersen — 13.05.2018 um 14:58
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    Der „Fast & Furious“-Star ist der Grund, warum Warner Bros. dem Projekt überhaupt grünes Licht gegeben hat. Allerdings musste dafür erst das Ende des Films umgeschrieben werden, denn der ursprüngliche Ausgang hat Dwayne Johnson gar nicht gefallen.

    Warner Bros.

    Spoiler-Warnung: In diesem Artikel geht es explizit um das Ende von „Rampage – Big Meets Bigger“!

    In der Videospiel-Verfilmung „Rampage – Big Meets Bigger“ muss es der von Dwayne Johnson verkörperte Primatenforscher Davis Okoye gleich mit drei Riesenviechern aufnehmen – einem stadiongroßen Krokodil, einem gigantischen fliegenden Wolf und dem Riesenaffen George, den er vor seiner Mutation selbst in einem Zoo großgezogen und zu dem er eine enge freundschaftliche Beziehung aufgebaut hat.

    In der ursprünglichen Drehbuchfassung sollte sich der mutierte George am Ende des Films opfern, um so seinen Kumpel Davis und mit ihm die verbliebenen Bewohner des bereits halb zerstörten Chicagos zu retten. Aber wie man in einem Profil-Artikel vom RollingStone Magazin nachlesen kann, kam Dwayne Johnson („Baywatch“, „Jumanji“) mit diesem tragischen Ausgang offenbar schon beim ersten Lesen des Drehbuchs nicht klar:

    Das Skript kommt an und ich lese es. Und am Ende stirbt George! Ich so: ‚Nein. Habe ich was überlesen? George kann doch nicht einfach sterben.‘ Also lese ich es noch mal und ja, er stirbt wirklich.

    Johnson hat sein Missfallen über das dadurch getrübte Happy End anschließend auch gegenüber den Produzenten wiederholt kundgetan:

    Ich mag das traurige Ende nicht. Im Leben gibt es schon genug Scheiße – das will ich nicht auch noch in meinen Filmen. Wenn der Abspann läuft, dann will ich mich gut fühlen. Wir hatten also dieses große Meeting, wo sie mir all ihre Gründe erklärt haben, warum George sterben sollte. Er opfert sich selbst, um die Welt zu retten. Er tötet diese Monster, deren Ziel es war, die Menschheit auszulöschen. Er opfert sich wie ein tapferer Soldat. Okay. Aber das hier ist ein Film. Es gibt ein Krokodil von der Größe eines Footballstadiums – wir drehen hier nicht ‚Der Soldat James Ryan‘.

    Obwohl sein guter Kumpel Brad Peyton, mit dem er bereits „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ und „San Andreas“ gedreht hat, die Regie übernommen hat, ließ sich Johnson letztendlich nicht von seinem Wunsch nach Rundherum-Harmonie abbringen und drohte sogar mit seinem Ausstieg, wenn der CGI-Affe George nicht am Leben bleiben darf:

    Mein Problem ist, dass ich eine Verbindung zu den Zuschauern rund um den Globus habe. Ich habe über Jahre eine Vertrauensbeziehung zu ihnen aufgebaut und sie gehen in meine Filme, weil sie sich gut fühlen wollen. Manchmal muss man dann einfach diese Karte spielen und sagen, dass sie sich notfalls einen anderen Schauspieler suchen müssen. Wir müssen zusammen eine Lösung finden oder ich werde diesen Film nicht machen.

    Und so sieht es nun am Ende nur kurz so aus, als ob George gestorben sei. Aber dann steht er auch schon wieder auf und zeigt Davis sogar aus Spaß den Mittelfinger. Johnson ist übrigens nicht der erste Star, der auf diese Weise auf sein Leinwand-Image achtet. Auch Will Smith und Jackie Chan haben etwa lange Zeit penibel darauf bestanden, immer nur die Guten zu spielen. Smith soll deshalb sogar die Titelrolle in Quentin Tarantinos „Django Unchained“ abgesagt haben, bevor er als Anti-Held in „Suicide Squad“ Babyschrittchen in eine neue, ambivalentere Richtung unternahm.

    Rampage – Big Meets Bigger“ läuft seit dem 10. Mai in den deutschen Kinos!

