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    Steile These: Dreht Christopher Nolan in Wahrheit nur immer wieder denselben Film?
    Von Christoph Petersen — 31.05.2018 um 14:40
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    Die Macher der Reihe „Honest Trailer“ haben sich alle Filme von Christopher Nolan vorgeknöpft – und dabei erstaunlich viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Ist das einfach nur die Handschrift des Regisseurs – oder dreht er jedes Mal denselben Film?

    Die Macher der YouTube-Serie „Honest Trailer“, in der regelmäßig Filme einige Zeit nach ihrem Kinostart sehr pointiert und geradeheraus in ihre Einzelteile zerlegt werden, haben sich nun zur Abwechslung mal nicht einen einzelnen Film, sondern direkt die ganze Filmografie des vor allem im Internet regelmäßig als Regie-Gott abgefeierten Christopher Nolan vorgenommen. Dabei sind ihnen eine ganze Reihe von Elementen aufgefallen, die nicht nur in einem oder zwei, sondern gleich in (fast) allen seinen Filmen vorkommen.

    Dazu zählen etwa (neben vielen weiteren kleinen Elementen):

    - das auffällige Spiel mit Zeit (rückwärts, verschachtelt, relativiert)
    - verschachtelte Puzzleboxen und finale Plottwists (von unterschiedlicher Qualität)
    - extrem ausführliche Erläuterungen
    - ein bläulicher Farbfilter (der auch etwas mit Nolas Rot-Grün-Schwäche zu tun haben könnte)
    - eine alles andere als subtile Filmmusik (die man auch als aufdringlich beschreiben könnte)
    - ein weißer Protagonist mit zurückgekämmten Haaren (quasi Nolans Alter Ego)
    - kriminelle oder halb-kriminelle Protagonisten, die sich trotzdem an eigene strenge Regeln halten
    - tote Ehefrauen als Motivation (oder ganz selten zur Abwechslung auch mal eine tote Freundin)
    - nicht-tote Frauen entpuppen sich meist als böse

    Hier könnt ihr euch das ganze Video ansehen:

    Also was meint ihr? Einfach nur neidisches Getrolle oder hat Christopher Nolan womöglich wirklich eine Masche gefunden, die zwar jedes Mal wieder extrem innovativ wirkt, in Wahrheit aber immer nur dieselben Zutaten leicht neu anordnet?

    Obwohl es in den „Honest Trailer“-Videos oft darum geht, die vorgestellten Filme für ihre kleinen Fehler zu piesacken, lassen es sich die Autoren des Videos diesmal übrigens nicht nehmen, Christopher Nolan trotz all der vorgebrachten Argumente als einen der besten und visionärsten Regisseure unserer Zeit abzufeiern. Das heißt nicht, dass man einige ihrer Punkte nicht ernstnehmen sollte - auf die tote Frau als auf der Hand liegende Motivation für den Protagonisten könnten wir tatsächlich ganz gut verzichten. Aber man braucht sich auch nicht allzu sehr aufregen – selbst wenn Christopher Nolan für viele Online-Kommentatoren offensichtlich so etwas wie ein unantastbares Genie ist.

    Denn zumindest in diesem Punkt stimmen wir mit dem Video zu 100 Prozent überein: Dass „The Dark Knight Rises“ laut IMDb-Userwertung auf Platz 66 der besten Filme aller Zeiten steht, ist tatsächlich ein schlechter Scherz, der sich wohl wirklich nur mit Nolans gottgleichem Status erklären lässt.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Dunkirk"

