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    USA und weltweit: "Solo" mit schlechtestem Start eines Disney-"Star Wars"-Films
    Von Tobias Mayer — 28.05.2018 um 06:33
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    Wer angesichts der lauwarmen Vorfreude auf „Solo: A Star Wars Story“ ein ganz mieses Gefühl hatte, wird durch die Zahlen zum US- und zum internationalen Start bestätigt. Kein anderer „Star Wars“-Teil unter Disneys Ägide spielte so wenig Geld ein.

    Walt Disney

    „Mal sehen, ob ich den überhaupt im Kino schaue.“: Diesen Satz hörte der Autor dieser Zeilen vor Kinostart des Han-Solo-Films mehrfach im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis. Und wie die Zahlen bestätigen, waren die Zuschauer weltweit so zögerlich wie nie, seit Disney 2012 Lucasfilm kaufte und 2015 mit „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ den ersten Sternenkrieg der neuen Ära in die Kinos brachte: „Solo: A Star Wars Story“, die Geschichte über den jungen Weltraumschmuggler, führt zwar die weltweiten Kinocharts klar an, spielte den ersten Zahlen von Variety und Deadline nach in Nordamerika an den ersten drei Tagen aber nur etwa 83 Millionen Dollar ein (das Ergebnis dürfte sich durch den Feiertag Memorial Day am Montag auf 101 Millionen erhöhen). In den Kinomärkten außerhalb der USA ist das Startergebnis mit 65 Millionen ebenfalls enttäuschend.

    Start-Vergleich mit Disneys anderen “Star Wars“-Filmen

    Zum Vergleich: So viel spielten die anderen Filme seit der Disney-Übernahme ein:

    „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ (247,9 Millionen Nordamerika / 281 international)

    „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ (220 Millionen / 230,8 Millionen)

    „Rogue One: A Star Wars Story“ (155 Millionen / 134,9 Millionen)

    „Solo: A Star Wars Story“ (83 Millionen / 65 Millionen)

    Dem Einspielergebnis schadete auch der Termin: Als einziger der neuen „Star Wars“-Filme startete „Solo“ im Mai statt im Dezember, die Konkurrenz war mit den Superheldenfilmen „Deadpool 2“ und „Avengers 3“ hart wie bei keinem anderen Teil, siehe unsere US-Kinocharts.

    Allerdings: Im internationalen Startergebnis ist mit China auch der zweitwichtigste Kinomarkt der Welt dabei. „Solo“ ist der erste Disney-„Star Wars“, der parallel auch in China anlief. Dort holte er in den ersten drei Tagen lediglich 10,1 Millionen – alle anderen „Star Wars“-Filme unseres Vergleich liefen besser (wenn auch keiner richtig stark, einfach weil es in China nicht so viele „Star Wars“-Fans gibt). Als wichtiger internationaler Markt fehlt noch Japan, wo „Solo“ erst am 29. Juni 2018 in die Kinos kommt (bei den anderen „Star Wars“-Filmen gab es diese Verzögerung nicht)

    Hinter den Prognosen

    Mit seinem Start blieb der Han-Solo-Film deutlich hinter den ersten Prognosen, laut denen „Rogue One“ in Nordamerika hätte geschlagen werden können – und auch hinter den jüngsten Erwartungen, die in Nordamerika übers lange Memorial-Day-Wochenende auf 130 bis 150 Millionen Dollar hoffen ließen. Bitter für Disney: Nach den Schwierigkeiten in der Produktion, bei der die Regisseure Phil Lord und Chris Miller durch Ron Howard ersetzt wurden und er den Großteil des Films neu drehte, gilt „Solo“ mit einem Produktionsbudget von 250 Millionen Dollar als teuerster „Star Wars“-Film überhaupt.

    Ron Howard nahm den enttäuschenden Start auf Twitter sportlich – für ihn persönlich sei es immer noch das beste Ergebnis von einem seiner Filme:

    In Deutschland ist der Han-Solo-Film ebenfalls gerade erst gestartet, am 24. Mai 2018. Das Eröffnungswochenende lief auch hier nicht gut.

     