     

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    Kommentare
    • McMagix
      Genialer Film!
    • James Hunter
      Mal ne Frage ich habe den Film gesehen und fand ihn gut auch das Ende hat mir sehr gefallen aber nun zu meiner eigentlichen Frage der Anfang, in meinen Augen sieht das so aus als könnte man daraus auch einen Film machen hat da mal jemand drüber nachgedacht ?
    • TheFog
      Ein zweites Mal das Drehbuch durchlesen um sich zu vergewissern, dass am Ende der Affe tot ist :)
    • Tobias
      Gerade deswegen ist es unlogisch, bei so einem Blockbuster einen auf Drama machen zu wollen. Das versaut den unbeschwerten Kinospaß. Wer erwartet bei so einem Film mit derartigem Hintergrund großartigen Anspruch. Den müsste man dann schon an anderer Stelle integrieren, wenn man das überhaupt für sinnvoll erachtet. Mir ist der in diesem Fall eher scheißegal und dennoch kann ich auch Filme mit Anspruch genießen. Plumper Schwermut wird leider gern mit Anspruch verwechselt.
    • Matthias@VorfreudeaufFilm.Juhu
      Man kann natürlich auch die Meinung vertreten, dass sowohl Filme mit Happy End als auch düstere Filme mit tragischen Ausgang, ihre Berechtigung haben. Wenn Johnson darauf besteht, ist das sein gutes Recht, da der Film ohne ihn gar nicht existieren würde.
    • Kerstin Schütte
      Äh sorry ich meinte Episode fünf - ein Kaffee zu wenigVon meinem iPhone gesendet
    • Kerstin Schütte
      Das stimmt aber hier weiß jeder es kommt ein vierter Teil. Bei Rampage weiß man es nicht von daher denke ich dass kann man nicht vergleichen. Star Wars Episode 3 hatte auch kein happy end aber da wusste auch jeder dass was kommt. Bei Episode vier war es auch so.
    • Gravur51
      Trotzdem hat Avengers 3 kein Happy End.
    • Kerstin Schütte
      Na ja das wissen wir eben noch nicht. Da müssen wir Teil vier abwarten.
    • J.Sess
      Solche Filme sollten ja auch eher so ein Ende haben ,da sie ja keine Independentfilme ,oder sonderlich anspruchsvolles Kino sind ,sondern reine Unterhaltungsfilme ,die keinen Hehl draus machen
    • Deliah Ch. Darhk
      Will Smith hat Django abgelehnt, weil er den Streifen nur als Romantk-Love Story machen wollte, aber nicht wegen der Figur an sich (zumal Django ja ohnehin der Gute ist).QT blieb bei seiner Vorstellung und Smith lehnte ab.Gelesen auf filmstarts. ;)
    • Tobias
      Sehr gut gemacht, Mr. Johnson. Vergrößert meinen Bock auf den Film. Ich hätte auch so gar keinen Bock auf ein betrübliches Ende gehabt. Frag mich sowieso, warum man diversen Filme final mit überzogenem Drama den Gute Laune Faktor klauen muss. Mich ärgert das in den allermeisten Fällen und es führt nur dazu, dass ich mich der Blu Ray Veröffentlichung streng verweigere. So einen traurigen Schrott hätte ich mir nicht nach Hause geholt. Bin voll auf Dwaynes Wellenlänge. Guter Mann.
    • Bruce Wayne
      #dicksoutforharambe
    • g
      in den fortsetzungen kann das affige affentheater dann weitergehen
    • Glenn Arias
      Auch wenn das wahrscheinlich zum Großteil ohnehin wieder rückgängig gemacht werden wird.
    • greek freak
      Da sieht man wieder was für Dilletanten,in der WB-Führungsetage sind.Der Albino-Harambe ist doch das Maskotchen des Films,den kann man in zig Sequels stecken,wo er und The Rock,sich mit anderen Giganto-Viehern kloppen und einen Haufen Merchandise and die Kiddies verkaufen.So eine Figur tötet man nicht am Ende des ersten Films,die packt man auf jedes Merchandise drauf.
    • g
      harambe lässt grüßen
    • Ben
      Ein Grund ,warum mir der neue Kong gefallen hat ,da wurde er nicht abgeknallt und durfte die Menschen zerquetschen und war happy :)
    • Gravur51
      Johnson ist halt auch so ein Zeitgeistreiter. Sich vor der betrüblichen Wahrheit zu verschliessen, dass nicht jeder Tag ein goldiger Tag ist, ist auch nicht die Lösung. Und wer sich von einem solchen Ende eines ansonst belanglosen Films runterziehen lässt, hat eh ein Problem. Ein nicht belangloser Film hat ja gezeigt, dass er nicht mit einem Happy End enden muss, um gut anzukommen, siehe Infinity War.
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