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    Kommentare
    • J.R.
      Fast alle Polizisten begeben sich gleichzeitig in die Kanalisation.Am Ende bewegt sich eine Polizisten-Armee in einer engen Straße auf Banes Streitkräfte zu obwohl dieser über moderne Waffensysteme verfügt.Beides taktisch extrem unklug. Sehr oft sind plötzlich alle Einsatzkräfte vor Ort und behindern sich gegenseitig (wie bei der Verfolgung von Batman).Die Regierung würde Bane niemals dabei unterstützen die Stadt unter Kontrolle zu halten ohne nicht selbst eine Art Befreiungsversuch zu starten. Ebenfalls extrem weit hergeholt. Dazu kommen noch einzelne Sachen: als sich Selina Kyle in der Bar mit diesem Typen trifft, ist das Ensatzkommando überraschend schnell vor Ort (als wenn sie vor der Tür gewartet hätten). Der Film ist insgesamt zu lang. Ich hatte das Gefühl dass Nolan unbedingt gesellschaftskritische Elemente mit aufnehmen wollte (ich werfe ne Münze, warum seid ihr dann hier, Erhebung gegen die Oberschicht). Dieses Vorhaben ist völlig in die Hose gegangen da diese Themen eher plumb und zu oberflächlich behandeln wurden und daher eher störend waren.Ich fand Nolans realistischen Ansatz bei den Batman-Filmen sehr ansprechend, aber ich denke dass er bei TDKR einfach zu viel wollte. Nach dem überraschenden Erfolg von TDK hatte er wohl unbedingt das Ziel das nächste große Meisterwerk zu machen, hat dabei jedoch das versäumt was bei den Vorgängern noch so gut geklappt hat: nämlich unterhaltsam und spannend zu sein.Bane war für mich eher eine Enttäuschung. Wirkte für mich wie eine Mischung aus Joker und Ras al'Gul, obwohl ich besonders den Beginn ziemlich cool fand.Das hört sich vielleicht alles schlechter an als es in Wahrheit ist, denn der Film technisch (wie immer bei Nolan) auf hohem Niveau inszeniert. Auch Selina Kyle ist gut geschrieben und gespielt. Und wie bereits erwähnt bietet der Film einen zufriedenstellenden Abschluss der Reihe.Gut fand ich ihn aber bei weitem nicht. Ist aber natürlich alles subjektiv und ich kann durchaus verstehen wenn einem der Film gefällt.Nichtsdestotrotz hätte ich übrigens lieber eine Fortsetzung von TDKR mit Joseph Gorden-Levitt gesehen als dieses halbherzige DCEU ;-)
    • HalJordan
      Vielen Dank für den Rat. ;-D Sollte ich mal große Langeweile haben, schaue ich mir evtl. Iron Fist an. Mein Bruder meinte vor nicht allzu langer Zeit, Into the Badlands sei mehr Iron Fist, als IF selbst. Was für ein Spruch. ;-DNaja, beim DCEU ist glücklicherweise nicht alles schlecht (Man of Steel, BvS im UC, Wonder Woman). Selbstredend ist im DCEU noch viel Luft nach oben. Die nächsten Projekte stimmen mich allerdings positiv.
    • Bruce Wayne
      Zu deinem eigenen Wohle rate ich dir tunlichst davon ab, Iron Fist jemals anzuschauen :D Ist wirklich schmerzhaft schlecht, die Serie. Und ja, das kann man wahrscheinlich bereits mit Warners DCEU vergleichen. Obwohl die einfach zu viel auf einmal versucht haben (ohne die entsprechenden Solo-Filme). Netflix hatte das gar nicht nötig, und trotzdem sind sie an 3 Serien gescheitert. Wirklich schade.
    • HalJordan
      Gute Frage, wie es zu diesen starken Qualitätsschwankungen kommt bzw. kommen konnte. Die selbe Frage könnte man auch Warner bei den letzten Superhelden-Verfilmungen stellen. Ich meine, man hat damals einen jungen und aufstrebenden Indy-Filmemacher (Nolan) Batman wiededer auferstehen lassen und eine richtig starke Trilogie abgeliefert. Kurz darauf hat man Superman neues Leben eingehaucht, nur um sich dann in die nachfolgenden Projekte ständig einzumischen und vorangig die monetären Ziele betrachtet und die Qualität vernachlässigt. Das muss ein Studio erstmal fertig bekommen. Gerade nach diesen vorherigen Erfolgsgeschichten.Back to top: Gerade weil Daredevil in den beiden Seasons auf so einem hohen Niveau ablieferte, bin ich zuversichtlich was die neueste Staffel anbelangt. Iron Fist habe ich bislang noch nicht zu Gesicht bekommen, nach dem qualitativen Abfall von Luke Cage bin ich jedoch sehr skeptisch.
    • Bruce Wayne
      Ja, die Netflix-Serien haben leider stark nachgelassen. Nach den ersten Staffeln von DD und JJ war ich richtig gehyped auf die zukünftigen Adaptionen. Nach Luke Cage sah das schon anders aus, und trotz der wieder aufsteigenden Qualität von DD Staffel 2 und Punisher, hat sich das nicht geändert. Keine Ahnung wie man von eine der besten Comicverfilmungen überhaupt(Daredevil Staffel 1) zu einer der schlechtesten Comicverfilmungen überhaupt (Iron Fist) wechseln konnte. Hoffentlich bleibt Season 3 von DD auf dem qualitativen Niveau seiner Vorgänger-Staffeln.
    • HalJordan
      Die 2. Staffel habe ich noch nicht gesehen, aber einen qualitativen Abfall hatte ich erwartet. Dazu war die Season 1 einfach zu gut.Irgendwie muss ich hier an die ersten Staffeln der Marvel-Netflix Serien denken. Daredevil war saustark. Jessica Jones konnte ebenfalls abliefern, auch wenn nicht auf DD-Niveau und Luke Cage war bereits ein zweischneidiges Schwert.