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    Kommentare
    • BobRoss
      Ich denke,d ass Kathleen Kennedys großartige Leistungen der Vergangenheit paradoxerweise eines ihrer größten Probleme ist. Sie scheint verlernt zu haben, wie man mit konstruktiver Kritik umgeht. Die häufige Verwendung des Begriffes creative differences, dem 4 von 8 Regisseuren (also 50% !) zum Opfer gefallen sind, deutet darauf hin, dass sie das Problem ist. So beeindruckend ihre vergangenen Leistungen auch sind, ich habe den Eindruck, dass sie mittlerweile eher hinderlich sind, wenn es um Zielorientierte Problemlösung geht.
    • BobRoss
      Die Sache ist, dass Johnson ein recht bescheidenes Portfolio hat. Anders als etwa Christopher Nolan hat er noch nicht genügen Blockbuster gedreht um uneingeschränktes Vertrauen zu genießen. TLJ jedenfalls wirkt leider wie ein Erstlingswerk. Alleine die Plotstruktur ist zum Haare raufen. Plot A dauert 18 Stunden (so lange hat die Raddus noch Treibstoff). Während diesen 18 Stunden vergehen gleichzeitig Wochen (!) auf Anch-To wo Rey sich befindet. Plot C auf Canto Bight passt zwar zeitlich in Plot A hinein, ist aber insgesamt komplett nutzlos. Ein solches Drehbuch hätte ohne Überarbeitung nie das Tageslicht erblicken dürfen, Ozymandias hin oder her...
    • WhiteNightFalcon
      Sicher. Allein der Dialog in Lizenz zum Töten:Dann kündige ich meine Mitgliedschaft.Wir sind kein Country Club 007.war schon rabiat. Sich so konsequent über alle Regeln hinweg setzen, dass hatte zuvor nur Lazenby gemacht, als er Moneypenny seine Kündigung diktiert und sagt: Und legen sie den Wisch diesem Denkmal da drinnen vor.Oder eben Craig von Beginn an. Ich liebe es wenn M sich aufregt: Ich gebe ihm Doppel 0-Status und er feiert es, in dem er eine Botschaft zusammenschießt. 😊
    • Simon Missbach
      Da ist natürlich was dran.
    • Sentenza93
      Die Dalton-Bonds kamen wirklich anscheinend 20 Jahre zu früh.
    • Schneehenry
      Johnson hat die Breaking Bad Folge Ozymandias gedreht und die ist für mich die beste Folge einer Serie, die ich je gesehen habe (und ich bin schon ein ziemlicher Serienjunkie).
    • Schneehenry
      Na weil für viele (wie auch mich) genau der Kampf der Jedi gegen die Sith, Der Einsatz der Macht und Lichtschwertduelle das Beste am SW Franchise sind!
    • WhiteNightFalcon
      Jurassic Park ist ein gutes Beispiel. Teil 1,2,4 mag ich wirklich, Teil 3 kriegt von mir, wenn die Sprache drauf kommt dafür regelmässig sein Fett weg, bei den vielen Macken.Auch bei Bond hab ich so meine drei unter Schwach eingeordneten Kandidaten.Das Zauberwort heißt halt Differenzierung. Nicht alles abfeiern, sondern auch mal kritisch sehen.Fast & Furious konnte mich zb auch erst ab Teil 5 für sich begeistern. Als der erste Teil damals anlief war mein Urteil: Prollfilm für Raser.
    • WhiteNightFalcon
      Aber in China ist es extrem. Da konnten auch Episode 7 und 8 nicht viel reißen.
    • WhiteNightFalcon
      Freuen wir uns schonmal auf Clarkes Geständnis: Ich bin froh, dass der Film gefloppt ist und ich nicht zurück musste.
    • Sentenza93
      Das sagt er ja nicht. Nur in den 80ern hatte Bond wirklich seine etwas tote Phase. Die haben alle zwar immer noch ihr Geld gebracht, auch Lizenz zum Töten natürlich, aber im Vergleich zu vorher und nachher, waren die 80er kommerziell Bond's dunkle Phase.Trotzdem ist Lizenz zum Töten einer meiner Top 5 - Bonds. :)
    • WhiteNightFalcon
      Doch tue ich. Dank ihm bin ich ja letztlich Bond-Fan. Damals war das Publikum für einen wieder etwas härteren Bond aber noch nicht bereit. Mir gefällt der Begriff Rambond, der oft auf ihn angewendet wird, bis heute nicht. Dalton war seiner Zeit voraus, wie man heute an Craig sieht.
    • Cholerische Languste
      Magst du Dalton denn nicht? :(
    • WhiteNightFalcon
      Die 5 Mio waren auch bei Bond in den 80ern zb kein Standard, als es von Film zu Film abwärts ging und 89 bei unter 2,5 Mio der Tiefpunkt erreicht war. Michael Wilson sprach es Anfang der 90er ja auch aus, dass der generelle Rückgang der Zahlen es erforderlich mache, dass das Ganze Konzept Bond auf den Prüfstand müsse.Und anders als Bond verkommt die Marke Star Wars halt langsam - zumindest in meinen Augen. Ich war alles andere als begeistert, als letztes Jahr mal die Idee von Broccoli/Wilson durchs Web geisterte, man könne neben 007 ja auch noch Filme über 002, 003 etc machen.Das sie jetzt einfach nebenbei noch ein anderes Agentenfranchise mit Blake Lively in Angriff nehmen ohne Bezug zu Bond, find ich solange okay, wie es Bond nicht schadet.
    • Guz
      Kennedys Vita ? Nun ja, sie hat schon mehrmals klar und deutlich gesagt, dass es bei den neuen SW Filmen um Feminismus und PC geht. Die Story ist dreist von Ep. 4-6 geklaut, das zeigt deutlich, dass sie zweitrangig hinter dem oben genannten steht...
    • Rohrkrepierer
      Gestern gesehen, leider keine filmische Offenbarung. Die Zeit der Geschichtenerzähler scheint zu Ende zu sein.Es ist keine Geschichte, wenn gefühlt 95% des Films Actionsequenzen sind, ADHS auf Speed.Entweder werde ich zu alt für derartigen shooterlastigen Filmeinheitsbrei oder der Zauber ist einfach verflogen.
    • Jeffrey
      Ja diese Emo Manga Sch e.
    • Jefrey
      Ich fand sogar, das er schlechter als E.C, gespielt hat, was für eine Hauptrolle suboptimal ist.
    • Jeffrey
      Der Film war als Film schlecht gemacht. Ich fand ihn nicht als Star Wars Film schlecht, sondern als Film ansich. Ich würde sogar sagen, dass er für mich der enttäuschendste Film seit 10 Jahren gewesen ist und ich geh viel ins Kino.
    • Cholerische Languste
      Ich mach das jetzt mal ausnahmsweise so wie du und schalte mich hier ein.Wenn Bond in die Scheiße gezogen wird, wird er wahrscheinlich sagen, dass der Flop verdient ist. So wie er es auch hier über Star Wars sagt. Das scheinst du nicht verstehen zu können. Es steht ja Bond drauf. Dann ist es natürlich gut! Weiß ja jeder :)Selbiges gilt für Jurassic Park und Star Wars und alles andere, nicht wahr? Alles gute Filme - äh Namen!
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