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Lando & seine Droiden-Freundin: Unser "Solo"-Interview mit Donald Glover und Phoebe Waller-Bridge
Von Carsten Baumgardt — 26.05.2018 um 10:00
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In „Solo: A Star Wars Story“ spielen sie Lando Calrissian und L3-37 – die junge Version einer „Star Wars“-Ikone und eine Droidin, die ihren verdammt eigenen Kopf hat. Wir trafen Donald Glover und Phoebe Waller-Bridge in Cannes zum Interview…

The Walt Disney Company France

Da haben sich zwei gefunden: Donald Glover („Atlanta“), der Schauspieler ist, Regisseur, Autor und Sänger – und Phoebe Waller-Bridge („Fleabag“), die ebenfalls schauspielert und schreibt. In „Solo: A Star Wars Story“ sind sie Lando Calrissian und L3-37, charmanter Schmuggler und meinungsstarke Droiden-Kopilotin, die mehr verbindet als nur eine Arbeitsbeziehung im Cockpit des Millennium Falken. Wir haben in Cannes mit ihnen über „Solo: A Star Wars Story“ gesprochen, kurz nach der Premiere (und ja, natürlich ging es im Interview auch um den überraschenden Regiewechsel, von dem am Set offenbar niemand was ahnte…).

FILMSTARTS: Lando war lange der einzige schwarze Typ in dieser sehr, sehr weißen „Star Wars“-Galaxis. War er für dich und deine Freunde als Kind eine Ikone? Schließlich war Lando deine erste „Star Wars“-Spielfigur...

Donald Glover: Ich war möglicherweise zu jung, als dass es mich wirklich interessiert hätte. Denn ich war fünf, als ich zum ersten Mal „Star Wars“ gesehen habe, da fehlte mir der politische Kontext. Aber meinem Vater bedeutete Lando wahrscheinlich eine Menge und deswegen hat er mir dieses Spielzeug als erstes gekauft.

Unsere Kritik zu "Solo: A Star Wars Story"

Ich erinnere mich daran, wie ich dann später Mace Windu in „Episode 1“ gesehen habe. Das war für mich eher der ikonische Moment. Es war danach übrigens verdammt schwer, an ein lila Lichtschwert zu kommen.

"Star Wars"-Poker

FILMSTARTS: In einer deiner wichtigsten Szenen spielst du „Star Wars“-Poker, genannt Sabacc. Hast du dafür die Regeln gelernt?

Donald Glover: Alden, Joonas [Suotamo, der Chewie spielt] und ich haben Sabacc eine Woche lang gezockt, mehrere Stunden pro Tag.

FILMSTARTS: Bist du denn gut darin?

Donald Glover: Ich bin ziemlich gut, habe ein paar Mal gewonnen. Wenn Alden und Joonas dann für ihre Kampfszenen üben mussten, bin ich noch geblieben und habe mit den Puppen-Leuten weitergespielt. Irgendwann musste ich auch los – und als ich dann wiederkam, haben die Puppenspieler immer noch gezockt.

FILMSTARTS: Da ging es natürlich immer nur um Drehvorbereitung, nicht um Spaß, richtig?

Donald Glover: Klar, es ging immer nur um Vorbereitung!

FILMSTARTS: Es gibt sehr viele Sci-Fi-Abenteuer. Was macht „Star Wars“ so besonders?

Donald Glover [überlegt lange]

Phoebe Waller-Bridge: Eine Erklärung ist, dass es in dieser Galaxis so völlig unterschiedliche Wesen gibt. Viele verschiedene Menschen können sich damit identifizieren. Und du kannst es als Spektakel sehen, aber es finden sich auch Nuancen, wenn du willst.

Donald Glover: Ich denke, dass mit „Star Wars“ in den Siebzigern ein Risiko eingegangen wurde. Es basiert eben nicht auf einem Buch, so wie „Herr der Ringe“, es gab vorher kein Publikum. Es wurde versucht und hätte danebengehen können. Es war ein großes Risiko, das sich dick auszahlte.

FILMSTARTS: Phoebe, wie spielt man einen Droiden?

Phoebe Waller-Bridge: Ich bin da sozusagen blind reingegangen. Viel hing vom Motion-Capture-Anzug ab und dem Kostüm darüber. Als ich dieses Gewicht spürte, half mir das in meine Rolle und gab mir Stärke. Außerdem hat L3-37 einen ziemlich individuellen Charakter.

Colin HUTTON - © ITV and Kudos Film & Television Limited
Phoebe Waller-Bridge in echt (Szene aus der Serie „Broadchurch“)

Wie eine Scheidung der Eltern

FILMSTARTS: Wie seid ihr mit dem Regiewechsel klargekommen und was für eine Art Regisseur ist Ron Howard?

Donald Glover: Ron ist ziemlich schlimm [Gelächter unter den Journalisten am Tisch]. Er ist ein grausamer Mann.

Phoebe Waller-Bridge: Ron ist unglaublich präsent. Du fühlst dich bei ihm sehr sicher. Nicht nur, weil du weißt, was er schon alles gemacht hat, sondern weil er am Set auch sehr ruhig und entspannt ist. Er ist außerdem ein echter Filmfan und sehr enthusiastisch.

Donald Glover: Ja, er ist wirklich nett und klug. Es ist schön, ihn da zu haben. Außerdem ist er ein Fan. Das hilft immer. Was den Wechsel der Regisseure angeht, war das für mich wie eine einvernehmliche Scheidung. Ich habe nicht richtig mitbekommen, dass es passieren wird, wie wenn bei deinen Eltern alles in Ordnung wirkt und sie dir dann plötzlich liebevoll vermitteln: „Wir lassen uns scheiden, lieben dich aber beide sehr. Nichts wird sich für dich ändern.“

Wir wollten dann einfach wissen, was passiert war, haben uns sofort gegenseitig getextet. Es war deswegen ein Schock, weil ich vorher nichts mitbekommen habe und wir Schauspieler haben dann wie alle anderen im Internet darüber gelesen.

FILMSTARTS: Vielleicht wird es weitere „Solo“-Filme geben. Hast du, Donald, bereits unterschrieben – so wie Alden?

Donald Glover: Ich glaube, keinem wird heute mehr erlaubt, einmalige Sachen zu machen [Gelächter]. Ich glaube, jeder muss dafür irgendwie offen gehalten werden. Und es ist Disney, also machen sie, was sie… also mache ich, was auch immer sie sagen. Ja, da könnte definitiv mehr kommen. Aber ich mag es, eins nach dem anderen zu machen. Noch wurde nichts bekanntgegeben. Wir wollen, dass sich die Leute erstmal diesen Film ansehen.

„Solo: A Star Wars Story“ läuft seit dem 24. Mai 2018 in den deutschen Kinos.

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