    • Bruce Wayne
      Ja geht mir bsp. bei True Detective so. Erste Staffel gehört zu den besten (wenn nicht sogar das Beste) was ich je im Serienformat sehen durfte, und da stinkt die Zweite natürlich ab.
    • HalJordan
      Das ist mir auch schon zu Ohren gekommen, aber Die Verurteilten ist in meinen Augen kein Meisterwerk, auch wenn Geschmäcker logischweise verschieden sind.Ja, mit den Serien machen sie es sich wirklich einfach. Gerade wenn eine Serie eine grottige Staffel abliefert, sollte es sich auch beim Rating bemerkbar machen. Im umgekehrten Fall natürlich genauso.
    • Deliah Ch. Darhk
      Hm! Also auch mit den immer gleichen Zutaten kann ich durch leichtes Variieren ganz unterschiedliche Geschmackserlebnisse zusammenkochen.Macht eine gute Köchin eigentlich aus.
    • Deliah Ch. Darhk
      Die von deiner Frau/Freundin sofern vorhanden ...?;-D
    • emmerich6
      Ein Meisterwerk muss er ja auch nicht sein.Lächerlich finde ich das Verhalten der Polizisten nicht, sicher auch nicht immer ganz logisch. Doch trotz allem Realismus, den Nolan anwendet, darf man ja nicht vergessen, dass es dennoch eine COmic-Verfilmung ist.
    • Bruce Wayne
      Mit der Erstplatzierung habe ich tatsächlich kein Problem (immehin ist Die Verurteilten ein universell geliebter Film), obwohl ich persönlich andere Werke auf diesen Platz setzen würde. Aber der gesamte Rest ist eigentlich ein Witz. Genau so wie die Tatsache, dass man bei IMDB auch nur Serien als Ganzes bewerten kann. Als ob alle Staffeln auf dem selben Niveau bleiben würden (schön wärs :P). Was ist also mit Serien wie True Detectives oder Dexter?
    • HalJordan
      Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber TDKR wird immer noch nicht so sehr gehypt, wie z. B. der Infinity War. Ein aktuelles Rating von 8.8 kann ja nur ein schlechter Scherz sein! Ein Film, der überhaupt nicht in eine Besten-Liste gehört.
    • HalJordan
      IMDB ist weder in Sachen Filme, noch Serien Ernst zu nehmen. Es gibt so viele Serien, die ein 8er Rating oder besser besitzen. Dagegen kommen viele Filme nicht einmal in die Nähe eines solchen Ratings.Davon abgesehen finde ich es lachhaft einen Film, wie Die Verurteilten auf Platz 1 zu setzen. Der Film ist sehr gut, keine Frage. Aber der beste Film aller Zeiten? Da wüsste ich auf Anhieb 10, 20 oder mehr Filme, die dieses Attribut eher verdient hätten.
    • J.R.
      Ist natürlich alles subjektiv, aber gepackt hat mich der Film nur in den Momenten, in denen man an die beiden Vorgänger erinnert wurde. Die Erwartungen waren ebenfalls hoch, aber ich denke für den Abschluss einer so starken Reihe ist das keine Überraschung. Ein paar Logiklöcher? Allein das Verhalten der Polizisten ist zum fremdschämen, Szenen wie die Verfolgungsjagd nach dem Banküberfall oder der letzte Kampf in meinen Augen einfach nur lächerlich. Tut mir Leid, aber ich konnte dem Film nur wenig Gutes abgewinnen, und das obwohl BB und TdK zu meinen Lieblingsfilmen gehören. Eine gute Sache ist jedoch, und das muss man ihm zugutehalten, dass er als Abschluss der Reihe in Ordnung war, da er alle Teile gut miteinander verknüpft. Das macht ihn aber nicht zu einem Meisterwerk.
    • emmerich6
      DOch es ist ein guter Film. Den Film als schlecht zu bezeichnen, halte ich für weithergeholt. Das wird er höchstens wegen überhöhter Erwartungen. Der FIlm ist gut. Bane finde ich einen großartigen Bösewicht, von Tom hardy einfach klasse gespielt. Es gibt ein paar Logiklücken (aber lange nicht so viel, wie manche behaupten). Etwas zu viel pathos am Ende. Dennoch ein sehr emotioanler und packender FIlm mit einigen Gänsehautmomenten.
    • J.R.
      TDKR führt die Trilogie zu einem befriedigendem Ende, ist aber dennoch kein guter Film, da er zu wenig Eigenständigkeit besitzt. Die besten Szenen sind die, bei denen auf die vorherigen Teile verwiesen wird. Abgesehen davon ist der Film oft unrealistisch und man hat einen enttäuschenden Bösewicht (oder 2).
    • 7
      An die Arbeit! Wir brauchen mehr Content!
    • emmerich6
      Mit Filmemachern ist es wie mit Schriftstellern, die haben alle bestimmte wiederkehrende Themen und Motive, die dennoch immer wieder neu angereichert werden und auch mit neuen Themen kombiniert werden.Zu TDKR: Ob er jetzt auf Platz 66 sein muss oder nicht, sei mal dahingestellt. Es ist in ejdem Fall ein sehr guter Film, ein gelungener Abschluss der Trilogie, mit aber auch einigen Schwächen. Doch man muss imdb da ja auch nicht so hoch hängen. DIe Bewertungen dort sind ohnehin immer mit etwas Vorsicht zu genießen.
    • Gravur51
      Du stellst deine Antwort hin als sei sie generell richtig. Imo oder meiner Meinung nach helfen für einen sympathischeren Gesamteindruck. Aber ist wohl die Kritikerkrankheit.
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